Open-Source-Wettbewerb 2025„Zugang zum Recht“ ausgezeichnet

[20.10.2025] Der Open-Source-Wettbewerb öffentliche Verwaltung würdigt erfolgreiche Beispiele für digitale Souveränität und effiziente Verwaltungsmodernisierung. In der Kategorie „Fachverfahren“ überzeugte das BMJV-Projekt „Zugang zum Recht“, das den digitalen Zugang zur Justiz verbessert.
Zugang zum Recht gewinnt den Open-Source-Wettbewerb 2025 - hier die Übergabe des Preises

Martin Schallbruch, Vorstandsvorsitzender von govdigital und Jurymitglied (r.) überreicht den Preis an das Projekt "Zugang zum Recht", vertreten durch Joshua Nowak, DigitalService.

(Bildquelle: BMJV)

Der von der Open Source Business Alliance (OSBA) in diesem Jahr erstmalig ausgelobte Open Source Wettbewerb sucht nach innovativen Open-Source-Lösungen aus Bund, Ländern und Kommunen. Ziel ist es, erfolgreiche Beispiele für digitale Souveränität und effiziente Verwaltungsmodernisierung sichtbar zu machen. Inzwischen stehen die Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien „Fachverfahren“, „interne Verwaltungsanwendungen“ sowie „Transformation“ fest. Zusätzlich wurden Sonderpreise vergeben, darunter „Strategie & Leadership“ sowie ein Community Award für das Publikumsvoting. Die Jury war mit Fachleuten aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft besetzt, darunter auch BVA-Präsidentin Katja Wilken.

Prämierte Fachverfahren

Mit „Zugang zum Recht“ (wir berichteten) hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) in der Kategorie „Fachverfahren“ gewonnen. Die Kategorie zeichnet Lösungen aus, die Open-Source-Software bei Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einsetzen. „Zugang zum Recht“ bündelt zwei Projekte, die digitale Barrieren abbauen und Bürgerinnen und Bürgern den digitalen Zugang zur Justiz erleichtern sollen. So wird im Rahmen des Projekts „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ ein Onlinedienst zur Durchsetzung von Fluggastrechten entwickelt. Inzwischen unterstützen sieben Pilotgerichte das Vorhaben mit fachlicher Expertise (wir berichteten). Die Digitale Rechtsantragstelle bietet digitale Unterstützung für Bürgerinnen und Bürger bei der Antragstellung. Umgesetzt wurden bisher etwa Onlinedienste zu Beratungs- und Prozesskostenhilfe und zuletzt auch Leistungen rund um die Kontopfändung (wir berichteten).

Mehr Vertrauen in den Rechtsstaat

Während der Endrunde des Wettbewerbs auf der Smart Country Convention haben Malte Büttner, Referatsleiter im BMJV, und Joshua Nowak, User-Researcher beim DigitalService, das Projekt in einem vierminütigen Pitch vorgestellt. Direkt im Anschluss fand die Preisverleihung statt. Besonders hervorgehoben hat die Jury die bundeseinheitliche und nutzerfreundliche Entwicklung von Onlinediensten für die Justiz mit dem Ziel, das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken.

Schirmherr des von der OSBA initiierten Open-Source-Wettbewerb ist der Bundesminister für Digitales, Karsten Wildberger. Ideeller Träger ist das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS), ausgerichtet wurde er von SUSE Software Solutions Germany und Capgemini Deutschland.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: E-Justiz
Stefanie Hubig (SPD), Bundesministerin fuer Justiz und Verbraucherschutz, aufgenommen in Berlin, 03.02.2026. Fotografiert im Auftrag des Bundesministerium der Justiz (BMJ)

E-Justiz: Online-Verfahren vor Zivilgerichten startet

[21.04.2026] An ersten Amtsgerichten hat die Erprobung des zivilgerichtlichen Online-Verfahrens begonnen. Bürgerinnen und Bürger können Zahlungsklagen digital einreichen. Weitere Gerichte sollen in den kommenden Monaten folgen. mehr...

Studie: Digitale Werkzeuge in der Gesetzgebung

[20.04.2026] Eine im Auftrag der EU durchgeführte Studie untersucht, wie innovative, teils auch KI-gestützte Werkzeuge die Gesetzgebungsarbeit in europäischen Ländern unterstützen. Auch mögliche Risiken und die verschiedenen digitalen Tools selbst sind Gegenstand der Untersuchung. mehr...

Porträtfoto von Hessens Justizminister Christian Heinz.

Hessen: KI für die Justiz

[26.03.2026] Hessens Justizminister Christian Heinz berichtete im Landtag über den geplanten und schon erfolgenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Justiz. Noch für diese Legislaturperiode nahm der Minister die Entwicklung einer KI-Lösung für die Strafverfolgung in den Fokus. mehr...

Leeres Büro, Nahaufnahme eines Schreibtischs, auf dem ein Laptop und abgewetzte Aktenordner nebeneinander liegen. Im Hintergrund weitere Akten in Regalen.

Schleswig-Holstein: Eigene Digitalisierungsabteilung im Justizministerium

[19.03.2026] Im Ministerium für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein wurde eine neue Abteilung geschaffen, die sich mit „Organisation und Digitalisierung“ befassen wird. Deren Leiter ist Hendrik Jensen, der über einschlägige Erfahrung als Richter wie auch im IT-Bereich verfügt. mehr...

Porträt von Bremens Justizsenatorin Dr. Claudia Schilling, im Hintergrund grüne Vegetation

Bremen: Investitionen in die digitale Justiz

[10.03.2026] Der Bremer Senat beschließt Investitionen in die Justiz: Rund eine Million Euro soll in Maßnahmen der Digitalisierung fließen. So wird die Beweismittelplattform erweitert, Gerichtssäle erhalten stationäre Videokonferenztechnik, und es entstehen speziell ausgestattete Prüfungsplätze für juristische E-Examina. mehr...

Illustration im Comicstyle: Aktenstapel mit umherfliegenden losen Blättern vor türkisem Hintergrund.

Mecklenburg-Vorpommern: Weitere Entlastung der Justiz

[03.03.2026] Die Digitalisierung der Justiz ist oftmals mit einer hohen Belastung für die Beschäftigten verbunden. In Mecklenburg-Vorpommern werden Justizbedienstete an immer mehr Standorten vom unvermeidlichen Scannen eingehender Papierakten entlastet. Gleichzeitig ist „Outtasking Scannen“ ein Integrationsprojekt. mehr...

Hoher Stapel von Aktenmappen, dahinter ist unscharf ein Laptop zu erkennen.

Sachsen-Anhalt: E-Akte für die Verwaltungsgerichte

[25.02.2026] Die Verwaltungsgerichte in Sachsen-Anhalt führen ihre Verfahren nun durchgängig digital. Zum Einsatz kommt eine Fachanwendung des e²-Verbundes, Dataport begleitete die Implementierung. Eine Ausweitung auf weitere Gerichtsbarkeiten ist bereits in Vorbereitung. mehr...

Porträtfoto von Hessens Justizminister Christian Heinz.

Hessen: KI-Tool für die Strafverfolgung

[03.02.2026] Hessen will den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Strafverfolgung deutlich ausbauen. Das Justizministerium plant, den Staatsanwaltschaften bis zum Ende der Legislatur ein KI-Tool bereitzustellen, um große Datenmengen effizienter auszuwerten. mehr...

Porträt von Dr. Benjamin Grimm

Brandenburg: Gerichtssäle fit für die E-Akte

[23.01.2026] Das Land Brandenburg hat das Großprojekt der Einführung der E-Akte bei allen Gerichten und Staatsanwaltschaften erfolgreich abgeschlossen – und denkt bereits an die nächsten Schritte. Die Hardware-Basisausstattung in den Gerichten soll nun schrittweise durch leistungsfähigere Technik ersetzt werden. mehr...

Justizia-Skulptur und Richterhammer

Schleswig-Holstein: Verhandlung bei leerem Gerichtssaal

[16.01.2026] Nach einer neuen Rechtsverordnung dürfen in Schleswig-Holstein ausgewählte Amtsgerichte erstmals vollständig virtuelle Videoverhandlungen erproben. Dabei sollen Erfahrungen für eine mögliche bundesweite Regelung gesammelt werden. mehr...

Composite in Blautönen: Geschäftsfrau tippt auf Smartphone, Laptop und Notebook auf einem Tisch. Overlay mit Ordnern mit Dokumentensymbolen.
bericht

E-Akte: Justiz und Polizei arbeiten digital zusammen

[14.01.2026] In vielen Bundesländern wird die Zusammenarbeit von Polizei und Justiz digitaler – und damit enger, effizienter und sicherer. So arbeiten seit Jahresbeginn Justiz und Polizei in Schleswig-Holstein digital. Und auch Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben die elektronische Akte eingeführt. mehr...

Bund/Länder: Justizcloud kommt

[08.01.2026] Für die Justiz in Bund und Ländern soll eine einheitliche Cloud aufgebaut werden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt unterzeichnet. Eine erste lauffähige Version soll bis Anfang 2027 zur Verfügung stehen. mehr...

Porträt von Dr. Benjamin Grimm

Brandenburg: Strafsachen ohne Medienbrüche

[07.01.2026] Justiz und Polizei in Brandenburg bearbeiten Strafsachen vollständig digital: Vom Eingang der Strafanzeige bis hin zum Urteil und der Vollstreckung kann der gesamte Verfahrensprozess ohne Medienbrüche abgewickelt werden. mehr...

Tanja Eichner, hessische Justizstaatssekretärin

Hessen: E-Akte in der Justiz eingeführt

[05.01.2026] In der hessischen Justiz ist die E-Akte zum Jahreswechsel 2025/2026 erfolgreich eingeführt. Die Umstellung wurde im laufenden Betrieb abgewickelt. Vorteile bieten sich dadurch auch für Bürgerinnen und Bürger. mehr...

Sozialverwaltung: Papierloses Büro als Basis für zukunftsfähige Arbeitsprozesse.

Niedersachsen: Aufschub für die E-Akte in Bußgeldverfahren

[18.12.2025] Ab Januar 2026 müssen Gerichtsakten in Deutschland elektronisch geführt werden. Niedersachsen nutzt die bundesweite Opt-out-Regelung, um seinen Bußgeldbehörden ein Jahr länger die Papierakte zu erlauben. Eine neue Verordnung soll Verfahrenssicherheit sowie einen schrittweisen Übergang gewährleisten. mehr...