Nordrhein-WestfalenE-Akte bei der Arbeitsgerichtsbarkeit
Die Einführung der elektronischen Akte ist nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Justizministeriums die größte Umwälzung der Arbeitsabläufe in der Justiz der vergangenen 150 Jahre. Betroffen sind 226 Gerichte und Staatsanwaltschaften mit insgesamt mehr als 30.000 Anwenderinnen und Anwendern in ganz Nordrhein-Westfalen. Nun ist ein weiterer Meilenstein des Großprojekts erreicht: Mit Beginn der Pilotierung beim Landesarbeitsgericht Hamm am 1. Juni 2023 werden bei allen Arbeitsgerichten die Gerichtsakten elektronisch geführt. Damit ist die Arbeitsgerichtsbarkeit nach der Finanzgerichtsbarkeit und der Verwaltungsgerichtsbarkeit die dritte Fachgerichtsbarkeit in Nordrhein-Westfalen, die vollständig mit der elektronischen Akte ausgestattet ist.
In der ordentlichen Gerichtsbarkeit ist bereits im vollständigen Instanzenzug in allen Zivilsachen, also an sämtlichen 129 Amts-, 19 Land- und drei Oberlandesgerichten in Nordrhein-Westfalen, die elektronische Akte führend. Fortgeschrittene Pilotierungen laufen auch bei zahlreichen Gerichten in Betreuungs-, Familien-, Nachlass- und Mobiliarvollstreckungssachen und in Ordnungswidrigkeitenverfahren und werden – wie in weiteren Fachbereichen und auch der Sozialgerichtsbarkeit – kontinuierlich ausgeweitet.
Zur Vorbereitung des sicheren Betriebs der elektronischen Akte in der Arbeitsgerichtsbarkeit sind seit Anfang 2020 alle Daten und Anwendungen der Arbeitsgerichtsbarkeit in das justizeigene Rechenzentrum in Münster migriert. Im vergangenen Jahr wurden an den 30 Arbeitsgerichten des Landes 64.395 Rechtsstreitigkeiten in Urteils- und Beschlussverfahren anhängig gemacht und 65.093 Rechtsstreitigkeiten erledigt. 210 Richterinnen und Richter sind an den Arbeitsgerichten und Landesarbeitsgerichten tätig.
Verwaltungsgerichte: Warnung vor KI-generierten Schriftsätzen
[02.11.2026] Der zunehmende Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz bei der Erstellung juristischer Schriftsätze stellt die Verwaltungsgerichtsbarkeit vor neue Herausforderungen. Die Präsidentinnen und Präsidenten der Oberverwaltungsgerichte und Verwaltungsgerichtshöfe fordern deshalb verbindliche Vorgaben für Umfang und Struktur solcher Dokumente. mehr...
Hessen: Ein Kumpel für die Justiz
[28.10.2026] In Hessens Justiz wird mit dem BZR-Buddy ein kleines, praxisnahes Automatisierungs-Tool ausgerollt, das Richterinnen und Richter effektiv bei der Urteilsabfassung unterstützt und von redundanten Schreibarbeiten entlastet. Die Initiative für die Entwicklung kann aus der Justiz selbst. mehr...
Baden-Württemberg: eJustice-Programm abgeschlossen
[12.10.2026] Nach fast 12 Jahren hat Baden-Württemberg die flächendeckende Einführung der elektronischen Akte in der Justiz abgeschlossen. An 170 Dienststellen arbeiten fast 11.000 Beschäftigte mit der digitalen Akte. Als Software- und Entwicklungspartner begleitete PDV das Programm von der Pilotphase bis zum landesweiten Roll-out. mehr...
Bundesamt für Justiz: Führungszeugnis vollständig digital erhältlich
[09.10.2026] Seit Anfang Oktober können Bürgerinnen und Bürger Führungszeugnisse nicht nur online beantragen, sondern auch digital erhalten. Das Bundesamt für Justiz stellt die Dokumente im Regelfall innerhalb von 30 Minuten über das Zentrale Bürgerpostfach der BundID bereit. mehr...
E-Justiz: Neue Onlinedienste im Bereich Nachlass
[02.10.2026] Das Online-Justiz-Portal unterstützt Bürgerinnen und Bürger jetzt auch bei Erbscheinen und Erbausschlagungen. Die neuen Dienste informieren über Voraussetzungen, Fristen und Kosten und helfen dabei, Termine beim Nachlassgericht digital vorzubereiten. mehr...
Schleswig-Holstein: E-Klausuren im Ersten juristischen Staatsexamen
[08.09.2026] Das Land Schleswig-Holstein und die Universität Kiel haben eine Absichtserklärung zur Digitalisierung des Ersten juristischen Staatsexamens unterzeichnet. Ab Mitte 2027 soll die elektronische Variante zunächst in Hamburg, voraussichtlich ab 2028 in einem Kieler Prüfungszentrum angeboten werden. mehr...
Baden-Württemberg/Niedersachsen: Anschluss an bundesweites Justiznetz
[26.08.2026] Baden-Württemberg und Niedersachsen sind als erste Länder an das neue bundesweite Justiznetz angeschlossen worden. Das Netz bildet die technische Grundlage für eine Justiz-Cloud, über die Gerichte und Staatsanwaltschaften künftig gemeinsame Anwendungen nutzen sollen. mehr...
Strafverfolgung: Digitale Beweismittel schneller übermitteln
[21.08.2026] Die Zusammenarbeit zwischen den EU-Staaten soll bei der Verfolgung von Straftaten verbessert und an neue technische Entwicklungen angepasst werden. Auf der Grundlage von EU-Vorgaben ist in Deutschland ein entsprechendes Gesetz in Kraft getreten. mehr...
Offenburg: Pilotprojekt für bundesweite Justizsoftware
[06.08.2026] Am Landgericht Offenburg ist die neue bundesweite Justizsoftware GeFa erstmals im Echtbetrieb im Einsatz. 33 Beschäftigte testen das Fachverfahren, das künftig in allen Bundesländern genutzt und zahlreiche ältere Lösungen ablösen soll. mehr...
Justizcloud: ITDZ Berlin übernimmt zentrale Aufgaben
[31.07.2026] Das ITDZ Berlin übernimmt zentrale Serviceprozesse für die bundesweite Justizcloud. Damit stärkt der Berliner IT-Dienstleister seine Rolle in einem länderübergreifenden Digitalisierungsprojekt der Justiz und übernimmt Aufgaben für den Betrieb der gemeinsamen Cloud-Infrastruktur. mehr...
Sachsen-Anhalt: E-Akte an allen Arbeitsgerichten
[16.07.2026] In Sachsen-Anhalt arbeiten nun alle vier Arbeitsgerichte und das Landesarbeitsgericht mit der elektronischen Akte. Den Abschluss bildete die Umstellung in Dessau-Roßlau. In der Startphase können einzelne Abläufe noch langsamer laufen. mehr...
Hessen: Brücke zwischen Polizei und Justiz
[01.06.2026] Polizei und Justiz arbeiten weitgehend digital – aber mit unterschiedlichen Systemen. Damit Strafverfahren dennoch medienbruchfrei und rechtskonform ablaufen, gibt es die elektronische Strafakte. Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung berichtet über das komplexe föderale IT-Projekt. mehr...
Baden-Württemberg: Zivilgerichtliches Online-Verfahren läuft an
[06.05.2026] Das zivilgerichtliche Online-Verfahren ist ein bürgernahes Angebot, das eine effiziente und schnelle Bearbeitung von Rechtsstreitigkeiten ermöglichen soll – ohne dass die Beteiligten zwingend persönlich vor Gericht erscheinen müssen. Nun startete die Pilotierung auch in Baden-Württemberg. mehr...
Baden-Württemberg: KI-Tool hilft beim Aktensichten
[30.04.2026] Als Teil der Digitalisierungsinitiative für die Justiz entwickelt das Land Baden-Württemberg ein KI-Werkzeug zur Aktenstrukturierung. Justizangehörige sollen so schnelleren Zugriff auf wesentliche Informationen erhalten und Verfahren dadurch beschleunigt werden. mehr...
Sachsen: E-Akte in der Justiz wird weiterentwickelt
[27.04.2026] Die sächsische Justiz hat die elektronische Verfahrensakte flächendeckend eingeführt. Der erfolgreiche und fristgemäße Projektabschluss im Dezember 2025 wurde nun mit einem Festakt begangen. Die weitere Entwicklung der E-Akte ist organisatorisch bereits abgesichert. mehr...













