Schleswig-HolsteinBeim Glasfaserausbau vorne

[10.12.2024] Schleswig-Holstein nimmt beim Glasfaserausbau im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition ein. Insbesondere in städtischen Gebieten stagniert allerdings die Take-up-Rate. Dennoch soll bis Ende 2025 eine flächendeckende Versorgung erreicht werden, unter Einsatz zusätzlicher Fördermittel.
Ausschnitt aus der BKZ.SH-Karte zum Breitband-Ausbaustatus in Schleswig-Holstein.

Ausschnitt aus der BKZ.SH-Karte zum Breitband-Ausbaustatus.

(Bildquelle: BKZ.SH)

Beim Glasfaserausbau nimmt Schleswig-Holstein bundesweit eine Spitzenposition ein. Das geht aus den jüngsten Ausbauzahlen des von den kommunalen Landesverbänden getragenen Breitband-Kompetenzzentrums Schleswig-Holstein (BKZ.SH) hervor. Demnach können inzwischen in Schleswig-Holstein 77 Prozent aller Hausadressen mit Glasfaser bis in die Gebäude und Wohnungen (Fibre to the Building/FTTB und Fibre to the Home/FTTH) versorgt werden. Der Bundesdurchschnitt liegt bei rund 36 Prozent. „Wir freuen uns über den weiteren großen Schritt in Richtung einer flächendeckenden Glasfaserversorgung im Land. Es bleiben allerdings auch große Herausforderungen, insbesondere im städtischen Ausbau“, sagt Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Technologieminister Claus Ruhe Madsen.

Hemmnisse bei der Entscheidung für Glasfaser

Das bestätigt der BKZ.SH-Geschäftsführer Johannes Lüneberg. Zwar nutzten bereits rund 66 Prozent der anschlussfähigen Hausadressen die Glasfaserinfrastruktur – angesichts des aktuell stärkeren Ausbaus in den Städten sei aber eine rückläufige Take-up-Rate zu verzeichnen. Diese zeigt, wie viele der theoretisch zur Verfügung stehenden Hausanschlüsse tatsächlich aktiviert, also gebucht wurden. „In vielen Städten genügt die vorhandene Internetversorgung den aktuellen Ansprüchen der Bevölkerung noch. Aber bei zu wenig Interesse an der neuen Glasfaser rentiert sich der Ausbau für die Telekommunikationsunternehmen nicht und sie stellen Projekte in Frage; der Ausbau verzögert sich“, erläuterte Lüneberg.

Nichtsdestoweniger haben Land und BKZ.SH für das kommende Jahr eine feste Zielmarke: Bis Ende 2025 soll der Glasfaserausbau weitgehend abgeschlossen und Glasfaser dann in allen Regionen des Landes verfügbar sein. „Wir haben mit einer Aufstockung des Breitband-Etats um 50 Millionen Euro die Weichen dafür gestellt, dass wir das Zwischenziel 2025 und das Ziel der dann flächendeckenden Versorgung 2030 erreichen können“, erklärte Madsen.





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