BrandenburgGerichtssäle fit für die E-Akte

[23.01.2026] Das Land Brandenburg hat das Großprojekt der Einführung der E-Akte bei allen Gerichten und Staatsanwaltschaften erfolgreich abgeschlossen – und denkt bereits an die nächsten Schritte. Die Hardware-Basisausstattung in den Gerichten soll nun schrittweise durch leistungsfähigere Technik ersetzt werden.
Porträt von Dr. Benjamin Grimm

„Mit der flächendeckenden Einführung der E-Akte haben wir zum Jahreswechsel einen echten Meilenstein erreicht," sagt Dr. Benjamin Grimm.

(Bildquelle: Karoline Wolf)

In der Justiz führt der Übergang von physischen Papierakten zu digitalen Dokumenten zu einer neuen Arbeitsweise – auch in den Gerichtssälen, die entsprechend ausgestattet werden müssen. In Brandenburg werden seit Jahresbeginn alle neu eingehenden Verfahren bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften des Landes elektronisch bearbeitet. Damit findet das 2021 begonnene Projekt seinen erfolgreichen Abschluss. Das Ministerium der Justiz und für Digitalisierung (MdJD) betont allerdings, dass die elektronische Akte fortlaufend weiterentwickelt werde. Dies geschehe auch mit Blick auf künftige Innovationen, etwa den Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie den Aufbau einer Justizcloud.

Eine wichtige Voraussetzung für die Einführung der elektronischen Akte im Land war eine umfassende Modernisierung der IT-Ausstattung. Im Rahmen des Projekts wurden nach Angaben des MdJD rund 4.300 Notebooks und etwa 10.000 Monitore beschafft, darüber hinaus verfügen alle Sitzungssäle der Gerichte bereits über eine mobile medientechnische Grundausstattung, unter anderem mit Bildschirmen und Mikrofonen. Diese Grundausstattung soll nun schrittweise durch fest verbaute und leistungsfähigere Medientechnik ersetzt werden. Am Landgericht Potsdam ist diese Umrüstung bereits abgeschlossen.

„Mit der flächendeckenden Einführung der E-Akte haben wir zum Jahreswechsel einen echten Meilenstein erreicht. Parallel verbessern wir kontinuierlich die technische Ausstattung in den Gerichtssälen, um uns auch hier modern aufzustellen und effizienter zu arbeiten“, sagt der Minister der Justiz und für Digitalisierung, Benjamin Grimm. So könnten etwa unnötige Anfahrten vermieden werden. Zugleich sei die elektronische Akte das Fundament für die weitere digitale Entwicklung der brandenburgischen Justiz – etwa durch den Einsatz von KI zur Unterstützung der Richterinnen und Richter, so Grimm.



Stichwörter: E-Justiz, Brandenburg


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