SaarlandLand erhält Digitalen Zwilling

[27.03.2026] Das Saarland gibt es nun auch als virtuelle Version. In den Digitalen Zwilling Saarland 3D sind zahlreiche Geodaten eingeflossen. Unter anderem wurde die Geländeoberfläche des Landes systematisch von oben vermessen.
Screenshot Saarland 3D

Für den Digitalen Zwilling wurde das Saarland von einem Flugzeug aus systematisch vermessen.

(Bildquelle: https://www.shop.lvgl.saarland.de)

Das Projekt Saarland 3D haben kürzlich das Umweltministerium und das Landesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung (LVGL) vorgestellt. Durch den Digitalen Zwilling bestehe ein enormes Potenzial, Planungen stark zu beschleunigen und zu vereinfachen, Szenarien zu simulieren und Informationen verständlich zu visualisieren, so die saarländische Umweltministerin Petra Berg.

Grundlage von Saarland 3D bilden die gesamten Geodaten des LVGL. Dazu gehören insbesondere das digitale Geländemodell, die digitalen Luftbilder, 3D-Gebäude und Bauwerksmodelle, aber auch herkömmliche Karten. Als erstes Flächenland in Deutschland stellt das Saarland zudem nach Angaben des Umweltministeriums eine sogenannte klassifizierte Laserscanpunktwolke über den Digitalen Zwilling zur Verfügung. Dabei sei die Geländeoberfläche des Saarlands von einem Flugzeug aus mit einem Lasermesssystem systematisch erfasst worden.

„Dieser Datensatz bildet einen wahren Schatz für die unterschiedlichsten Fachanwendungen. Beim Klimaschutz kann er die Planung und Bewertung von Maßnahmen zur CO₂-Reduktion unterstützen, etwa bei der Förderung von Grünflächen oder der Optimierung des Verkehrsflusses. Im Bereich Klimaanpassung und Katastrophenmanagement können beispielsweise Überflutungen simuliert und damit die Planung von Schutzmaßnahmen unterstützt werden. Einsatzkräfte können zur Lagebeurteilung und Planung zusätzlich auf realitätsnahe Modelle zurückgreifen. Aber auch für Bürgerinnen und Bürger kann die Anwendung nützlich sein, indem man etwa ermitteln kann, ob eine PV-Anlage auf dem eigenen Gebäude überhaupt genügend Sonne abbekommen würde“, erklärt Ministerin Berg.

Finanziert wurde das Projekt unter anderem aus Mitteln des Digitalisierungsfonds. Insgesamt liegen die Kosten derzeit bei rund 50.000 Euro. Saarland 3D soll künftig sukzessive weiter ausgebaut werden und auch für Kommunen und Privatpersonen weitere Anwendungen bieten.





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