BerlinNeues Finanzsystem im Einsatz

[03.09.2026] Berlin hat sein Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen auf die ERP-Software MACH meinERP umgestellt. Rund 11.700 Nutzerinnen und Nutzer in der Hauptverwaltung und allen zwölf Bezirken arbeiten mit dem System. Für den Betrieb wurden mehr als sieben Millionen Belege migriert.
Berliner Rathaus, daneben der Fernsehturm

Mit der Einführung in Berlin realisierte MACH nach eigenen Angaben eines der größten Finanzsoftwareprojekte im Public Sector in Deutschland.

(Bildquelle: jordi2r/123rf.com)

Das Land Berlin hat den mehrstufigen Rollout eines neuen Finanzmanagementsystems abgeschlossen. Seit Juli arbeiten rund 11.700 Nutzerinnen und Nutzer in der Hauptverwaltung und den zwölf Bezirken mit der ERP-Software MACH meinERP. Die bisherige Lösung für die zentralen Prozesse des Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesens wurde Ende Juni abgelöst, wie der auf Verwaltungssoftware spezialisierte Anbieter MACH mitteilt.

Vom Pilotbezirk zum landesweiten Betrieb

Die Einführung begann im Bezirk Pankow. Anschließend wurden die übrigen elf Bezirke in fünf Wellen an das neue System angebunden. In der letzten Phase folgten die Hauptverwaltung, ihre nachgeordneten Behörden und damit mehr als 5.000 weitere Nutzerinnen und Nutzer. Grundlage für die Einführung war eine eigens konzipierte Landesreferenzlösung. Sie sollte einheitliche Vorgaben für den Einsatz der Software in den unterschiedlichen Bereichen der Berliner Verwaltung schaffen.

Haushaltsprozesse in einem System

MACH meinERP unterstützt nach Angaben des Anbieters unter anderem die Haushaltsplanung und -bewirtschaftung, die Buchhaltung, die Kosten- und Leistungsrechnung sowie die Anlagenbuchhaltung. Hinzu kommen Funktionen für Kontokorrent und Berichtswesen. Über zahlreiche fachliche Schnittstellen ist die Software mit weiteren Anwendungen in der IT-Landschaft des Landes verbunden. Berlin verfügt damit nach Darstellung von MACH über eine einheitliche digitale Grundlage für zentrale Haushalts-, Kassen- und Rechnungsprozesse. Das Unternehmen bezeichnet die Einführung als eines der derzeit größten Finanzsoftwareprojekte der öffentlichen Verwaltung in Deutschland.

Mehr als sieben Millionen Belege migriert

Vor dem landesweiten Betrieb wurde die Software nach Angaben von MACH ausführlich getestet. Zudem mussten mehr als sieben Millionen Belege sowie weitere Finanz- und Bestandsdaten in das neue System übertragen werden. Die Datenmigration gehörte damit neben der Entwicklung der Landesreferenzlösung und dem schrittweisen Rollout zu den zentralen Bestandteilen des Projekts „HKR-neu“. Für die Einarbeitung der rund 11.700 Nutzerinnen und Nutzer kombinierten die Projektverantwortlichen Präsenzveranstaltungen, virtuelle Schulungen und Selbstlernmodule. Die Angebote wurden nach Unternehmensangaben auf die unterschiedlichen Anforderungen der Beschäftigten zugeschnitten.





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