Schleswig-HolsteinDatenstrategie für den Norden
Einmal jährlich treffen die Regierungschefs der norddeutschen Länder – Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein – in der Konferenz Norddeutschland (KND) zusammen, um gemeinsame Interessen abzustimmen und zu koordinieren. Das letzte derartige Treffen fand am 21. April 2022 in Kiel statt. Staatssekretär Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein, sieht nach den Beratungen Rückenwind für eine Landesdatenstrategie. Das Thema künstliche Intelligenz (KI) habe erheblich an Bedeutung gewonnen, so Schrödter. Mit der KI-Landesstrategie und dem KI-Sondervermögen habe sich Schleswig-Holstein auf diesem Gebiet zu einer der führenden Regionen innerhalb Deutschlands entwickelt. Dieser Vorsprung solle weiter ausgebaut werden. Der Rohstoff für den Einsatz und die Anwendung von künstlicher Intelligenz seien Daten. Dies gelte insbesondere für Daten zur Bildung, Mobilität, Gesundheit oder Landwirtschaft. Aus diesen Daten vollständig Nutzen zu generieren, sei eine große Herausforderung für die Verwaltung, so Schrödter.
Gemeinsam für eine norddeutsche Datenstrategie
Für die geplante Landesdatenstrategie werde der Schulterschluss mit den anderen Ländern gesucht. Auf schleswig-holsteinische Initiative habe sich die Arbeitsgruppe „Datenstrategie in Norddeutschland“ gebildet, die für die Konferenz Norddeutschland einen Statusbericht der Länder gegeben und Felder einer möglichen Zusammenarbeit beschrieben habe. Jede Behörde und jedes Unternehmen braucht nach Überzeugung von Schrödter mehr Fachkompetenz im Bereich Data Science. Ziel sei ein datengeleitetes Regierungshandeln, um die Verwaltung transparenter und effizienter zu machen, so der Staatskanzlei-Chef. Deshalb werde auch mehr Datennutzung gebraucht. Dies sei „eine absolute Führungsaufgabe“ die es zu entwickeln gelte. Auf Schrödters Initiative findet daher für alle Abteilungsleitungen der Landesregierung eine Fortbildungs-Veranstaltung mit dem Thema „Daten nutzen – neue Potenziale erschließen“ statt.
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