Net at Work / D-TRUSTInitiative für sicheren Bürgerdialog

[18.02.2021] Net at Work und D-TRUST rufen eine Initiative ins Leben, die in Behörden und Verwaltung für E-Mail-Verschlüsselung werben möchte. Denn diese sei das beste Mittel, um sensible Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
Die neue Initiative sensibilisiert für die E-Mail-Verschlüsselung in Behörden.

Die neue Initiative sensibilisiert für die E-Mail-Verschlüsselung in Behörden.

(Bildquelle: Initiative Sicherer Bürgerdialog)

Net at Work, der Hersteller einer modularen Secure-Mail-Gateway-Lösung, startet gemeinsam mit D-TRUST, einem Unternehmen der Bundesdruckerei-Gruppe, die Initiative Sicherer Bürgerdialog. Ziel der Initiative ist laut Net at Work, insbesondere die öffentliche Verwaltung dafür zu sensibilisieren, wie wichtig E-Mail-Verschlüsselung beim Austausch sensibler Daten ist. Auch wolle die Initiative zeigen, wie schnell öffentliche Einrichtungen eine E-Mail-Verschlüsselung einführen und damit den Datenschutz-Auflagen gerecht werden können. Die Initiative sei offen für Unternehmen, die diese Ziele unterstützen möchten.

Mehr Digitalisierung – mehr Angriffe

Die zunehmende Digitalisierung von Behörden und Kommunen hat zur Folge, dass mehr Verwaltungsmitarbeitende sensible Daten etwa zu Elterngeldanträgen, Meldebescheinigungen und Personalausweisen oder Informationen zur Zweitwohnsitzsteuer austauschen – auch per E-Mail. Solche Daten müssen laut Net at Work sicher verarbeitet, kommuniziert und vor Diebstahl geschützt werden. Ohne eine wirkungsvolle Verschlüsselung können elektronische Nachrichten mitgelesen oder verändert werden und insbesondere öffentliche Einrichtungen seien häufig das Ziel von Angriffen. Umso wichtiger sei es deshalb, der Sicherheit und Vertraulichkeit elektronischer Kommunikation in Behörden höchste Priorität einzuräumen.

Verschlüsselung: leicht umzusetzender Schutz

Firewalls, Virenscanner oder Spamschutz-Maßnahmen decken den Bereich E-Mail-Sicherheit nicht ab. Daher hat die E-Mail-Verschlüsselung eine zentrale Bedeutung, heißt es vonseiten der Initiative Sicherer Bürgerdialog. Verschlüsselung garantiere, dass Daten vor dem Zugriff Dritter geschützt sind. Eine Verschlüsselung nach dem S/MIME-Standard erlaube Empfängern außerdem, die Authentizität der Absenders zu überprüfen. Häufig werde die Wichtigkeit einer wirksamen Verschlüsselungslösung jedoch nicht erkannt und zu wenig in ein wirksames Schutzkonzept investiert. Auch bestünden Bedenken, dass die Verwaltung von Schlüsseln und Zertifikaten kompliziert sei und zu viele Ressourcen binde.

Beratungsangebot und Webinar

Vor diesem Hintergrund und mit der Erfahrung aus mehreren gemeinsamen Projekten haben D-TRUST und Net at Work die Initiative Sicherer Bürgerdialog ins Leben gerufen. Eine Website stellt öffentlichen Einrichtungen Informationen zu den Vorteilen der E-Mail-Verschlüsselung und über mögliche Folgen eines unverschlüsselten E-Mail-Verkehrs zur Verfügung. Zudem kann eine kostenfreie Beratung zu den Themen E-Mail-Verschlüsselung und digitale Zertifikate vereinbart werden.
Darüber hinaus veranstaltet die Initiative am 18. März 2021 einen Webinar-Tag zum Thema „Sicherer Bürgerdialog mit E-Mail-Verschlüsselung“. Das Event richte sich mit Fachvorträgen an IT-Verantwortliche in Verwaltungen und Behörden und biete konkrete Tipps, erprobte Lösungen und Entscheidungshilfen beim Auf- oder Ausbau von E-Mail-Infrastrukturen, Verschlüsselungsverfahren und Zertifikaten an.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Sicherheit
Angeschnittenes Bild eines Mannes in weißem Arztkittel, der an einem Tisch in einem hellen Büro auf seinem Laptop tippt.

Sachsen-Anhalt/Schleswig-Holstein: Resilienz und Effizienz für den ÖGD

[10.06.2026] Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die IT-Sicherheit im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu stärken. Die Länder entwickeln gemeinsam E-Learning-Angebote, die digitale Kompetenzen der Mitarbeitenden verbessern und Einrichtungen widerstandsfähiger gegen Cyber-Risiken machen sollen. mehr...

Symbolbild

Schleswig-Holstein: Maßnahmenpaket für Cyber-Sicherheit

[28.05.2026] Schleswig-Holstein baut die Cyber-Sicherheit für Land und Kommunen aus. Zum Schutzschirm gehören unter anderem ein erweitertes Schwachstellenmanagement, mobile IT für Krisenlagen und Vor-Ort-Supportteams. Digitale souveräne Arbeitsplätze und IT-Infrastruktur sichern Behörden weiter ab. mehr...

HPI: Konferenz zur Cyber-Sicherheit

[21.05.2026] Das Hasso-Plattner-Institut richtet im Juni erneut die Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit aus. Im Mittelpunkt stehen hybride Bedrohungen, KI und der Schutz Kritischer Infrastrukturen in einer angespannten geopolitischen Lage. mehr...

2 Personen halten Vertrag_Koop_Meck-Pomm_BSI

Cyber-Sicherheit: BSI und Mecklenburg-Vorpommern kooperieren

[19.05.2026] Im Bereich der Cyber-Sicherheit arbeiten das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Land Mecklenburg-Vorpommern künftig enger zusammen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde auf der Digitalministerkonferenz unterzeichnet. mehr...

BSI-Präsidentin Claudia Plattner steht in einem blauen Sakko in Berlin vor dem Bundestagsgebäude.

BSI: Zur Zukunft der Cyber-Sicherheit

[13.05.2026] Mit Blick auf hybride Bedrohungen, Cyber Conflict und digitale Souveränität zieht BSI-Chefin Claudia Plattner eine programmatische Zwischenbilanz. Cyber-Sicherheit wird zur Schnittstelle von Sicherheits- und Digitalpolitik. Im Fokus der Arbeit stehen automatisierte Angriffe, zivile Cyber Defense und digitale Souveränität. mehr...

BSI-Präsidentin Claudia Plattner steht in einem blauen Sakko an einem Rednerpult, hinter ihr wird eine blaue Grafik auf einer Leinwand angezeigt. Vor ihr sitzt das Publikum auf Stühlen in einem Saal mit hohen Decken.

NIS2-Richtlinie: Umsetzung in der Bundesverwaltung startet

[11.05.2026] Mit dem nun angelaufenen Programm CyberGovSecure soll die EU‑NIS2‑Richtlinie in der Bundesverwaltung umgesetzt werden. Um deren Cyber-Resilienz zu stärken, sind klare Verantwortlichkeiten, eine zentrale Finanzierung und konkret umsetzbare Maßnahmen vorgesehen. mehr...

Eine Hand, die ein Mobiltelefon hält, auf dem Screen sind symbolisch Nachrichten eines Messengerdienstes zu sehen.

Messenger: Wire Bund sicher bis VS-NfD

[07.05.2026] Das BSI hat Wire Bund für die Verarbeitung von Daten bis zur Geheimhaltungsstufe VS-NfD zugelassen. Der Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messenger kann damit in Bundesbehörden für entsprechend eingestufte Kommunikation eingesetzt werden. mehr...

BSI/Brandenburg: Engere Abstimmung bei Cyber-Abwehr

[04.05.2026] BSI und Brandenburg haben eine engere Zusammenarbeit in der Cyber-Sicherheit vereinbart. Die Kooperation soll zehn Handlungsfelder umfassen, darunter operative Unterstützung und Sensibilisierung. Ziel ist es, die Reaktionsfähigkeit auf Cyber-Bedrohungen zu stärken. mehr...

Close-up der Hände eines Mannes im Business-Anzug, der ein Tablet hält und bedient.

Mobile Sicherheit: BSI gibt iPhone und iPad für NATO RESTRICTED frei

[02.04.2026] iPhone und iPad dürfen künftig auch für die Klassifizierungsstufe NATO RESTRICTED eingesetzt werden. Grundlage der BSI-Freigabe ist das Plattformkonzept indigo. Materna Virtual Solution sieht darin Impulse für den Ausbau mobiler Arbeitsplätze in Behörden. mehr...

BSI: Frühwarnsystem für Cyber-Sicherheitsvorfälle

[26.03.2026] Angesichts der angespannten Cyber-Sicherheitslage stärkt das BSI die Reaktionsfähigkeit gegen IT-Sicherheitsvorfälle. Mit den öffentlichen IT-Dienstleistern von Ländern und Kommunen soll der Einsatz von Datensensorik ausgebaut werden – als Grundlage für Echtzeitanalysen und erster Schritt Richtung Cyberdome. mehr...

EU-Flagge mit einmontiertem Schloss-Icon.

BSI: NIS2-FAQ für den Public Sector

[16.03.2026] Mit dem NIS2-Umsetzungsgesetz gelten für die Bundesverwaltung und teilweise auch für Landes- und Kommunalverwaltungen verbindliche Mindestanforderungen zur Informationssicherheit. Das BSI hat nun – neben weiteren Informationsangeboten – eine ausführliche FAQ für die öffentliche Verwaltung publiziert. mehr...

Baden-Württemberg: Umfassende Strategie für mehr Cyber-Sicherheit beschlossen.

Brandenburg: Enge Zusammenarbeit mit dem BSI

[12.03.2026] Um die Widerstandsfähigkeit seiner digitalen Infrastruktur zu stärken, wird das Land Brandenburg künftig eng mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kooperieren. mehr...

Porträt Dorothee Bär

BMFTR: Impulse für die Cyber-Sicherheitsforschung

[02.03.2026] Anfang 2027 will der Bund ein Forschungsrahmenprogramm zur Cyber-Sicherheit veröffentlichen. Nun hat das Bundesforschungsministerium ein erstes Eckpunktepapier dazu vorgelegt. Wichtige Elemente: resiliente staatliche IT-Systeme und ein Umfeld, das den Weg von der Forschung bis zur Anwendung abkürzen kann. mehr...

Ein Mann und eine Frau stehen hinter Rednerpulten der New York Times auf einer Bühne der Münchner Sicherheitskonferenz 2026.

BSI: Wer souverän sein will, muss Technologie beherrschen

[17.02.2026] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstrich die sicherheitspolitische Tragweite digitaler Souveränität während der Münchner Sicherheitskonferenz. An deren Rande vereinbarten die Bundesbehörde und Schwarz Digits eine Kooperation zum Aufbau souveräner Cloud-Strukturen. mehr...

Wehende Brandenburg-Flagge mit dem Landeswappen, das einen Adler zeigt.

Brandenburg: Cyber-Sicherheitsstrategie verabschiedet

[11.02.2026] Brandenburg hat erstmals eine landesweite Cyber-Sicherheitsstrategie verabschiedet. Damit reagiert das Land auf die wachsende Zahl von Cyber-Angriffen und setzt auf klare Zuständigkeiten, Frühwarnsysteme und den langfristigen Ausbau von IT-Sicherheit in Verwaltung und Kommunen. mehr...