NiedersachsenModernisierung des Landesdatennetzes
In Niedersachsen wurde jetzt offiziell das neue Landesdatennetz in Betrieb genommen. Damit wurde das dreijährige Projekt Wide Area Network (WAN) 3.0 unter Integration von rund 1.400 Dienststellen erfolgreich abgeschlossen, teilt das Innenministerium mit. Nach einer europaweiten Ausschreibung hatte IT.Niedersachsen im November 2019 den Zuschlag für den anstehenden Netzausbau und die technische Weiterentwicklung an die Firma EWE TEL erteilt (wir berichteten). Die beiden Unternehmen haben mit dem neuen Landesdatennetz laut Ministeriumsangaben den Umstieg auf Glasfaserleitungen realisiert und eine neue Netzarchitektur mit einer vollständigen Leitungsverschlüsselung geschaffen.
Das landeseigene Netzwerk WAN 3.0 soll dafür sorgen, dass Daten innerhalb der Landesverwaltung schnell und sicher übertragen werden können. Das Netzwerk zeichne sich durch ein deutlich optimiertes Leistungsportfolio aus und soll so den hohen Sicherheitsbedürfnissen innerhalb der niedersächsischen Landesverwaltung gerecht werden. Auch die Betriebshohheit für das WAN 3.0 liege in der Hand von IT.Niedersachsen. So sei es möglich, flexibel auf geänderte Bedarfe wie etwa höhere Bandbreiten zu regieren.
Mit dem neuen Landesdatennetz steige die Landesverwaltung in das Gigabitzeitalter ein, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. Angesichts der immer wichtiger werdenden Nutzung von Homeoffice auch in der Verwaltung und der Digitalisierung vieler Arbeitsprozesse sei es umso bedeutender, die bestmöglichen technischen Rahmenbedingungen zu schaffen. Damit werde auch die Landesverwaltung als größter niedersächsischer Arbeitgeber attraktiv, so Pistorius. Mit der neuen Netzinfrastruktur sei das Land gut gerüstet für die Herausforderungen, welche die Digitalisierung der Landesverwaltung mit sich bringe.
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