Sachsen/Baden-WürttembergOZG-Hub freigeschaltet

[22.09.2023] Eine von Baden-Württemberg und Sachsen gemeinsam entwickelte Plattform geht online: Der so genannte OZG-Hub stellt standardisierte Schnittstellen und Bausteine bereit, die es Kommunal- und Landesverwaltungen erleichtern sollen, Online-Dienste nachzunutzen.

Das Land Baden-Württemberg und der Freistaat Sachsen haben den auf Grundlage einer weiteren Kooperationsvereinbarung (wir berichteten) entwickelten OZG-Hub an den Start gebracht. Wie beide Länder in einer gemeinsamen Meldung erklären, will es die Plattform Kommunal- und Landesverwaltungen erleichtern, Online-Dienste zu entwickeln. Der OZG-Hub adressiert vor allem Schwierigkeiten, die bei der Nachnutzung von Online-Verfahren nach dem Prinzip Einer für alle (EfA) auftreten können. Nach diesem Prinzip entwickelt ein Land – oder ein Verbund mehrerer Länder – ein digitales Antragsverfahren, das dann von anderen Kommunal- und Landesverwaltungen über ihre eigenen Serviceportale den Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zugänglich gemacht wird.
Häufig basieren diese Serviceportale jedoch auf unterschiedlicher Software und Schnittstellen, wodurch die Nachnutzung von EfA-Verfahren organisatorisch und technisch erschwert ist. Der OZG-Hub ist eine Plattform, die standardisierte Schnittstellen anbietet. Nach einer Art Baukastenprinzip stehen auf dem Hub verschiedene Bausteine, die andere bereits entwickelt haben, bereit: Bezahlfunktionen, Online-Authentifizierung, Karten- und andere Basisfunktionen können über die mitgelieferten Formularwerkzeuge zu beliebigen Online-Diensten zusammengesetzt werden, heißt es in der Pressemeldung. Die Plattform werde in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland betrieben. Sie erfülle den Grundschutz nach BSI und ermögliche so den Betreib von Online-Diensten mit hohem Schutzbedarf. Auch andere Länder sollen den OZG-Hub nutzen und sich der Kooperation anschließen können.
Baden-Württemberg und Sachsen arbeiten seit dem Jahr 2015 bei der Entwicklung ihrer Serviceportale service-bw und Amt24 eng zusammen. Damit bieten sie ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen und Behörden moderne und sichere E-Government-Plattformen. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit werde nun ausgebaut und vertieft. „Mit der weiteren Unterzeichnung knüpfen wir an unseren bisherigen engen Schulterschluss an und heben die Kooperation auf eine zukunftsfähige Ebene. Das zeigt wieder einmal: Gemeinsam sind wir erfolgreicher. So schaffen wir einen digitalen Mehrwert und können voneinander profitieren“, sagte Baden-Württemberg-CIO Stefan Krebs anlässlich des Starts des OZG-Hub. 575 Verwaltungsleistungen digital bereitzustellen sei eine enorme Aufgabe, die nur gemeinsam zu bewältigen sei, betonte Thomas Popp, CIO des Freistaates Sachsen. „Mit dem OZG-Hub haben wir jetzt ein Werkzeug an der Hand, das Verwaltungsleistungen schneller, einfacher und flächendeckend digital macht. Davon profitieren letztlich alle, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und die Verwaltung selbst“, so Popp.





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