StraßenbaubehördeSachsen-Anhalt rüstet um

[04.04.2022] Mit einem neuen System zur automatisierten Datenerfassung werden jetzt Fahrzeuge der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt ausgestattet. Die webbasierte Lösung wird nicht nur die Abläufe während einer Schicht beispielsweise im Winterdienst lückenlos festhalten. Sie hilft auch dabei, Fahrbahnschäden frühzeitig zu erkennen.
Sachsen-Anhalt treibt Digitalisierung in den Straßenmeistereien voran.

Sachsen-Anhalt treibt Digitalisierung in den Straßenmeistereien voran.

(Bildquelle: zych/123rf.com)

Die Fahrzeuge des Betriebsdienstes der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt werden auf ein neues System zur automatisierten Datenerfassung umgerüstet. Das teilt jetzt das Ministerium für Infrastruktur und Digitales mit. Insgesamt 23 Meistereien werden demnach mit neuen Geräten ausgestattet. Insgesamt knapp 260 Erfassungsgeräte sollen in Fahrzeugen und Geräteträgern der Landesstraßenbaubehörde fest verbaut werden. Hinzu kommen 36 mobil einsetzbare – beispielsweise für die Abrechnung von Fremdleistungen –, die nur in Spitzenzeiten im Einsatz sind. Rund 265.000 Euro investiere das Land in diese Maßnahmen.
Im Ergebnis wird das neue webbasierte Erfassungssystem sämtliche Informationen über die Abläufe während einer Schicht automatisch und lückenlos festhalten, kündigt die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens an. Handschriftliche Dokumentationspflichten seien künftig nicht mehr notwendig. Als Anwendungsbeispiel führt sie den Winterdienst an. Hier werde das System neben der Streumenge auch die Örtlichkeiten präzise erfassen, wo Salz auf die Straße gebracht wurde. Im Sommer wiederum könne anhand der Daten unter anderem exakt nachvollzogen werden, wo Bankette bereits gemäht oder an welchen Straßen die Leitpfosten gereinigt wurden. Neben allen Arbeiten, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßenmeistereien entlang der Straßen auszuführen sind, werden auch die Ergebnisse der regelmäßigen Streckenkontrollen festgehalten. So können zum Beispiel kleinere Fahrbahnschäden frühzeitig erkannt und mit vergleichsweise geringem Aufwand beseitigt werden. Aus den Ergebnissen generiere das System täglich entsprechende Berichte. Sie stehen den Straßenmeistereien wenige Minuten nach Beendigung der Leistung zur Verfügung. Manuelle Eingaben seien nur noch zu Korrekturzwecken notwendig.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
interview

Interview: Access-Wildwuchs beenden

[22.10.2026] Schleswig-Holstein setzt bei der Ablösung von Microsoft Access-Anwendungen auf die Low-Code-Plattform A12 von mgm und den Aufbau eigener Entwicklungskompetenzen. Auf der Smart Country Convention 2026 sprach move – moderne verwaltung mit Digitalminister Dirk Schrödter und mgm-Geschäftsführer Hamarz Mehmanesh über digitale Souveränität, die Modernisierung von Fachverfahren und die Rolle Künstlicher Intelligenz bei der künftigen Softwareentwicklung. mehr...

Ausschreibung: Neue Anlaufstelle für Datenräume

[06.10.2026] Das BMDS hat eine zentrale Anlaufstelle für Datenräume ausgeschrieben. Der geplante Data Spaces Hub Germany soll Unternehmen und Verwaltung beim Einstieg unterstützen, Akteure vernetzen und öffentlichen Stellen bei der Einbindung von Verwaltungsdaten helfen. mehr...

Delos Cloud: Partnerschaft mit adesso

[25.09.2026] adesso nimmt die Delos Cloud in sein Portfolio für den Public Sector auf. Behörden und Kommunen sollen damit Microsoft-Technologien unter besonderen Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und digitale Souveränität nutzen können. mehr...

Das passende Vorgehensmodell zu wählen
bericht

Open Source: Abhängigkeit wird zum Betriebsrisiko

[22.09.2026] Der Erfolg von Digitalisierungsprojekten hängt auch davon ab, wie viel Kontrolle Behörden über die eingesetzten IT-Systeme behalten. Open-Source-Lösungen bieten einen Ansatz, um Abhängigkeiten zu reduzieren – insbesondere dann, wenn offene Plattformen mit Standards, interoperablen Schnittstellen und Low Code verbunden werden. mehr...

Rechenzentrumsstrategie: RZ-Ausbau ist auf Kurs

[21.09.2026] Sechs Monate nach dem Beschluss der Nationalen Rechenzentrumsstrategie zieht die Bundesregierung eine erste Bilanz: 25 der insgesamt 28 Maßnahmen sind angelaufen, vier davon bereits abgeschlossen. Bis 2030 sollen sich die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland mindestens verdoppeln. mehr...

OSBA: Open-Source-Quote für IT-Ausgaben

[18.09.2026] Mindestens 20 Prozent der Software-Ausgaben des Bundes sollen nach dem Willen der Open Source Business Alliance künftig in Open-Source-Lösungen fließen. Der Verband schlägt vor, den IT-Zustimmungsvorbehalt des Bundesdigitalministeriums für eine entsprechende Steuerung der Beschaffung einzusetzen. mehr...

IT-Planungsrat: Projekt Infrastructure as Code

[16.09.2026] Der IT-Planungsrat hat ein Projekt zu Infrastructure as Code abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen: Automatisierte Cloud-Infrastrukturen erfordern neben technischen Lösungen auch neue Prozesse, Rollen und Kompetenzen in der Verwaltung. mehr...

interview

Interview: Fundament des mobilen Arbeitsplatzes

[18.08.2026] Materna Virtual Solution bietet mit SecurePIM einen mobilen Arbeitsplatz, der den hohen Sicherheitsanforderungen von Behörden entspricht. Nun kooperiert das Unternehmen mit Wire, einem Anbieter souveräner Kommunikationslösungen. move – moderne verwaltung sprach mit Daniel Zimmermann von Materna Virtual Solution und Oliver Brown von Wire über die Vorteile der Zusammenarbeit für die Kunden der beiden Unternehmen. mehr...

Finger auf Computertastatur - Nahaufnahme

Registermodernisierung: Identitätsdatenabruf im Regelbetrieb

[30.07.2026] Das Bundesverwaltungsamt und die Bundesagentur für Arbeit haben in einem Pilotprojekt einen wichtigen Meilenstein im Großprojekt Registermodernisierung erreicht: Die Arbeitsagentur nutzt den Anschluss an das Verfahren zum Identitätsdatenabruf als erste registerführende Stelle im Regelbetrieb. mehr...

Ein Zukunftskongress-Spezial nimmt den Status quo der Verwaltungsdigitalisierung hierzulande in den Blick.

BVA: Produkte der Dienstekonsolidierung übernommen

[21.07.2026] Im Programm Dienstekonsolidierung – als Teil der 2015 beschlossenen IT-Konsolidierung des Bundes – wurden für grundlegende Verwaltungsaufgaben ressortübergreifend einheitliche IT-Lösungen entwickelt. Nun ging die Verantwortung für die Weiterführung von 16 Maßnahmen des Programms an das Bundesverwaltungsamt über. mehr...

Person mit hellem Hemd hält virtuelle Deutschlandkarte in schwarz-rot-gold in den Händen.

Registermodernisierung: Once Only erreicht die Praxis

[02.07.2026] Erste Verwaltungsverfahren aus den Bereichen Bauantrag und Gewerbeanmeldung greifen im Echtbetrieb auf das NOOTS zu. In Bayern und Nordrhein-Westfalen fließen somit Informationen, die bereits in öffentlichen Registern vorliegen, direkt in Verwaltungsprozesse ein. mehr...

Rechenzentrum von innen, Blick in eine Gasse mit blau beleuchteten Server-Racks.

BAMF: Fachverfahren ziehen nach Bonn

[02.07.2026] Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Sitz in Nürnberg betreibt seine fast 100 IT-Fachverfahren ab sofort im hochmodernen Rechenzentrum des ITZBund in Bonn. Gestartet wurde das IT-Großprojekt bereits 2017. 
 mehr...

Materna Virtual Solution: WorkSPACE für indigo

[29.06.2026] Mit WorkSPACE für indigo ermöglicht das Unternehmen Materna Virtual Solution jetzt ein hochsicheres und ultramobiles Arbeiten. Mitarbeitende von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben seien somit in der Lage, schnell und einfach VS-NfD-eingestufte Informationen mobil auf ihrem iPad oder iPhone zu verarbeiten.  mehr...

Composite: eine menschliche Hand vor einem hellen Hintergrund mit türkisfarbenen, abstrakten Strukturen, die Hand berührt ein 6_eck auf dem das Wort "Data" steht.

Berlin: Landesweites Datenmanagement beschlossen

[18.06.2026] Der Berliner Senat hat Handlungsempfehlungen für den Aufbau eines Data Hubs als zentralem Knotenpunkt für die Datenarbeit beschlossen. Die Open-Source-basierte Plattform soll Daten aus verschiedenen Quellen bündeln und den Übergang in einen landesweiten Betrieb vorbereiten. mehr...

Nahaufnahme einer Straßenbaustelle aus der Froschperspektive, im Vordergrund rauer Asphalt, im Hintergrund unscharf orange gekleidete Arbeiuter und ein Walzenfahrzeug

Sachsen-Anhalt: Gemeinsame Datenumgebung für BIM

[09.06.2026] Sachsen-Anhalt führt bei der Landesstraßenbaubehörde eine gemeinsame digitale Datenumgebung für Straßen- und Brückenbauprojekte ein. Die Plattform soll BIM-Prozesse bündeln, aktuelle Projektdaten bereitstellen und Abstimmungen im Bauablauf nachvollziehbarer machen. mehr...