BVATor zum digitalen Europa

[04.12.2023] Das Binnenmarkt-Informationssystem – kurz: IMI – wurde vor 15 Jahren von der EU-Kommission gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten entwickelt, um die europäische Verwaltungszusammenarbeit zu vereinfachen. In Deutschland haben inzwischen mehr als 5.600 Behörden Zugriff auf IMI.

Vor 15 Jahren ging das digitale Binnenmarkt-Informationssystem der EU-Kommission in Betrieb, um die europäische Verwaltungszusammenarbeit zu erleichtern.

(Bildquelle: olegdudko/123rf.com)

Seit 15 Jahren erleichtert das Binnenmarkt-Informationssystem IMI (kurz für: Internal Market Information System) die Zusammenarbeit von Behörden in der EU. Nationale, regionale und lokale Behörden aus den EU-Staaten treten über das mehrsprachige Online-Tool in Kontakt und tauschen Informationen aus, die sie für die Bearbeitung von Verwaltungsvorgängen benötigen. Das Internal Market Information System ist in 23 Amtssprachen der EU verfügbar und macht so die Kommunikation in der eigenen Landessprache möglich. In Deutschland wird IMI vom Bundesverwaltungsamt (BVA) koordiniert, das nun anlässlich des Jubiläums über das Online-Tool berichtet.
Entwickelt wurde das System IMI im Jahr 2008 von der Europäischen Kommission mit dem Ziel, die Kooperation von Behörden innerhalb der EU zu vereinfachen. Seitdem nimmt die Nutzung stetig zu. Anfangs wurden 30 Anfragen pro Monat gestellt, inzwischen sind es im Durchschnitt rund 9.000 Recherchen monatlich. Insgesamt haben sich mehr als 12.500 europäische Behörden in IMI registriert. Zugleich wird das System weiterentwickelt und auf neue Rechtsbereiche des Binnenmarktes ausgeweitet.

Aufbau war eine Herausforderung

Am häufigsten sind Anfragen zu Berufsqualifikationen. Denn IMI ermöglicht deren schnelle Überprüfung, wenn Berufstätige ihrem Beruf im Ausland nachgehen möchten – etwa als Krankenschwester in Dänemark oder als Lehrer in Schottland. Wenn die Behörde im Ausland Rückfragen zur deutschen Berufsqualifikation oder zur Echtheit eines vorgelegten Dokuments hat, kann sie eine direkte Anfrage an die deutschen Amtskollegen senden und innerhalb kurzer Zeit eine Antwort erhalten. So müssen sich die Betroffenen nicht selbst mit den Formalitäten befassen. Vorteile hat IMI auch bei der Niederlassung von Unternehmen im Ausland. Ob eine Firma in einem anderen Mitgliedstaat rechtmäßig niedergelassen ist, ob dem Gewerberegisterauszug vertraut werden kann oder ob ein Insolvenzverfahren gegen ein Unternehmen besteht, kann über IMI angefragt werden.
Der Aufbau von IMI in Deutschland sei eine große Herausforderung gewesen, so das BVA. Aufgrund des föderalen Staatsaufbaus musste auf Bundes- und Landes- sowie auf kommunaler Ebene eine Vielzahl unterschiedlicher Behörden eingebunden werden. Mittlerweile sind bundesweit über 5.600 Behörden in IMI registriert. Auf Bundesebene wird das IMI-System deshalb von einer Nationalen IMI-Koordinatorin betreut, der so genannten NIMIC. Diese Funktion wird seit Inbetriebnahme des IMI-Systems im Jahr 2008 im Bundesverwaltungsamt, dem zentralen Dienstleister des Bundes, wahrgenommen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Composit: Hände halten ein Tablet, darüber schwebt ein 2D-Objekt mit den Umrissen und Farben von Deutschland, überlagert von einem gezeichneten Netzwerk.

Bitkom Länderindex 2026: Hamburg führt, Saarland holt auf

[12.05.2026] Der Digitalverband Bitkom hat die Bundesländer erneut nach ihrem Stand bei der Digitalisierung verglichen. Hamburg bleibt klar an der Spitze, Hessen rückt auf Platz drei vor. Besonders deutlich verbessert sich das Saarland, während ostdeutsche Länder bei digitaler Bildung stark abschneiden. mehr...

Screenshot der Social Wall des LGL

LGL Baden-Württemberg: Social Wall für Social Media

[06.05.2026] Das baden-württembergische Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung informiert auch in sozialen Medien über seine Arbeit – und bündelt diese Einträge seit Kurzem nutzer- und datenschutzfreundlich auf der eigenen Website. Zum Einsatz kommt die Social-Wall-Lösung Stage. mehr...

Telefonierende Frau in einem Büro

115: Behördennummer ab jetzt deutschlandweit

[05.05.2026] Die Behördennummer 115 ist seit Ende April in allen Bundesländern erreichbar. Mit der Freischaltung in Bayern ist der telefonische Zugang zu Verwaltungsinformationen bundesweit verfügbar; der konkrete Serviceumfang unterscheidet sich jedoch je nach Land und Kommune. mehr...

Torsi von Männern an einem Schreibtisch, darüber als Overlay Gebäudekonturen

Nordrhein-Westfalen: Führend beim Einsatz von BIM

[30.04.2026] Nordrhein-Westfalen nimmt im Bereich des BIM-basierten Bauantrags bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Das zeigt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum, die dafür Bauvorhaben in mehreren Kommunen unter realen Bedingungen untersucht hat. mehr...

Blick in eine Berliner Straßenflucht, im Hintergrund der Fernsehturm.

Berlin: Mehr Innovation in der Verwaltung

[27.04.2026] GovTech Deutschland erhält einen weiteren Satelliten: GovTech Berlin soll künftig die Bedarfe der Berliner Behörden bündeln und sie gemeinsam mit GovTech Deutschland in konkrete Lösungen übersetzen. mehr...

In blaues Licht getaquchter Raum, Person am Monitor, flankiert von Mann und Frau in förmlicher Kleidung
bericht

Berlin: Unruhe beim ITDZ

[24.04.2026] Im März hat Matthias Hundt die Rolle des Berliner CDO übernommen, jetzt wurde er auch zum Aufsichtsratsvorsitzenden des ITDZ Berlin berufen. Gleichzeitig zeichnet sich eine engere Steuerung des IT-Landesbetriebs durch die Senatskanzlei ab. Hintergrund sind anscheinend anhaltende finanzielle Herausforderungen. mehr...

Darstellung der App-Startseite auf einem Tablet.

Nordrhein-Westfalen: Besser gegen Wasser geschützt

[23.04.2026] Das Land NRW stellt eine App bereit, die Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien darin unterstützt, Gefährdungen durch Starkregen oder Hochwasser einzuschätzen. Mit der nächsten Ausbaustufe werden nun auch Schutzmaßnahmen direkt am Gebäude sichtbar und umsetzbar. mehr...

Building Information Modeling: Im Straßenbau wird digital zur Regel

[22.04.2026] Projekte im Bereich der Bundesfernstraßen sollen ab sofort nach 
einheitlichen digitalen Standards geplant, gebaut und betrieben werden. Die Methode Building Information Modeling (BIM) wird damit nach erfolgreichen Pilotprojekten künftig zum Regelprozess. mehr...

Ein Laptop, dessen Monitor die Startseite der Servicestandard-Website zeigt.

DigitalService des Bundes: Hotline für den Servicestandard

[16.04.2026] Nutzerfreundliche digitale Verwaltungsleistungen steigern die Zufriedenheit von Bürgern und Unternehmen, parallel entlasten sie die Verwaltung. Der Servicestandard hilft bei der Umsetzung. Eine Hotline liefert nun individuelle Unterstützung bei Fragen rund um diesen Kriterienkatalog. mehr...

Porträt Leonhard Kugler

ZenDiS: Wechsel an der Spitze

[16.04.2026] Beim Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung wechselt die Geschäftsführung: Leonhard Kugler übernimmt und folgt auf Alexander Pockrandt. Mit dem Wechsel soll die Aktivierung des Open-Source-Ökosystems stärker in den Fokus rücken. mehr...

Überwachung des Imports und Exports von Containern, Kontrolle von Handelscontainern.

Zoll/ITZBund: Anwendung zur Zentralen Zollabwicklung

[10.04.2026] Zoll und ITZBund haben eine neue Version des Zollsystems ATLAS in Betrieb genommen. Mit ATLAS-CCI startet eine zentrale Zollabwicklung für Einfuhren, die grenzüberschreitende Verfahren ermöglicht. Unternehmen können sich nun auf die zertifizierungspflichtige Nutzung vorbereiten. mehr...

Hand mit Euronoten vor blauem Hintergrund

Nordrhein-Westfalen: Digital zum Mittelabruf

[08.04.2026] Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein umfangreiches Infrastruktur- und Investitionsprogramm für Kommunen auf den Weg gebracht. Der Antragsweg für die Kommunen sollte dabei möglichst glatt verlaufen: Über ein Portal können sie über ein rein digitales Verfahren auf die Mittel zugreifen. mehr...

Nahaufnahme von Aktenstapeln und Papieren auf einer Tischplatte in einem Büro.

ÖFIT: Wege zur wirksamen Verwaltung

[24.03.2026] Personalmangel und Bürokratielasten führen zum Eindruck einer überforderten Verwaltung. Eine aktuelle Studie des ÖFIT zeigt, wie innerhalb des Verwaltungssystems die Hebel für eine erfolgreiche Staatsmodernisierung umgelegt werden können – durch strikte Outcome-orientierte Handlungsleitung und pragmatische Ansätze. mehr...

Mehrere Personen sitzen offenbar miteinander redend um einen Tisch herum, dieser ist mit gelben Zetteln bedeckt.

BMDS: Kriterien für gute Servicequalität

[17.03.2026] Im Februar haben Menschen aus ganz Deutschland in mehreren Bürgerwerkstätten erarbeitet, was für sie einen guten Verwaltungsservice ausmacht. Die Ergebnisse will das BMDS nun weiter validieren, um ein Audit-Tool für die Servicequalität von Bundesleistungen zu entwickeln. mehr...

Laptop auf einem niedrigen Tisch in warmen Licht, Händet tippen darauf.

Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet

[16.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...