Open-Source-Wettbewerb 2025„Zugang zum Recht“ ausgezeichnet

Martin Schallbruch, Vorstandsvorsitzender von govdigital und Jurymitglied (r.) überreicht den Preis an das Projekt "Zugang zum Recht", vertreten durch Joshua Nowak, DigitalService.
(Bildquelle: BMJV)
Der von der Open Source Business Alliance (OSBA) in diesem Jahr erstmalig ausgelobte Open Source Wettbewerb sucht nach innovativen Open-Source-Lösungen aus Bund, Ländern und Kommunen. Ziel ist es, erfolgreiche Beispiele für digitale Souveränität und effiziente Verwaltungsmodernisierung sichtbar zu machen. Inzwischen stehen die Preisträgerinnen und Preisträger in den Kategorien „Fachverfahren“, „interne Verwaltungsanwendungen“ sowie „Transformation“ fest. Zusätzlich wurden Sonderpreise vergeben, darunter „Strategie & Leadership“ sowie ein Community Award für das Publikumsvoting. Die Jury war mit Fachleuten aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft besetzt, darunter auch BVA-Präsidentin Katja Wilken.
Prämierte Fachverfahren
Mit „Zugang zum Recht“ (wir berichteten) hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) in der Kategorie „Fachverfahren“ gewonnen. Die Kategorie zeichnet Lösungen aus, die Open-Source-Software bei Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einsetzen. „Zugang zum Recht“ bündelt zwei Projekte, die digitale Barrieren abbauen und Bürgerinnen und Bürgern den digitalen Zugang zur Justiz erleichtern sollen. So wird im Rahmen des Projekts „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ ein Onlinedienst zur Durchsetzung von Fluggastrechten entwickelt. Inzwischen unterstützen sieben Pilotgerichte das Vorhaben mit fachlicher Expertise (wir berichteten). Die Digitale Rechtsantragstelle bietet digitale Unterstützung für Bürgerinnen und Bürger bei der Antragstellung. Umgesetzt wurden bisher etwa Onlinedienste zu Beratungs- und Prozesskostenhilfe und zuletzt auch Leistungen rund um die Kontopfändung (wir berichteten).
Mehr Vertrauen in den Rechtsstaat
Während der Endrunde des Wettbewerbs auf der Smart Country Convention haben Malte Büttner, Referatsleiter im BMJV, und Joshua Nowak, User-Researcher beim DigitalService, das Projekt in einem vierminütigen Pitch vorgestellt. Direkt im Anschluss fand die Preisverleihung statt. Besonders hervorgehoben hat die Jury die bundeseinheitliche und nutzerfreundliche Entwicklung von Onlinediensten für die Justiz mit dem Ziel, das Vertrauen in den Rechtsstaat zu stärken.
Schirmherr des von der OSBA initiierten Open-Source-Wettbewerb ist der Bundesminister für Digitales, Karsten Wildberger. Ideeller Träger ist das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS), ausgerichtet wurde er von SUSE Software Solutions Germany und Capgemini Deutschland.
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