Mecklenburg-VorpommernAlle Behörden am Glasfasernetz

[05.03.2024] Alle 445 Behörden des Landes sind in Mecklenburg-Vorpommern nunmehr an das Glasfasernetz der Verwaltung, CN LAVINE angebunden. Die mehr als 440 Standorte wurden trotz einiger Widrigkeiten in knapp eineinhalb Jahren erschlossen.
In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz (LSBK) mit dem Verwaltungsnetz CN LAVINE verbunden

Viel geschafft: Alle 445 Landesbehörden in MV sind jetzt an das Glasfasernetz der Verwaltung angebunden.

(Bildquelle: Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung MV)

In Mecklenburg-Vorpommern wurde die Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz (LSBK) mit dem Verwaltungsnetz CN LAVINE verbunden. Damit sind nun alle behördlichen Standorte mittels Glasfaser angeschlossen und verfügen künftig über eine Grundversorgung von 100 Mbit/s. Dies berichtet das Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung. Digitalisierungsminister Christian Pegel hat gemeinsam mit Uta Knöchel, Geschäftsführerin des Datenverarbeitungszentrums Mecklenburg-Vorpommern (DVZ) den Projektabschluss vorgestellt. „Durch den Glasfaserausbau ist die LSBK auf dem höchsten technologischen Stand und profitiert von allen Mehrwertdiensten des Verwaltungsnetzes wie der IP-Telefonie oder der zentralen Landesfirewall“, so Pegel.

Das DVZ entwickelt und betreibt seit mehr als 30 Jahren das landesweite Verwaltungsnetzwerk CN LAVINE. Dieses beinhaltet nicht nur die reine Netzanbindung, sondern implementiert wichtige Mehrwertdienste, allen voran die zentralen IT-Sicherheitsinfrastrukturen des Landes zum Schutz sensibler Verwaltungs- und Bürgerdaten. CN LAVINE wird in allen Landesbehörden auf Landes- und kommunaler Ebene genutzt, um die jeweiligen IT-Fachverfahren anzuwenden. „Insgesamt sind 628 Router bei 445 CN-LAVINE-Anschlüssen im Einsatz. Die Polizei hat eine Zwei-Router-Lösung wegen der erhöhten Sicherheitsanforderungen im eigenen LAPIS-Netzwerk“, so Pegel.

Der Glasfaserausbau startete 2014 bei der Landespolizei und wurde seitdem sukzessive vorangetrieben: Waren 2017 in Summe 31 Prozent der Behörden angeschlossen, wurden 2022 bereits 73 Prozent erreicht. Nun sind 100 Prozent aller Behörden mittels Glasfaser an das Verwaltungsnetz angebunden. Somit wurde der Ausbau innerhalb von gut eineinhalb Jahren fertiggestellt. Dabei habe es einige Schwierigkeiten gegeben, so Pegel. Neben Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinträchtigte auch der Schiffsunfall im Suezkanal mit der Blockade der Lieferkette den Projektfortschritt aufgrund fehlender Technik. Zusätzlich sei gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ein solcher Ausbau eine besondere Herausforderung. So mussten bei der Landesschule 2.000 Meter Kabelrohr in einem Naturpark beziehungsweise landwirtschaftlich geschützten Raum neu verlegt und insgesamt 2.100 Meter neue Glasfaserkabel eingezogen werden.





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