PictureEinheitliche Prozesse für Sachsen

Sächsische Verwaltungen können die Prozessplattform Sachsen als landesweite Basiskomponente kostenfrei abrufen und nutzen.
(Bildquelle: Sächsische Staatskanzlei)
Die Prozessplattform Sachsen ist das zentrale Werkzeug für Prozessmanagement im öffentlichen Sektor des Freistaats. Sie stellt sächsischen Verwaltungen Werkzeuge zur Identifikation, Dokumentation, Modellierung, Analyse und Optimierung von Prozessen zur Verfügung und erlaubt zudem den Aufbau und Betreib eines vollumfänglichen Prozessmanagements. Ziel ist eine wirksame, rechtssichere und digitale Verwaltung – landesweit standardisiert und kommunal anschlussfähig. Nun berichtet das IT-Unternehmen Picture, auf dessen technischer Lösung die Prozessplattform aufsetzt, über Fortschritte bei der Einführung. Mit dem Modell eines landesweit einheitlichen Prozessmanagements habe der Freistaat Sachsen einen bundesweit vorbildhaften Meilenstein im Verwaltungsmodernisierungsprozess erreicht. „300 Kunden belegen die Verbreitung des standardisierten Prozessmanagements eindrucksvoll“, konstatiert Picture.
Ein Erfolgsmodell bis zur kommunalen Ebene
Zahlreiche Behörden in Sachsen sind bereits einzeln oder mit mehreren Standardorten aktiv dabei: von der Landeshauptstadt Dresden bis zur Universität Leipzig, von Landesbehörden wie dem Landesamt für Steuern und Finanzen bis zu allen 13 Landkreisen und kreisfreien Städten. Gemeinsam mit den Digital-Lotsen beim Sächsischen Städte- und Gemeindetag profitieren darüber hinaus auch die vielen sächsischen Gemeinden von Vernetzung und systematischem Prozessmanagement mithilfe eines Musterprozessregisters. „Mit der Prozessplattform Sachsen haben wir ein leistungsfähiges Fundament für die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung gelegt. Der kontinuierliche Ausbau unterstreicht den Willen Sachsens, Modernisierung nicht nur zu fordern, sondern zu gestalten“, sagt Yves Koscholleck, Basiskomponentenverantwortlicher für die Prozessplattform Sachsen sowie für die Basiskomponente Formularservice bei der Sächsischen Staatskanzlei.
Weg von Insellösungen – hin zu gemeinsamen Standards
Ein zentraler Erfolgsfaktor des sächsischen Modells ist die konsequente Nutzung einer einheitlichen Methodik, die auf der Picture-Prozessplattform basiert. Wie der Hersteller betont, bildet diese nicht nur das technische, sondern auch das inzwischen praxisbewährte methodische Fundament für Prozessmanagement im öffentlichen Sektor. So steht den Nutzenden innerhalb der Plattform eine geteilte, qualitätsgesicherte Prozessbibliothek mit mehr als 1.000 Prozessen und Steckbriefen zur Verfügung. Sie ermöglicht es, Prozesse verwaltungsübergreifend zu modellieren und erfolgreiche Blaupausen mit anderen Behörden zu teilen. Zugleich wird so ein gemeinsames Verständnis über organisatorische Grenzen hinweg gefördert und die interkommunale Zusammenarbeit gestärkt.
Wie Picture berichtet, signalisiere der Freistaat Sachsen offen die Bereitschaft, mit weiteren Ländern zu kooperieren und Erfahrungen zu teilen. Damit werde Sachsen zum Leuchtturm und Impulsgeber für die föderale Verwaltungsdigitalisierung, so der Hersteller.
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