BrandenburgAmazon-Cloud geht in Betrieb

Brandenburg entwickelt sich allmählich zum Hightech- und Innovationsstandort.
(Bildquelle: mra7med/123rf.com)
In Potsdam hat der US-amerikanische Cloud-Computing-Anbieter Amazon Web Services (AWS) – ein Tochterunternehmen des bekannten Online-Versandhändlers Amazon – die AWS European Sovereign Cloud in Betrieb genommen. Deren technische Infrastruktur befindet sich vollständig physisch in der EU, genauer in Brandenburg. Sie soll damit den Anforderungen an die Souveränitätszusicherungen und rechtlichen Schutzmaßnahmen von sensiblen Daten europäischer Kunden gerecht werden. Die Umsetzung erfolgt zunächst über das Einmieten in bestehende Colocation-Rechenzentren. Anschließend ist ein sukzessiver Aufbau eigener Rechenzentren in Brandenburg geplant – darunter eines südlich von Berlin und eines in Südbrandenburg. Hierzu plant AWS Investitionen in Höhe von etwa 7,8 Milliarden Euro.
Höchste Datenschutzstandards
Benjamin Grimm, Minister der Justiz und für Digitalisierung des Landes Brandenburg, sieht diesen Schritt mit Blick auf die digitale Souveränität in Deutschland und Europa positiv. „Betrieb und Steuerung erfolgen in der EU und sensible Daten werden künftig unter höchsten europäischen Datenschutz- und Sicherheitsstandards vollständig innerhalb der EU verarbeitet. Es ist gut, dass hier auf die Bedürfnisse europäischer Kunden eingegangen wird. Ebenso begrüße ich das C5-Testat durch und die Kooperationsvereinbarung zur Weiterentwicklung mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“, sagte Grimm. Dies stärke das Vertrauen von Verwaltung, Wirtschaft und Forschung und erleichtere es, Cloud-Dienste zu nutzen. Bei der Ausgestaltung der Sicherheits- und Souveränitätsmerkmale seiner Cloud wird AWS vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützt.
Aufschluss zur Rhein-Main-Region
Wirtschaftsminister Daniel Keller sieht das Land Brandenburg nun auf dem Weg zu einem digitalen Innovationshotspot: „Die Investitionen von AWS und der Schwarz-Gruppe in Lübbenau sowie der erhebliche Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts tragen dazu bei, dass Brandenburg als Standort für technologische Innovationen weiter an Bedeutung gewinnt und sich auch weitere namhafte Unternehmen zum Standort Brandenburg bekennen und hier investieren.“ Keller prognostizierte für die kommenden Jahre Investitionen in Höhe von 30 Milliarden Euro in Rechenzentren in Brandenburg. Damit würden neue Geschäftsmöglichkeiten und Innovationspotenziale eröffnet. „Nicht zuletzt könnte Brandenburg damit nach der Rhein-Main-Region zum führenden Rechenzentrumsstandort in Deutschland aufsteigen“, so der Minister.
Interview: Access-Wildwuchs beenden
[22.10.2026] Schleswig-Holstein setzt bei der Ablösung von Microsoft Access-Anwendungen auf die Low-Code-Plattform A12 von mgm und den Aufbau eigener Entwicklungskompetenzen. Auf der Smart Country Convention 2026 sprach move – moderne verwaltung mit Digitalminister Dirk Schrödter und mgm-Geschäftsführer Hamarz Mehmanesh über digitale Souveränität, die Modernisierung von Fachverfahren und die Rolle Künstlicher Intelligenz bei der künftigen Softwareentwicklung. mehr...
Ausschreibung: Neue Anlaufstelle für Datenräume
[06.10.2026] Das BMDS hat eine zentrale Anlaufstelle für Datenräume ausgeschrieben. Der geplante Data Spaces Hub Germany soll Unternehmen und Verwaltung beim Einstieg unterstützen, Akteure vernetzen und öffentlichen Stellen bei der Einbindung von Verwaltungsdaten helfen. mehr...
Delos Cloud: Partnerschaft mit adesso
[25.09.2026] adesso nimmt die Delos Cloud in sein Portfolio für den Public Sector auf. Behörden und Kommunen sollen damit Microsoft-Technologien unter besonderen Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und digitale Souveränität nutzen können. mehr...
Open Source: Abhängigkeit wird zum Betriebsrisiko
[22.09.2026] Der Erfolg von Digitalisierungsprojekten hängt auch davon ab, wie viel Kontrolle Behörden über die eingesetzten IT-Systeme behalten. Open-Source-Lösungen bieten einen Ansatz, um Abhängigkeiten zu reduzieren – insbesondere dann, wenn offene Plattformen mit Standards, interoperablen Schnittstellen und Low Code verbunden werden. mehr...
Rechenzentrumsstrategie: RZ-Ausbau ist auf Kurs
[21.09.2026] Sechs Monate nach dem Beschluss der Nationalen Rechenzentrumsstrategie zieht die Bundesregierung eine erste Bilanz: 25 der insgesamt 28 Maßnahmen sind angelaufen, vier davon bereits abgeschlossen. Bis 2030 sollen sich die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland mindestens verdoppeln. mehr...
OSBA: Open-Source-Quote für IT-Ausgaben
[18.09.2026] Mindestens 20 Prozent der Software-Ausgaben des Bundes sollen nach dem Willen der Open Source Business Alliance künftig in Open-Source-Lösungen fließen. Der Verband schlägt vor, den IT-Zustimmungsvorbehalt des Bundesdigitalministeriums für eine entsprechende Steuerung der Beschaffung einzusetzen. mehr...
IT-Planungsrat: Projekt Infrastructure as Code
[16.09.2026] Der IT-Planungsrat hat ein Projekt zu Infrastructure as Code abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen: Automatisierte Cloud-Infrastrukturen erfordern neben technischen Lösungen auch neue Prozesse, Rollen und Kompetenzen in der Verwaltung. mehr...
Interview: Fundament des mobilen Arbeitsplatzes
[18.08.2026] Materna Virtual Solution bietet mit SecurePIM einen mobilen Arbeitsplatz, der den hohen Sicherheitsanforderungen von Behörden entspricht. Nun kooperiert das Unternehmen mit Wire, einem Anbieter souveräner Kommunikationslösungen. move – moderne verwaltung sprach mit Daniel Zimmermann von Materna Virtual Solution und Oliver Brown von Wire über die Vorteile der Zusammenarbeit für die Kunden der beiden Unternehmen. mehr...
Registermodernisierung: Identitätsdatenabruf im Regelbetrieb
[30.07.2026] Das Bundesverwaltungsamt und die Bundesagentur für Arbeit haben in einem Pilotprojekt einen wichtigen Meilenstein im Großprojekt Registermodernisierung erreicht: Die Arbeitsagentur nutzt den Anschluss an das Verfahren zum Identitätsdatenabruf als erste registerführende Stelle im Regelbetrieb. mehr...
BVA: Produkte der Dienstekonsolidierung übernommen
[21.07.2026] Im Programm Dienstekonsolidierung – als Teil der 2015 beschlossenen IT-Konsolidierung des Bundes – wurden für grundlegende Verwaltungsaufgaben ressortübergreifend einheitliche IT-Lösungen entwickelt. Nun ging die Verantwortung für die Weiterführung von 16 Maßnahmen des Programms an das Bundesverwaltungsamt über. mehr...
Registermodernisierung: Once Only erreicht die Praxis
[02.07.2026] Erste Verwaltungsverfahren aus den Bereichen Bauantrag und Gewerbeanmeldung greifen im Echtbetrieb auf das NOOTS zu. In Bayern und Nordrhein-Westfalen fließen somit Informationen, die bereits in öffentlichen Registern vorliegen, direkt in Verwaltungsprozesse ein. mehr...
BAMF: Fachverfahren ziehen nach Bonn
[02.07.2026] Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Sitz in Nürnberg betreibt seine fast 100 IT-Fachverfahren ab sofort im hochmodernen Rechenzentrum des ITZBund in Bonn. Gestartet wurde das IT-Großprojekt bereits 2017. mehr...
Materna Virtual Solution: WorkSPACE für indigo
[29.06.2026] Mit WorkSPACE für indigo ermöglicht das Unternehmen Materna Virtual Solution jetzt ein hochsicheres und ultramobiles Arbeiten. Mitarbeitende von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben seien somit in der Lage, schnell und einfach VS-NfD-eingestufte Informationen mobil auf ihrem iPad oder iPhone zu verarbeiten. mehr...
Berlin: Landesweites Datenmanagement beschlossen
[18.06.2026] Der Berliner Senat hat Handlungsempfehlungen für den Aufbau eines Data Hubs als zentralem Knotenpunkt für die Datenarbeit beschlossen. Die Open-Source-basierte Plattform soll Daten aus verschiedenen Quellen bündeln und den Übergang in einen landesweiten Betrieb vorbereiten. mehr...
Sachsen-Anhalt: Gemeinsame Datenumgebung für BIM
[09.06.2026] Sachsen-Anhalt führt bei der Landesstraßenbaubehörde eine gemeinsame digitale Datenumgebung für Straßen- und Brückenbauprojekte ein. Die Plattform soll BIM-Prozesse bündeln, aktuelle Projektdaten bereitstellen und Abstimmungen im Bauablauf nachvollziehbarer machen. mehr...












