Sachsen-AnhaltE-Akte für die Verwaltungsgerichte

[25.02.2026] Die Verwaltungsgerichte in Sachsen-Anhalt führen ihre Verfahren nun durchgängig digital. Zum Einsatz kommt eine Fachanwendung des e²-Verbundes, Dataport begleitete die Implementierung. Eine Ausweitung auf weitere Gerichtsbarkeiten ist bereits in Vorbereitung.
Hoher Stapel von Aktenmappen, dahinter ist unscharf ein Laptop zu erkennen.

Der Abschied von der Papierakte bedeutet für Justizmitarbeitende auch eine tiefgehende Veränderung der Arbeitsweise.

(Bildquelle: stockasso/123rf.com)

Sachsen-Anhalt ist einen weiteren Schritt bei der Digitalisierung der Justiz gegangen: In der gesamten Verwaltungsgerichtsbarkeit des Landes wurde die elektronische Prozessakte erfolgreich eingeführt. Am Oberverwaltungsgericht (OVG) Sachsen-Anhalt mit Sitz in Magdeburg sowie an den Verwaltungsgerichten (VG) Halle (Saale) und Magdeburg bearbeiten nun rund 120 Bedienstete die Verfahren vollständig elektronisch im Echtbetrieb. Damit, so das Justizministerium, sei ein zentrales Digitalisierungsprojekt der Justiz erfolgreich gestartet. Zum Einsatz kommt dabei eine Fachanwendung des e²-Verbundes, dem neben Sachsen-Anhalt auch Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und das Saarland angehören. Fachlich und technisch begleitet wurde der Einführungsprozess in Sachsen-Anhalt von Dataport.

Ohne Flexibilität und Einsatzbereitschaft geht es nicht

Dass die Umstellung auf elektronische Aktenführung mehr als nur die Implementierung einer neuen IT-Lösung ist, macht der Präsident des Oberverwaltungsgerichts, Oliver Becker, deutlich. Er spricht von einem tiefgreifenden Wandel in der Verwaltungsgerichtsbarkeit, der neben einem ohnehin fordernden Tagesgeschäft bewältigt werden musste. „Insbesondere für die Bediensteten im nicht-richterlichen Dienst bedeutet die Einführung der E-Akte einen erheblichen Umbruch der täglichen Arbeitsweise. Arbeitsplätze, Abläufe und Routinen haben sich innerhalb kürzester Zeit grundlegend verändert“, so Becker. Dennoch sei die Umsetzung an allen drei Gerichten trotz aller Hindernisse gut gelungen und die elektronische Akte von den Bediensteten gut angenommen worden.

Nachdem nun die Verwaltungsgerichtsbarkeit vollständig mit der elektronischen justiziellen Akte arbeitet, laufen die Einführungsprozesse in den weiteren Bereichen der Justiz des Landes nach Angaben des Justizministeriums auf Hochtouren.





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