Sachsen-AnhaltDeutlicher Schub für schnelles Internet

[02.06.2026] Sachsen-Anhalt meldet Fortschritte beim Breitband-Ausbau. Ende 2025 hatten knapp 49 Prozent der Haushalte Zugang zu Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude oder in die Wohnung. Auch der Anteil gigabitfähiger Anschlüsse stieg nach Angaben des Infrastrukturministeriums deutlich.
Nahaufnahme von Glasfaserkabeln.

Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude oder in die Wohnung erreichen in Sachsen-Anhalt inzwischen knapp die Hälfte der Haushalte.

(Bildquelle: wklzzz/123rf.com)

Die digitale Infrastruktur in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen Jahren weiter verbessert. Wie aus einer Meldung des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales hervorgeht, haben inzwischen 97,53 Prozent der rund 1,1 Millionen Haushalte im Land Zugang zu Internetanschlüssen mit mindestens 30 Mbit pro Sekunde. Anschlüsse mit mindestens 100 Mbit pro Sekunde stehen demnach 93,08 Prozent der Haushalte zur Verfügung. Infrastrukturministerin Lydia Hüskens sagte in Magdeburg, das Land habe beim Ausbau leistungsfähiger Internetanschlüsse erheblich an Tempo gewonnen und die Versorgung spürbar verbessert. Mitte 2021 lag der Anteil der Haushalte mit Anschlüssen von mindestens 100 Mbit pro Sekunde noch bei 84,43 Prozent. Innerhalb von vier Jahren stieg er damit um fast neun Prozentpunkte.

Knapp die Hälfte hat Glasfaserzugang

Besonders stark legte nach Angaben des Ministeriums die Versorgung mit gigabitfähigen Anschlüssen zu. Der Anteil der Haushalte mit Anschlüssen von 1 Gbit pro Sekunde, einschließlich Kabelnetzen, stieg von 25,96 Prozent Mitte 2021 auf 65,37 Prozent Ende 2025. Damit hat er sich mehr als verdoppelt. Auch beim Glasfaser-Ausbau bis ins Gebäude oder in die Wohnung meldet Sachsen-Anhalt deutliche Fortschritte. Der Versorgungsgrad mit FTTB/H-Anschlüssen stieg laut Ministerium von 13,07 Prozent Mitte 2021 auf 48,74 Prozent Ende 2025. Damit verfügt inzwischen knapp die Hälfte der Haushalte über einen entsprechenden Glasfaserzugang.

Weniger weiße Flecken

Zugleich seien bestehende Versorgungslücken deutlich reduziert worden, erklärte Hüskens. Die sogenannten weißen Flecken, also Gebiete mit weniger als 30 Mbit pro Sekunde, machten Mitte 2021 noch knapp neun Prozent aus. Bis Ende 2025 sank ihr Anteil auf unter drei Prozent. Nach Angaben der Ministerin liegen die verbleibenden Versorgungslücken überwiegend in ländlichen Regionen. Dort sei der Ausbau wegen größerer Entfernungen und geringerer Besiedlungsdichte technisch und wirtschaftlich aufwendiger.

Seit dem Start der Breitbandförderung im Jahr 2008 wurden in Sachsen-Anhalt nach Angaben des Ministeriums insgesamt 500 Millionen Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln für den Ausbau der digitalen Infrastruktur mobilisiert. Die Mittel flossen insbesondere in ländliche Regionen, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau häufig nicht möglich gewesen wäre.

Förderung und private Investitionen

Der Ausbau beruht laut Ministerium nicht allein auf staatlicher Förderung. Ergänzend hätten sich mehr als 30 Telekommunikationsunternehmen am eigenwirtschaftlichen Netzausbau beteiligt. Hüskens führte die Fortschritte auf das Zusammenspiel aus öffentlicher Förderung und privaten Investitionen zurück. Dieses habe wesentlich dazu beigetragen, digitale Versorgungslücken in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren zu verkleinern. Welche Ausbauziele das Land für die kommenden Jahre verfolgt oder welche Regionen als Nächstes erschlossen werden sollen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.



Stichwörter: Breitband, Sachsen-Anhalt


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