[2026-09-01 07:10:29] Ab dem 7. August gab es einen Cyber-Angriff auf das Berliner Datennetz. Zunächst hieß es, dass dabei nur Daten erbeutet wurden, die ohnehin öffentlich zugänglich sind. Nun räumte der Senat ein, dass es „weitere Datenabflüsse“ gegeben habe. Die Hacker versuchen, das Land Berlin damit zu erpressen.
Person mit Lapttop auf Sofa, das Bild ist überlagert mit diversen Vorhängeschloss-Icons.

Daten im Berliner Landesnetz waren offenbar nicht genügend gesichert – es kam zu einem größeren Datendiebstahl.

(Bildquelle: 123rf.com / melpomen)

Am Montag vor zwei Wochen (17. August 2026) wurde bekannt, dass es einen Cyber-Angriff auf das Berliner Landesnetz gegeben hat. In diesem Zuge wurden schon am 14. August zwei Senatsverwaltungen vom Netz genommen, zahlreiche wichtige Leistungen standen zeitweilig nicht zur Verfügung. Am darauffolgenden Sonntag (23. August), teilte das Presse- und Informationsamt des Landes mit, dass alle Senatsverwaltungen wieder „grundsätzlich arbeitsfähig“ seien (wir berichteten). Nach und nach geraten immer mehr Details zu dem Vorfall ans Tageslicht.

Doch Daten abgeflossen

Während es anfangs hieß, dass bei dem Vorfall zwar einige Daten abgeflossen seien, es sich dabei aber um ohnehin öffentlich zugängliche Open Data gehandelt habe, teilte das Berliner Presseamt nun mit, „dass es im Geschäftsbereich der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt infolge des IKT-Vorfalls im Landesnetz Berlin zu weiteren Datenabflüssen gekommen“ sei. Die Daten seien bereits vor der Netzabtrennung, zwischen dem 7. und 12. August, abgeflossen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch personenbezogene oder sonstige nicht-öffentliche Daten betroffen seien. „Derzeit gehen wir davon aus, dass der Angriff eingedämmt werden konnte. Die forensischen Untersuchungen und das Scanning des Landesnetzes Berlin dauern jedoch bis auf Weiteres an. Auch der IKT-Notfallstab bleibt bis auf Weiteres aktiv“, erklärte Berlins CDO Florian Hauer.

Erpressungsversuch mit brisanten Inhalten

Am vergangenen Freitag wurde dann bekannt gegeben, dass es den Versuch gibt, das Land Berlin zu erpressen. Welche Rolle die erbeuteten Daten dabei spielen und was im Fall der Nichterfüllung der Forderungen angedroht wird, teilt das Land Berlin wiederum nicht mit. „Die Untersuchungen zu Inhalt und Umfang der abgeflossenen Daten werden mit großer Intensität vorangetrieben“, so die Senatskanzlei. Der Berliner Tagesspiegel weiß hier offenbar schon mehr: Einem aktuellen Bericht zufolge sollen die Daten im Darknet zum Verkauf angeboten werden. Insgesamt sind laut dem Medium 5,79 Terabyte abgeflossen, darunter sollen sich teils brisante, teils als Verschlusssache deklarierte Unterlagen, Passwörter, Personalakten sowie Bankdaten aus der höchsten Führungsebene befinden. Noch bis kommenden Freitagnachmittag sollen Gebote zum Kauf dieser Daten abgegeben werden können.

Untersuchungen gehen weiter

Eingehen will man auf den Erpressungsversuch jedenfalls nicht: „Das Land Berlin lässt sich nicht erpressen“, ließen sich der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger zitieren. Mit Hochdruck werde gegen die mutmaßlichen Täter des Hacker-Angriffs ermittelt, dabei arbeiten das Landeskriminalamt Berlin, die Staatsanwaltschaft und die Sicherheitsbehörden des Bundes eng zusammen. Die Untersuchungen zu Inhalt und Umfang der abgeflossenen Daten dauern nach Senatsangaben weiterhin an. Die zuständigen Stellen wie die Landesdatenschutzbeauftragte und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) werden laut Senatskanzlei fortlaufend über die neuen Kenntnisse unterrichtet.

... mehr...

Aktuelle Meldungen

publicplanTeil der Allgeier-Gruppe

[29.01.2021] publicplan ist seit dem 1. Januar Teil der Allgeier-Gruppe und erhält damit Zugriff auf ein breites Netzwerk an IT-Spezialisten im E-Government-Bereich. Allgeier wiederum will durch die Übernahme die Geschäftssparte im Public-Sector-Bereich stärken. mehr...

Schlichtungsstelle LuftverkehrZahlungsansprüche online stellen

[29.01.2021] Die behördliche Schlichtungsstelle Luftverkehr beim Bundesamt für Justiz (BfJ) hat einen neuen medienbruchfreien Service im Angebot: Fluggäste können ihre Zahlungsansprüche jetzt online beantragen, beispielsweise wenn ihr Flug ausfällt oder überbucht ist. mehr...

Weitere Meldungen

Seinen 30. Geburtstag begeht das BSI auch im Rahmen des erstmals in digitalem Format stattfindenden Deutschen IT-Sicherheitskongresses.

IT-Sicherheitskongress: BSI feiert 30. Geburtstag

[28.01.2021] Zum 30. Geburtstag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt es eine Premiere: Coronabedingt wird der vom BSI ausgerichtete Deutsche IT-Sicherheitskongress digital stattfinden. mehr...

Auf dem Smartphone VS-NfD-konform texten.
bericht

IT-Sicherheit: Mobile Integrität wahren

[28.01.2021] Wenn Mitarbeiter behördliche Informationen über private Messenger-Dienste austauschen, drohen Sicherheitslücken und DSGVO-Verstöße. Eine Lösung, die auf einer Container-Technologie basiert, kann mobile Kommunikation nach höchsten Standards schützen. mehr...

100 Millionen Euro sollen aus dem Förderpaket des Bundes für die Verwaltungsdigitalisierung nach Niedersachsen fließen.

Niedersachsen: 100 Millionen für Verwaltungsdigitalisierung

[27.01.2021] Aus einem Förderpaket des Bundes sollen nun 100 Millionen Euro für die Digitalisierung der Verwaltung in Niedersachsen verwendet werden. In erster Linie sollen die Gelder in den Bereich der Gesundheitsleistungen fließen. mehr...

Nach dem Einer-für-Alle-Prinzip übernimmt Thüringen zwei Schwerpunkte bei der bundesweiten OZG-Umsetzung.

Thüringen: Zwei OZG-Schwerpunkte

[27.01.2021] Nach dem Einer-für-Alle-Prinzip wird Thüringen zwei Schwerpunkte bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) angehen. Das haben jetzt Thüringens CIO Hartmut Schubert und Bundes-CIO Markus Richter besprochen. mehr...

bericht

IT-Sicherheit: Angriffen Paroli bieten

[26.01.2021] Baden-Württemberg will bei der Abwehr von Internet-Kriminalität schlagkräftiger werden und gründet dazu eine eigene Cyber-Sicherheitsagentur. Diese soll künftig als zentrale Koordinierungs- und Meldestelle fungieren. mehr...

Die Impfungen gegen das Coronavirus werden in Bayern samt Terminvereinbarung mithilfe einer Software organisiert.

Bayern: BayIMCO bewährt sich beim Impf-Management

[26.01.2021] Über die Software BayIMCO können die bayerischen Impfzentren alle Management-Prozesse der Impfungen gegen das Coronavirus abwickeln. Die Bürger wiederum können sich online für einen Impftermin anmelden. Ein Einladungsmanagement ergänzt die Terminvergabe. mehr...

Online-Ausweisen: Neuerungen ab Januar 2021

[26.01.2021] Seit diesem Jahr ist das nachträgliche Aktivieren der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises kostenlos. Auch die PIN kann jetzt gebührenfrei geändert werden. Seit 1. Januar kann zudem die eID-Karte für Unionsbürger beantragt werden. mehr...

Sachsen hat ein neues Bürgerportal gestartet

Sachsen: Online-Bürgerportal gegen Hass im Netz

[26.01.2021] Im Kampf gegen Hasskriminalität im Web geht Sachsen einen weiteren Schritt: Über die Online-Wache der Polizei Sachsen können Bürger jetzt strafbare Hasskommentare direkt zur Anzeige bringen. mehr...

Berlin: 5.000 Notebooks für die Bezirke

[25.01.2021] In Berlin soll die mobile Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter erhöht werden. Das ITDZ Berlin unterstützt die Bezirke bei der Beschaffung der entsprechenden Hardware und bei der Anpassung der Infrastruktur. mehr...

BAföG: Antrag per App einreichen

[25.01.2021] Für BAföG-Berechtigte aus Hamburg ist der Weg zur Sozialleistung noch kürzer geworden: Es ist nun möglich, Anträge und die erforderlichen Unterlagen beim zuständigen Amt per App einzureichen. mehr...

Damit die Unfallaufnahme schneller vonstatten geht

Baden-Württemberg: App für die digitale Unfallaufnahme

[25.01.2021] Um die polizeiliche Unfallaufnahme nach Verkehrsunfällen zu erleichtern, werden Baden-Württembergs Polizisten nun mit einer Handy-App ausgestattet, die das Hantieren mit Papierformularen überflüssig macht. Weitere digitale Lösungen sind in der Planung und Umsetzung. mehr...

N3GZ-Workshop am Joint Innovation Lab in Lübeck.
bericht

Netzwerk: Der Nachwuchs organisiert sich

[25.01.2021] Sich als Neuling in der facettenreichen E-Government-Szene zurechtzufinden ist gar nicht so einfach. Das Netzwerk N3GZ bietet Nachwuchskräften deshalb die Möglichkeit, fachübergreifend Anschluss zu finden und sich auf Augenhöhe auszutauschen. mehr...

Eine Branchenlösung zur digitalen Aktenführung und Vorgangsbearbeitung bei der Polizei bietet das Unternehmen PDV an.

PDV: Neue VIS-Lösung für die Polizei

[25.01.2021] PDV bietet mit VIS-Polizei eine Branchenlösung zur digitalen Aktenführung und Vorgangsbearbeitung speziell bei der Polizei an. Ermittlungs-, Kriminal- und Verwaltungsakte können damit auf einer digitalen Plattform geführt werden. mehr...

1 227 228 229 230 231 307