BremenChatbot im Bürgerservice

[09.09.2019] Häufig gestellte Bürgerfragen könnte in Bremen künftig ein Chatbot beantworten. Entwickelt wird er vom Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) an der Universität Bremen.
Die IDA-Chatbot-Technologie soll den Bürgerservice in Bremen erweitern.

Die IDA-Chatbot-Technologie soll den Bürgerservice in Bremen erweitern.

Nina und Dirk Wenig haben die Lösung am TZI entwickelt.

(Bildquelle: GfG/Universität Bremen)

Das Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen wird einen Chatbot für den Bremer Bürgerservice entwickeln. Wie das TZI mitteilt, wurde es vom Senator für Finanzen mit der Erforschung eines Chatbots beauftragt, der Textnachrichten automatisch verarbeitet. Ziel sei die Entwicklung eines prototypischen digitalen Assistenten, der mit Bremer Bürgern erprobt wird. Der Chatbot soll häufig gestellte Fragen zu Dienstleistungen, etwa zur Ausstellung eines Personalausweises beantworten. Um den Bürgerservice zu optimieren, wird das Anfrageverhalten der Nutzer anonym dokumentiert, analysiert und aufbereitet. Die Mitarbeiter des Bremer Bürgertelefons werden von Anfang an in das Projekt eingebunden, berichtet das TZI. „Wir möchten den Service für die Bürgerinnen und Bürger mit einem zusätzlichen Informationskanal verbessern“, erklärt Finanzstaatsrat Hans-Henning Lühr. „Der Vorteil: Der Chatbot ist rund um die Uhr erreichbar. Das bewährte Angebot des Bürgertelefons Bremen bleibt erhalten.“
Die Wissenschaftler der Universität Bremen setzen bei dem Projekt auf die am TZI entwickelte IDA-Chatbot-Technologie, teilt das Technologie-Zentrum weiter mit. IDA könne sich mithilfe von maschinellen Lernverfahren (ML) weitgehend selbst trainieren, indem beispielsweise Informationen von Websites oder Broschüren analysiert werden. „Das System bietet aber auch die Möglichkeit, das erworbene Wissen gezielt zu kontrollieren und zu erweitern – dazu stellt es die gelernten Zusammenhänge übersichtlich und verständlich auf einer Website dar“, erläutert Nina Wenig, welche die Technologie gemeinsam mit Dirk Wenig entwickelt hat. „So wird unter anderem vermieden, dass der Chatbot sich eigenständig Antworten aneignet, die im Umgang mit den Kunden unerwünscht wären.“ Die IDA-Chatbot-Technologie ist laut TZI so konzipiert, dass sie sich mit vergleichsweise geringem Aufwand für unterschiedliche Zwecke einsetzen lässt.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
bericht

eGovernment-Wettbewerb: BW-Empfangsclient auf dem zweiten Platz

[24.09.2026] Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat mit dem BW-Empfangsclient einen zweiten Platz beim eGovernment-Wettbewerb 2026 erreicht. Die Infrastrukturkomponente soll Behörden einen einfachen Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen ermöglichen – auch wenn ihre Fachverfahren noch nicht durchgängig digital angebunden sind. mehr...

EU-System DIWASS: Deutschland bindet Abfallverfahren an

[24.09.2026] Die Länderarbeitsgemeinschaft „Gemeinsame Abfall DV-Systeme“ bindet die deutschen Verfahren für grenzüberschreitende Abfalltransporte an das europäische Digital Waste Shipment System an. Technologiepartner bei der Umsetzung ist die Firma cit. mehr...

Mehrere Auszeichnungen des eGovernment-Preises in Form gläserner Rechtecke, mittig die Auszeichnung des 3. Preises.

eGovernment-Wettbewerb: Auszeichnung für Digitales Jobcenter

[23.09.2026] Digitale Verwaltungsangebote kämpfen mitunter mit geringen Nutzungszahlen. Dass gezielte Verbesserungen Abhilfe schaffen, zeigt ein gemeinsames Projekt von Bundesarbeitsministerium und Bundesagentur für Arbeit. Anträge des Jobcenters wurden untersucht und überarbeitet – und steigerten die Nutzungsquote. mehr...

Berlin: Zentrale Plattform für Baustellenkoordinierung

[23.09.2026] Berlin will die Koordinierung von Baustellen in einer zentralen digitalen Plattform bündeln. Planung, Antragstellung, Genehmigung, Koordinierung und Kontrolle sollen künftig auf einer gemeinsamen Datenbasis zusammenlaufen. mehr...

Normenkontrollrat: Seit 20 Jahren für bessere Rechtsetzung

[16.09.2026] Der Nationale Normenkontrollrat besteht seit 20 Jahren. Das ursprünglich zur Kontrolle von Bürokratiekosten eingesetzte Gremium beschäftigt sich heute auch mit Verwaltungsdigitalisierung und Staatsmodernisierung. Zum Jubiläum fordert der Rat eine frühere Beteiligung an Gesetzgebungsverfahren und stärkere Praxistests. mehr...

Graues Büro mit leichtenden Leitsystem-Displays

digitalSIGNAGE: Digitale Bürgerkommunikation für Rathaus & Co.

[28.08.2026] Digitale Informations- und Anzeigesysteme können das Personal in Kommunen entlasten: Sie erleichtern die Orientierung, organisieren den Besucheraufruf und informieren. Der ISO/IEC 27001 zertifizierte Anbieter digitalSIGNAGE deckt dafür ein breites Produktspektrum ab. mehr...

Berliner Rathaus, daneben der Fernsehturm

Berlin: Wer macht was?

[11.08.2026] Der im Juni beschlossene Zuständigkeitskatalog soll die Aufgabenverteilung innerhalb der Berliner Verwaltung klar regeln und das notorische „Behörden-Ping-Pong“ beenden. Nun ist das Kernstück der Berliner Verwaltungsreform auch online einsehbar. mehr...

Hände auf Laptop-Tastatur, darüber schwebt ein Briefumschlag-Icon

Saarland: Digitaler Rückkanal für BAföG-Anträge

[07.08.2026] Im Saarland kann schon seit längerem staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) digital beantragt werden. Dabei kommt das bundesweite BAföG-Portal zum Einsatz. Nun können Antragstellende ihre BAföG-Bescheide auch digital empfangen. mehr...

Säulengrafik aus dem Bitkom-DESI 2026

Bitkom-DESI-Index: Platz 17 im EU-Digitalranking

[06.08.2026] Im Bitkom-DESI-Index 2026, der Fortschritte der Digitalisierung in den EU-Ländern misst, belegt Deutschland Platz 17 im Gesamtranking, vorne liegen Dänemark, Finnland und die Niederlande. Unter den fünf bevölkerungsreichsten Flächenstaaten liegt die Bundesrepublik dagegen auf Rang 2. mehr...

Nahaufnahme einer Person (Torso) mit grünem Pullover, die an einem Holztisch sitzt und mit dem Smartphone hantiert.

Thüringen: Projekt „Amsel“ auf der Zielgeraden

[29.07.2026] Thüringens Finanzämter haben mehr als 50.000 Vorschläge für eine Einkommensteuerfestsetzung ohne vorherige Steuererklärung verschickt. Rund ein Drittel der Angeschriebenen hat dem Verfahren bislang zugestimmt. mehr...

Nüchternes Büro mit einigen herumstehenden Personen im Hintergrud, vorne auf dem Tisch laptop mit E-Learning-Log-In-Screen

Studie: Digitale Weiterbildung im Public Sector

[27.07.2026] Digitale Selbstlernangebote werden im öffentlichen Dienst bislang kaum systematisch genutzt. Eine Studie für den IT-Planungsrat sieht die größten Hürden nicht bei Zertifikaten, sondern bei fehlenden Kompetenzmodellen, Prozessen und technischen Strukturen. mehr...

Rechenzentrum von innen, Blick in eine Gasse mit blau beleuchteten Server-Racks.

Hessen/Rheinland-Pfalz: Gemeinsames Fundament für die Steuer-IT

[23.07.2026] Hessen stellt der rheinland-pfälzischen Steuerverwaltung mehr als 400 Quadratmeter Rechenzentrumsfläche in Frankfurt bereit. Eine langfristige Kooperation soll zudem gemeinsame Vorhaben bei Cloud-Infrastrukturen, KI und automatisierten Steuerverfahren ermöglichen. mehr...

Mehrere Menschen stehen vor einem Aufsteller mit der Aufschrift „Startuphafen SH“.

Schleswig-Holstein: Schnell ein Unternehmen gründen

[10.07.2026] Eine von acht Pilotregionen beim bundesweiten BMDS-Projekt „Schneller Gründen“ ist Nordfriesland. Der dort entwickelte Startuphafen bündelt Informationen und Verwaltungsangebote zur Unternehmensgründung – und soll bald weiteren Städten und Kreisen im Land zur Verfügung stehen. mehr...

Ein roter Bauhelm liegt auf dem Asphaltboden, im Hintergrund unscharf eine Baustelle.

Niedersachsen: Bauleitplanung landesweit digital

[08.07.2026] Niedersachsen hat für seine Kommunen flächendeckend das digitale Verfahren DiPlanCockpit PRO für die Bauleitplanung eingeführt. Das neue Online-System soll Planungsverfahren schneller und einfacher machen. mehr...

Mutter spielt mit den Füßen eines Neugeborenen

GovTech Deutschland: Elterngeldverfahren föderal nachnutzen

[06.07.2026] Das Elterngeldverfahren steht perspektivisch auf der Deutschlandplattform zur föderalen Nachnutzung zur Verfügung. Die von GovTech Deutschland verantwortete Migration zeigt, wie bestehende Verwaltungsverfahren effizient und in kurzer Zeit auf eine moderne Plattformarchitektur überführt werden können. mehr...