Gaia-XDaten-Cloud auf europäischer Ebene

[30.10.2019] Mit Gaia-X hat das Bundeswirtschaftsministerium nun ein Projekt für eine Daten-Cloud auf europäischer Ebene vorgestellt. Die Lösung soll nicht nur digitale Souveränität gewährleisten, sondern auch Innovationen in Europa fördern.
Bundeswirtschaftsministerium stellt mit Gaia-X ein Projekt für eine Daten-Cloud auf europäischer Ebene vor.

Bundeswirtschaftsministerium stellt mit Gaia-X ein Projekt für eine Daten-Cloud auf europäischer Ebene vor.

(Bildquelle: BMWi)

Beim Digitalgipfel der Bundesregierung (28. bis 29. Oktober 2019) in Dortmund hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Datensouveränität und europäische Lösungen bei digitalen Infrastrukturen ausgesprochen. Die Bundeskanzlerin warnte davor, sich beim Austausch sensibler Daten in die Abhängigkeit der großen Konzerne zu begeben. Vielmehr müsse der Ansatz sein, dass „Europa alles kann, eben auch eine eigene Datenstruktur erfolgreich zu entwickeln und zu betreiben.“
Mit Gaia-X (wir berichteten) wollen Vertreter der Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam mit weiteren europäischen Partnern eine sichere und vernetzte Dateninfrastruktur schaffen, die den höchsten Ansprüchen an digitale Souveränität genügt und Innovationen fördert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat jetzt das supranationale Cloud-Projekt vorgestellt. Wie das Ministerium mitteilt, wurden im Rahmen von Gaia-X die Grundlagen für den Aufbau einer vernetzten, offenen Dateninfrastruktur auf Basis europäischer Werte erarbeitet. Ziel sei die Vernetzung dezentraler Infrastrukturdienste zu einem homogenen, nutzerfreundlichen System. Die daraus entstehende Dateninfrastruktur stärke sowohl die digitale Souveränität der Nachfrager von Cloud-Dienstleistungen als auch die Skalierungsfähigkeit und Wettbewerbsposition europäischer Cloud-Anbieter.
Gaia-X sei offen für nationale und europäische Initiativen mit ähnlicher Zielrichtung. Aufbauend auf existierenden Lösungen und deren Weiterentwicklung „wollen wir aus Europa heraus wettbewerbsfähige Angebote für die Welt entwickeln“, heißt es in der Broschüre zum Projekt. Auch über die Grenzen Europas hinweg sei die Interoperabilität von Gaia-X von Vorteil. Die Cloud sei zwar als Alternative zu amerikanischen und chinesischen Anbietern gedacht, deren Mitwirkung und Kompatibilität zum europäischen Projekt sollen aber weiterhin gegeben sein.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Zwei Männer in formaler Office-Kleidung stehen vor einer grauen Betonwand.

GovTech Campus Deutschland: BSI erarbeitet sichere Cloud

[09.04.2024] Cloud Computing gilt als Rückgrat und Treiber der Digitalisierung in vielen Bereichen, auch bei der Verwaltungsdigitalisierung. Nun ist das BSI dem GovTech Campus Deutschland beigetreten, wo es im Rahmen eines Reallabors die Sicherheit von Public Clouds untersuchen und verbessern will. mehr...

bericht

Infrastruktur: Container-Plattformen erobern die IT-Landschaft

[04.04.2024] Container-Technologie hat sich weltweit als De-facto Standard in der IT-Infrastruktur etabliert, was ihren umfassenden Einsatz auf Cloud-Plattformen und auch in den Rechenzentren der öffentlichen Verwaltung unterstreicht. Für einen effizienten Betrieb dieser Technologie sind jedoch spezielle Plattformen notwendig, die eine optimale Verwaltung und Orchestrierung der Container ermöglichen. mehr...

Composite-Bild einer Computer-Tastatur, die Enter-Taste mit einem Cloud-Symbol

Nordrhein-Westfalen: Eine Cloud für die Landesverwaltung

[04.04.2024] Das nordrhein-westfälische Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung und der Landesbetrieb IT.NRW setzen künftig auf Cloud-basierte Lösungen. Die Unternehmen Ionos und Computacenter erhielten den Auftrag für Aufbau und Betrieb einer umfassenden Cloud-Lösung für die Landesverwaltung. mehr...

Zwei junge Menschen (männlich und weiblich) sitzen gemeinsam in einem Büro vor einem Computer-Bildschirm.

Schleswig-Holstein: Einstieg in den Umstieg

[03.04.2024] Schleswig-Holstein setzt künftig auf einen digital souveränen IT-Arbeitsplatz in der Landesverwaltung. Die Beschäftigten werden in einem ersten Schritt auf das lizenzfreie Programm LibreOffice umsteigen. Auch beim Betriebssystem, der Kollaborationsplattform, dem Verzeichnisdienst, Fachverfahren und Telefonie soll ein Wechsel zu freier Software erfolgen. mehr...

Das Bild zeigt eine stilisierte Platine mit einem Cloud-Symbol in der Mitte.

ITZBund: Private Cloud von Ionos

[02.04.2024] Das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) setzt beim Aufbau einer Private Enterprise Cloud auf die Expertise von Ionos. Diese soll die digitale Transformation der Bundesverwaltung vorantreiben und höchsten Sicherheitsstandards genügen. mehr...

Das Bild zeigt die Verkabelung von Servern am Internet-Knoten DE-CIX in Frankfurt.

Hessen: Digitale Infrastruktur schneller ausbauen

[20.03.2024] Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus fordert höhere Investitionen in die Infrastruktur. Mehr Tempo beim Ausbau von Internet-Knoten, Rechenzentren und Glasfaser sei entscheidend für Datenaustausch in Echtzeit, Sicherheit und Energieeffizienz. mehr...

BMI: Startschuss für NOOTS

[19.03.2024] Das National-Once-Only-Technical-System (NOOTS) soll es Behörden erleichtern, elektronische Daten aus Verwaltungsregistern abzurufen. Das Bundesministerium des Innern hat dazu jetzt ein Konsultationsverfahren eingeleitet. mehr...

Das Bild zeigt Code-Zeilen auf einem Bildschirm.

Low-Code-Plattform: Neue Ära der Digitalisierung

[18.03.2024] Appian und Bechtle haben die Ausschreibung für einen Rahmenvertrag für Low-Code-Plattformen der öffentlichen Hand gewonnen. Damit soll die Digitalisierung in Behörden, Universitäten und Krankenhäusern vorangetrieben werden. mehr...

Das Bild zeigt Menschen im neuen Showroom, die sich über den Bundesclient informieren.

ITZBund: Neuer Showroom für den Bundesclient

[04.03.2024] Mit der Eröffnung eines weiteren Showrooms für den Bundesclient erhalten die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung die Möglichkeit, ihren zukünftigen standardisierten IT-Arbeitsplatz, den Bundesclient, hautnah zu erleben. Der Raum bietet Einblicke in die neueste Technik und IT-Sicherheit. mehr...

Das Bild zeigt den Haupteingang der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

Bundesagentur für Arbeit: Software reduziert Komplexität

[29.02.2024] Die Bundesagentur für Arbeit modernisiert ihr IT-Netzwerk mit FNT Command. Die Software-Lösung vereinfacht das Management der IT-Ressourcen und ermöglicht automatisierte Prozesse, die zu erheblichen Kosteneinsparungen führen. mehr...

Das Bild zeigt einen symbolisierten Chatbot vor dem Hintergrund von Nullen und Einsen

Bundesverwaltung: Bundesbots für besseren Service

[27.02.2024] Die Bundesverwaltung führt mit Unterstützung von Materna und Partnern KI-basierte Chatbots ein, um den Bürgerservice zu verbessern und die Effizienz öffentlicher Dienstleistungen zu steigern. mehr...

Das Bild zeigt einen Arbeitsplatzrechner und einen Laptop auf einem Schreibtisch.

Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch“: Vom Intranet zum digitalen Arbeitsplatz

[08.02.2024] Die Stadt Soest hat eine Digital-Workplace-Plattform eingeführt, um die moderne digitale Verwaltung effizient und sicher zu gestalten. Im Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch“ am 28. Februar werden die Funktionen und Vorteile der Lösung vorgestellt. mehr...

adesso/Aleph Alpha: Erweiterte Kooperation

[31.01.2024] Um das Potenzial generativer KI für Wirtschaft und Verwaltung noch besser erschließen zu können, haben IT-Dienstleister adesso und KI-Spezialist Aleph Alpha ihre Zusammenarbeit intensiviert. mehr...

Das Bild zeigt symbolisch eine sichere Cloud-Infrastruktur für die Nutzung von Cloud-Diensten durch die öffentliche Verwaltung.
bericht

Deutsche Verwaltungscloud: Schlüssel zur Digitalen Souveränität

[29.01.2024] In Deutschland soll eine föderale IT-Infrastruktur entstehen, die es Behörden aller Verwaltungsebenen ermöglicht, Cloud-Dienste zu nutzen. Der Weg dorthin ist in der Deutschen Verwaltungscloud-Strategie skizziert. Ein Überblick über den Stand der Dinge. mehr...

Das Bild zeigt das Logo der Arbeitsagentur mit dem Gebäude der Unternehmenszentrale im Hintergrund.

USU: Rahmenvertrag mit der BA

[11.01.2024] Die Bundesagentur für Arbeit setzt weiterhin auf den Anbieter USU für das Management der gesamten IT-Infrastruktur. Das entsprechende System soll nun auf die neueste Software-Version migriert werden. mehr...