Schleswig-HolsteinExamensklausuren elektronisch schreiben

[11.04.2024] In Schleswig-Holstein können die Rechtsreferendarinnen und -referendare die acht fünfstündigen Examensklausuren in der zweiten juristischen Staatsprüfung auch elektronisch am PC schreiben. Auf Anhieb nahmen dies 80 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten in Anspruch.
Notizblock liegt neben einer Tastatur auf dem Tisch.

Die Examensklausuren in der zweiten juristischen Staatsprüfung können in Schleswig-Holstein jetzt auch elektronisch am PC geschrieben werden.

(Bildquelle: Pixabay / Engin Akyurt)

Erstmals können jetzt die Rechtsreferendarinnen und -referendare aus Schleswig-Holstein die acht fünfstündigen Examensklausuren in der zweiten juristischen Staatsprüfung elektronisch am PC schreiben. Das teilt das Ministerium für Justiz und Gesundheit des Landes mit. Die zweite juristische Staatsprüfung werde für die Referendare aus Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zentral durch das gemeinsame Prüfungsamt Hamburg organisiert. Auch Hamburg bietet die E-Klausur an, sodass sie von den Referendarinnen und Referendaren beider Länder gemeinsam genutzt werden kann. Das Prüfungsamt habe eigens hierzu Prüfungsräume in Hamburg angemietet und ausgestattet, die Platz für bis zu 150 Kandidaten bieten. Parallel habe das Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgericht in Schleswig 19 Prüfungsplätze eingerichtet. Die Prüfungsräume in Hamburg wurden bereits Mitte November 2023 eingeweiht. Zu diesem Anlass äußerte sich Hamburgs Justizministerin Kerstin von der Decken: „Durch Einführung der E-Klausur in so kurzer Zeit, nachdem der Bundesgesetzgeber den Weg für das E-Examen bereitet hat, haben die drei Länder gezeigt, dass sie den deutlichen Ruf der künftigen Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmer nach der E-Klausur gehört haben. Dabei wurde trotz des straffen Zeitplans eine technisch zuverlässige Lösung gefunden.“

Rund 640 Referendarinnen und Referendare absolvieren derzeit ihr Referendariat in Schleswig-Holstein, berichtet das Justizministerium des Weiteren. Die Abschlussprüfungen finden alle zwei Monate statt und konnten bislang nur handschriftlich in Hamburg, Lübeck und Schleswig geschrieben werden. Ab dem Jahr 2025 bleiben die Prüfungsstandorte Hamburg und Schleswig bestehen, wobei den Referendarinnen und Referendaren eine zeitlich unbefristete Wahlmöglichkeit zwischen elektronischer und handschriftlicher Anfertigung der Klausuren eingeräumt wird. Auch ein einmaliger Wechsel vom elektronischen zum handschriftlichen Format sei während des laufenden Klausurdurchgangs möglich. Von den 64 Prüfungsteilnehmerinnen und -teilnehmern aus Schleswig-Holstein im laufenden Prüfungsdurchgang haben sich insgesamt 50 Personen auf Anhieb entschieden, das Examen elektronisch zu schreiben.





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