BerlinFörderung für digitale Hochschulen

[15.11.2022] Das Land Berlin will in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 26 Millionen Euro ausgeben, um seine Hochschulen bei der umfassenden Digitalisierung zu unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Inklusionsförderung und der Weiterentwicklung der Barrierefreiheit.

Um die Digitalisierung im Hochschulbereich zu stärken, will das Land Berlin seine staatlichen und konfessionellen Hochschulen in den Jahren 2022 und 2023 mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 26 Millionen Euro unterstützen. Davon sollen vier Millionen Euro sogar schon im Jahr 2022 zur Verfügung stehen. Mit dieser Infrastrukturoffensive bringt die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung in den eigenen Worten „die nächste große Investition in die Zukunft der Hochschulen“ auf den Weg. Zuvor hatte sie die Hochschulen während der Pandemie bereits mit dem Programm VirtualCampusBerlin bei der Umsetzung der digitalen Lehre unterstützt.
Nun soll die digitale Hochschulbildung in der Breite umgesetzt werden. Durch digitale Lösungen, Instrumente und Konzepte sollen Studium und Lehre partizipativer, inklusiver und vielfältiger und die notwendige Infrastruktur für qualitätsgesicherte digitale Lehre weiter ausgebaut werden. Ein besonderer Fokus liegt darauf, Inklusion zu fördern: Mindestens zehn Prozent der Fördermittel sollen in die Weiterentwicklung der Barrierefreiheit fließen.

Auch Netzerweiterungen vorgesehen

Die Hochschulen sollen mit den zur Verfügung gestellten Mitteln in verschiedene Bereiche investieren können, um ihrem Bedarf gerecht zu werden. Dazu zählt der Ausbau der Infrastruktur und der technischen Ausstattung zur Nutzung digitaler und hybrider Lehre, die Einrichtung innovativer Lehr- und Lernräume, WLAN-Abdeckung beziehungsweise Bandbreitenerweiterung, IT-Sicherheit und die digitale Weiterentwicklung der Bibliotheksdienste. Damit will der Berliner Senat der Vielfältigkeit der Hochschullandschaft Rechnung tragen.
Bei der Umsetzung der Infrastrukturvorhaben soll das Zuse-Institut Berlin (ZIB) eine wichtige Rolle spielen. Am ZIB wird unter anderem das Berliner Hochgeschwindigkeitsdatennetz BRAIN betrieben, über das die IT-Kommunikation der öffentlichen Einrichtungen von Wissenschaft, Bildung und Kultur des Landes Berlin verläuft. Im Rahmen der Sonderfinanzierung sollen für die Hochschulen wichtige Netzerweiterungen und -verbesserungen in Angriff genommen werden.



Stichwörter: Hochschul-IT, Berlin


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