StudieKann die Cloud Vertrauen schaffen?

[04.07.2023] Eine neue Studie zeigt eine ambivalente Haltung der Deutschen: Einerseits wird die Digitalisierung im öffentlichen Sektor befürwortet, andererseits bestehen starke Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Öffentliche Institutionen müssen also mehr in Datenschutz investieren.

Mehr als die Hälfte der Deutschen weiß wenig oder gar nichts über Maßnahmen zum Schutz ihrer persönlichen Daten. Dennoch wollen mindestens 80 Prozent, dass Institutionen wie öffentliche Verwaltungen und Krankenhäuser stärker digitalisiert werden. Dies ergab eine Studie, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Cloud-Anbieters VMware durchgeführt hat und an der auch der VMware-Partner plusserver beteiligt war.
So gaben 88 Prozent der Befragten an, dass sie offen dafür wären, eine elektronische Patientenakte zu nutzen und darin ihre personenbezogenen Daten anzugeben. 82 Prozent wären bereit, ihre Steuererklärungen mit einem Online-Tool zu machen und somit ihre Daten in digitaler Form mit Finanzbehörden zu teilen. 80 Prozent sind für die Nutzung ihrer Daten im öffentlichen Verkehr, wenn dadurch Stauaufkommen reduziert wird – all dies unter der Voraussetzung, dass die Daten umfangreich geschützt seien. Nach Ansicht von VMware brauche es daher sichere technologische Lösungen wie eine Sovereign Cloud, „um sensible Daten zu schützen und auf die Sorgen der deutschen Bürger einzugehen“.
Des Weiteren wünschen sich die Deutschen, dass ihre Daten möglichst lokal gespeichert werden, also direkt in Verwaltungen und öffentlichen Institutionen. Dies lässt sich laut VMware damit erklären, dass 38 Prozent der Befragten jederzeit Zugriff auf und Kontrolle über ihre Daten haben möchten. Trotz des Wunsches, dass die Prozesse in Krankenhäusern und öffentlichen Institutionen digitaler werden, haben 87 Prozent der Befragten Zweifel, dass ihre Daten etwa in Finanzbehörden ausreichend geschützt sind, so die Studie. 32 Prozent wollen gar, dass ihre personenbezogenen Daten weiterhin am liebsten auf Papier aufbewahrt werden.

Souveräne Clouds gefragt

Trotz des starken Bedürfnisses nach Datensicherheit sind mehr als drei Viertel der Deutschen wenig oder gar nicht über nationale oder europäische Maßnahmen zum Schutz ihrer persönlichen Daten informiert oder glauben nicht an deren Nutzen. Die großen öffentlichen IT-Dienstleister in Bund und Ländern seien aber bereits heute ein sicherer Hort für die Daten der Bürger. Dass dieses hohe Maß an Datensicherheit den meisten Bürgern nicht bewusst ist, sollte Ansporn sein, hier für mehr Transparenz und öffentliche Wahrnehmung zu sorgen, betont André Schulz, Strategic Account Director Government bei VMware Deutschland.
Neben der politischen Regulierung zum Schutz personenbezogener Daten gebe es auf technologischer Seite eine passende Lösung: Der Sovereign-Cloud-Ansatz stelle Cloud-Dienste bereit, die keine Anbieterabhängigkeiten erzeugen, betont VMware. Jede Funktionalität könne, unabhängig vom Anbieter, zu jedem Zeitpunkt genutzt werden. Zudem erfülle eine solche Lösung alle gültigen, rechtlichen Anforderungen. Die Daten und deren Nutzbarkeit blieben stets beim Nutzer, und auch ein administrativer Zugriff von außerhalb sei unmöglich. Das Konzept der Sovereign Cloud erfülle somit alle Anforderungen, welche die Deutschen in der Studie an digitale Services in den Bereichen Gesundheitswesen, Verwaltung und Finanzen haben.
Souveräne Clouds adressierten eine Vielzahl der in der Studie offengelegten Bedenken, etwa mit Blick auf den Datenschutz sowie die Datenkontrolle. Deren Einsatz könne also dazu beitragen, das Vertrauen der Bevölkerung in den Datenschutz und in Digitalisierungsprozesse zu stärken. Die vorliegende Studie von VMware sollte als Weckruf für öffentliche Institutionen verstanden werden, Klarheit über verwendete Technologien zu schaffen, sagt Manuel Ohnacker, Chief Sales Officer beim Cloud Provider plusserver. Eine rasche Einführung sei „dringend geboten, um das Vertrauen in der Bevölkerung zurückzugewinnen und gleichzeitig die Digitalisierung weiter voranzutreiben“.





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