Baden-WürttembergMobilfunk-Förderung aus Bundesmitteln

[23.08.2023] Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl hat den ersten Förderbescheid aus dem Mobilfunk-Förderprogramm des Bundes übergeben. Mit dem Fördergeld soll in Ingelfingen ein Mobilfunkmast errichtet werden, der dann von den Mobilfunknetzbetreibern genutzt werden kann.
In Stuttgart wurde der erste Förderbescheid aus dem Mobilfunk-Förderprogramm des Bundes für Baden-Württemberg übergeben.

In Stuttgart wurde der erste Förderbescheid aus dem Mobilfunk-Förderprogramm des Bundes für Baden-Württemberg übergeben.

(Bildquelle: Innenministerium Baden-Württemberg)

In Baden-Württemberg ist der erste Förderbescheid aus dem Mobilfunk-Förderprogramm des Bundes in Höhe von rund 910.000 Euro übergeben worden. In Stuttgart überreichten der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales, Michael Theurer, der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl und Ernst Ferdinand Wilmsmann, Geschäftsführer der bundeseigenen Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG), den Bescheid an das Unternehmen Deutsche Funkturm. Das Unternehmen will mit dem Fördergeld einen neuen Mobilfunkmast in Ingelfingen errichten, auf dem dann alle etablierten Mobilfunknetzbetreiber ihre Sende- und Empfangstechnik installieren werden. Damit sollen künftig 110 Haushalte und eine Fläche von 0,52 Quadratkilometern mit 4G- oder 5G-Mobilfunk versorgt werden, wie das Innenministerium Baden-Württemberg berichtet.

Weiße Flecken schließen

Das Bundesförderprogramm Mobilfunk wurde im Rahmen der Gigabitstrategie (wir berichteten) aufgelegt. Es hat ein Gesamtvolumen von 1,1 Milliarden Euro und soll die Schließung so genannter weißer Flecken vorantreiben. Förderfähig sind Gebiete, die privatwirtschaftlich nicht erschlossen werden und für die keine Versorgungsauflagen oder vertragliche Ausbauverpflichtungen bestehen. Auf diese Weise soll – ergänzend zum privatwirtschaftlichen Ausbau und zu Versorgungsauflagen – eine flächendeckende Versorgung mit mobilen Breitbanddiensten erreicht werden. Mit der Umsetzung des Förderprogramms hat die Bundesregierung die Ende 2020 gegründete Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) beauftragt (wir berichteten). Die Bundesförderung bezieht sich ausschließlich auf die Errichtung der Mobilfunkmasten einschließlich der Zuleitung und Stromversorgung. Für die konkrete Sende- und Empfangstechnik sind die Mobilfunknetzbetreiber zuständig, die diese selbst finanzieren und unterhalten.

4G für 97,5 Prozent der Bundesfläche

Bis 2025 sollen 99,95 Prozent der deutschen Haushalte mit 4G-Mobilfunk versorgt sein. In Baden-Württemberg hat die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft bisher 342 Markterkundungsverfahren zur Abfrage eigenwirtschaftlicher Ausbauaktivitäten eingeleitet (Stand: August 2023). Von den bereits 304 abgeschlossenen Markterkundungsverfahren ist in 232 Fällen ein Fördervorverfahren geplant, an 72 Standorten wollen die Mobilfunknetzbetreiber eigenwirtschaftlich ausbauen. „Seit Mitte 2021 hat sich der Anteil der weißen Flecken in Baden-Württemberg um mehr als 26 Prozent reduziert, bei den Funklöchern um 20 Prozent“, sagt Digitalisierungsminister Thomas Strobl. Ziel sei es, bis Ende nächsten Jahres die weißen Flecken im Mobilfunknetz in Baden-Württemberg weitgehend zu beseitigen. Dafür würden Bund, Land, Kommunen und Telekommunikationswirtschaft „gemeinsam die Ärmel hochkrempeln“, so der Minister.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Breitband
Die Marktanalyse 2020 des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) stellt eine positive Entwicklung des Glasfaserausbaus in Deutschland fest.

ANGA: Netzbetreiber nicht ausbremsen

[14.09.2026] Die ANGA sieht kommunale und mittelständische Netzbetreiber als zentrale Träger des Glasfaserausbaus. Der Verband warnt, das geplante Recht auf Vollausbau und neue Zugangspflichten für Gebäudenetze könnten deren Investitionsbereitschaft deutlich schwächen. mehr...

Nahaufnahme vom Ende eines mutmaßlichen Glasfaserkabels mit sehr geringer Tiefenschärfe.

Hessen: Glasfaserausbau im Ländervergleich vorn

[09.09.2026] Der Glasfaserausbau in Hessen kommt weiter voran: Rund 240.000 neue Anschlüsse sind innerhalb eines Jahres entstanden. Bei der Glasfaseranschlussquote liegt das Land mit 37,9 Prozent auf Platz 3 der Flächenländer. mehr...

Balkendiagramm Glasfaseranschlussquote

BREKO: Widersprüchliche Ergebnisse der Marktanalyse 2026

[03.09.2026] Die Glasfaserausbauquote in Deutschland ist laut der aktuellen Marktanalyse des Branchenverbands BREKO binnen eines Jahres um 9,2 Prozentpunkte auf 62 Prozent gestiegen. Dennoch werden die Investitionsbedingungen von den befragten Netzbetreibern deutlich negativ bewertet. mehr...

Im Neckar-Odenwald-Kreis kommt die Glasfaser bis ins Haus.

Breitbandatlas: FTTB/FTTH-Quote steigt stark

[11.06.2026] Neue Zahlen des Gigabit-Grundbuchs zeigen rasche Fortschritte beim Glasfaserausbau. Ende 2025 hatte fast jeder zweite Haushalt Zugang zu einem Anschluss bis ins Gebäude oder in die Wohnung. Binnen sechs Monaten stieg die Quote um sechs Prozentpunkte. mehr...

Nahaufnahme von Glasfaserkabeln.

Breitband: Gemeinsam für schnellen Netzausbau

[09.06.2026] Bund, Länder, Kommunen und Telekommunikationsbranche wollen den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen verbindlicher steuern. Das Memorandum setzt auf messbare Kenngrößen und einen fortgesetzten Stakeholderdialog. Der BREKO sieht dennoch weiteren Regulierungsbedarf. mehr...

Ktistina Sinemus auf der Bühne beim Gigabitgipfel 2026; roter Blazer, cyanfarbene Bühne

Hessen: Mehr Tempo für den Mobilfunkausbau

[05.06.2026] Das Land Hessen hat beim diesjährigen Gigabitgipfel einen Infrastrukturpakt mit sechs Mastinfrastrukturgesellschaften geschlossen, um den Bau neuer Mobilfunkstandorte zu erleichtern und digitale Genehmigungsprozesse voranzubringen. Auch beim Glasfaserausbau meldet das Land Fortschritte. mehr...

Nahaufnahme von Glasfaserkabeln.

Sachsen-Anhalt: Deutlicher Schub für schnelles Internet

[02.06.2026] Sachsen-Anhalt meldet Fortschritte beim Breitbandausbau. Ende 2025 hatten knapp 49 Prozent der Haushalte Zugang zu Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude oder in die Wohnung. Auch der Anteil gigabitfähiger Anschlüsse stieg deutlich. mehr...

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus stellt Fünf-Punkte-Arbeitsprogramm vor.

Hessen: Dynamik beim Glasfaserausbau

[06.05.2026] Trotz herausfordernder topografischer Bedingungen ist Hessen Glasfaser-Spitzenreiter: 82,1 Prozent der Haushalte sind inzwischen gigabitfähig versorgt; auch bei FTTB/H legt das Land deutlich zu. Bis 2030 sollen rund 2,2 Millionen Glasfaseranschlüsse entstehen. mehr...

Gruppenbild mit formell gekleideten Menschen inkl. Innenminister Thomas Strobl und Förderurkunden

Baden-Württemberg: Der Gigabitausbau geht voran

[22.04.2026] Im Rahmen des kommunalen Breitbandausbaus fördert das Land Baden-Württemberg vier Projekte in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Bodenseekreis und Rottweil mit insgesamt rund 38,4 Millionen Euro. mehr...

Mehrere Flaggen mit dem bayrischen blau-weißen Rautenmuster vor blauem Hintergrund.

Bayern: Breitband-Förderung wirkt

[02.04.2026] Zwei vbw-Studien sehen den Gigabitausbau in Bayern auf Kurs. Über 99 Prozent der Haushalte haben schnelles Internet, 83 Prozent sollen in naher Zukunft Gigabit nutzen können. Das Finanzministerium wertet die Zahlen als Bestätigung seiner Förderpolitik, von der vor allem der ländliche Raum profitiert. mehr...

Sechs in einer Reihe stehende Rednerpulte, alle bis auf eines mit dunkel gekleideten Männern besetzt, am 3. von links Kristina Sinemus in leuchtend rotem Blazer.

Hessen: Mehr Masten, mehr Tempo, mehr Empfang

[06.03.2026] Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus hat gemeinsam mit den vier großen Mobilfunknetzbetreibern den neuen Masterplan Mobilfunk vorgestellt. Ziel ist eine nahezu flächendeckende Netzabdeckung bis 2030. Vorgesehen sind neue Standorte, schnellere Genehmigungen und Satellitenlösungen für Restgebiete. mehr...

Offizielles Porträt von Alexander Schweitzer

Rheinland-Pfalz: Wie steht es um die digitalen Infrastrukturen?

[03.02.2026] Der neue Statusbericht zum Glasfaser- und Mobilfunkausbau in Rheinland-Pfalz liegt vor. Er zeigt eine deutliche Dynamik beim Glasfaserausbau und Fortschritte im Mobilfunkbereich. mehr...

Nahaufnahme einer Wiese, im Hintergrund eine Straße. Glasfaserkabel ragen aus der Erde.

Bundesnetzagentur: Konzept für die Kupfer-Glas-Migration

[26.01.2026] Die Bundesnetzagentur skizziert Bedingungen und Zeitpunkte für eine Abschaltung der Kupfernetze. So soll ein schneller, geordneter und wettbewerblicher Übergang auf flächendeckende Glasfaser ermöglicht werden. Stellungnahmen zum Konzept sind bis 16. März möglich. mehr...

Dank digitalem Antrags- und Genehmigungsverfahren sollen in Hessen und Rheinland-Pfalz Glasfaserinfrastrukturen künftig schneller verlegt werden können.

Rheinland-Pfalz: Gigabitstrategie 2030 verabschiedet

[08.12.2025] Rheinland-Pfalz hat eine neue Gigabitstrategie. Angestrebt wird ein Glasfaserangebot für alle Haushalte und Unternehmen bis 2030 sowie die Sicherstellung eines lückenlosen Mobilfunknetzes der neuesten Generation. Dazu definiert die Strategie fünf Handlungsfelder. mehr...

Thüringen: Geld und Kooperation für den Glasfaserausbau

[24.11.2025] In Erfurt hat das Thüringer Glasfaserforum wichtige Weichen für den Glasfaserausbau gestellt: Das Land sagt mehr als eine Milliarde Euro an Fördermitteln zu und bereitet einen Glasfaserpakt für 2026 vor. Bis 2030 will der Freistaat zu den Ländern mit hoher Ausbauquote aufgeschlossen haben. mehr...