SachsenOffene Geodaten als Wirtschaftsfaktor

Offene Daten sind ein Wirtschaftsfaktor – so auch die Geodaten, die das Landesamt für Geobasisinformation Sachsen bereitstellt.
(Bildquelle: GeoSN)
Das Web-Portal Offene Geodaten des Landesamtes für Geobasisinformation Sachsen (GeoSN) wird rege genutzt. Im Jahr 2022 wurden nach Angaben von GeoSN über eine Million Dateien an Geodaten mit einem Gesamtumfang von 68,7 Terabyte heruntergeladen. Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Diese Datenmenge entspricht etwa rund 34.000 Stunden Videostreaming in hoher Qualität. Open Data habe weltweit eine wachsende Bedeutung.
Daten seien ein immer stärker werdender Wirtschaftsfaktor, sagte Ronny Zienert, Präsident des GeoSN. Dazu leiste GeoSN mit seinen offenen Geodaten einen wichtigen Beitrag. Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Bürger könnten von den unentgeltlich verfügbaren Daten profitieren, so Zienert.
Um zu zeigen, welcher konkrete Wert durch offene Daten in Europa geschaffen wird, zitiert GeoSN eine Studie der Europäischen Kommission, die im Jahr 2020 das Europäische Datenportal (wir berichteten) untersuchte. Demnach wird die Größe des Marktes für offene Daten auf 184 Milliarden Euro geschätzt, bis 2025 soll sie zwischen rund 200 und 330 Milliarden Euro erreichen. Mehr als 100.000 neue Arbeitsplätze sind in der Datenwirtschaft entstanden.
Das Geodatenportal des GeoSN wurde im September 2019 freigeschaltet. Seitdem wurden vor allem Luftbilder, Höhen- und Stadtmodelle sowie Daten des Liegenschaftskatasters heruntergeladen. Für den Zugriff auf die Daten bietet der GeoSN verschiedene Möglichkeiten, darunter eine interaktive Kartenauswahl, den Batch-Download sowie vorkonfigurierte Auswahlmenüs für die vereinfachte Abfrage von Download-Diensten. Der GeoSN setzt dabei auf offene, standardisierte Daten- und Kommunikationsstandards, um die Einbindung seiner Geodaten in die Geschäftsprozesse von Nutzern zu erleichtern.
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