Baden-WürttembergRekordförderung für Breitbandausbau

Der Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, Thomas Strobl, bei der Übergabe einer Förderurkunde.
(Bildquelle: Innenministerium Baden-Württemberg)
Im Jahr 2021 hat die Landesregierung Baden-Württemberg den Breitbandausbau mit der Rekordsumme von mehr als 821 Millionen Euro gefördert. Damit sei 2021 das bisher erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Breitbandförderung Baden-Württembergs gewesen. Möglich sei dies auch deshalb, weil das Land bereits seit 2016 hoch ambitioniert im vierstelligen Millionenbereich in Glasfasernetze investiert habe, erklärte der Stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl. Das Land habe in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 821 Millionen Euro in den kommunalen Breitbandausbau investiert – fast doppelt so viel wie im Jahr davor, so Strobl. Bei zwölf Übergabeterminen seien im Jahr 2021 insgesamt 735 Anträge bewilligt worden. Damit sei es möglich, landesweit mehr als 142.000 neue Glasfaseranschlüsse zu fördern. Neben Privatanschlüssen seien darunter auch 810 Schulanschlüsse, 41 Krankenhausanschlüsse und 6.948 geförderte Anschlüsse für Gewerbestandorte, heißt es aus dem Innenministerium des Landes. Bis 2025 sollen überall im Land gigabitfähige Leitungen zur Verfügung stehen. Dies sei wichtig für ein „Flächen- und Technologieland wie Baden-Württemberg“, so Strobl. Allerdings sei das Vorhaben aufgrund topografischer und geografischer Bedingungen eine Herkulesaufgabe. Im Gigabit-Ranking der Länder weit vorn Nach dem Breitbandatlas verfügten Mitte 2021 in Baden-Württemberg 94,9 Prozent der Haushalte über einen Internet-Anschluss mit einer Download-Geschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) – über 22 Prozentpunkte mehr als Mitte 2016. Im Gigabit-Bereich verzeichnete das Land sogar einen Anstieg um 53,3 Prozentpunkte – von 6,2 Prozent der Haushalte Ende 2018 auf 59,5 Prozent Mitte 2021. Inzwischen liege Baden-Württemberg bei der Gigabit-Versorgung in der Spitzengruppe der Flächenländer, rund 6 Prozentpunkte über dem Durchschnitt. Mit dem Graue-Flecken-Programm sind mit der Erhöhung der Aufgreifschwelle nun sämtliche Gebiete förderfähig, die über weniger als 100 Mbit/s im Download verfügen (bisher 30 Mbit/s). Mit einer Kombination aus Bundes- und Landesförderung können Kommunen eine Förderung von 90 Prozent der Ausbaukosten in solchen Gebieten erhalten (wir berichteten). Vorrang für eigenwirtschaftlichen Ausbau In seiner Bilanz zum Breitbandausbau der letzten Jahre betonte das Innenministerium, dass diese infrastrukturelle Herausforderung nur von Kommunen, Land, Bund und den Telekommunikationsunternehmen gemeinsam gemeistert werden könne. Jedoch liege diese Aufgabe in der Verantwortung der Privatwirtschaft. Nur dort, wo die privaten Anbieter nicht investierten, dürfe der Staat mit Förderprogrammen unterstützen. Im Jahr 2021 habe auch der private Netzaufbau weiter an Fahrt gewonnen, dabei sei die Telekom weiterhin der größte Investor, doch auch der Ausbau der Kabelnetze von Vodafone habe zu einer deutlichen Steigerung im Gigabit-Bereich beigetragen. Weitere, neue Investoren drängten ebenfalls in den Breitbandmarkt.
Breitbandatlas: FTTB/FTTH-Quote steigt stark
[11.06.2026] Neue Zahlen des Gigabit-Grundbuchs zeigen rasche Fortschritte beim Glasfaserausbau. Ende 2025 hatte fast jeder zweite Haushalt Zugang zu einem Anschluss bis ins Gebäude oder in die Wohnung. Binnen sechs Monaten stieg die Quote um sechs Prozentpunkte. mehr...
Breitband: Gemeinsam für schnellen Netzausbau
[09.06.2026] Bund, Länder, Kommunen und Telekommunikationsbranche wollen den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen verbindlicher steuern. Das Memorandum setzt auf messbare Kenngrößen und einen fortgesetzten Stakeholderdialog. Der BREKO sieht dennoch weiteren Regulierungsbedarf. mehr...
Hessen: Mehr Tempo für den Mobilfunkausbau
[05.06.2026] Das Land Hessen hat beim diesjährigen Gigabitgipfel einen Infrastrukturpakt mit sechs Mastinfrastrukturgesellschaften geschlossen, um den Bau neuer Mobilfunkstandorte zu erleichtern und digitale Genehmigungsprozesse voranzubringen. Auch beim Glasfaserausbau meldet das Land Fortschritte. mehr...
Sachsen-Anhalt: Deutlicher Schub für schnelles Internet
[02.06.2026] Sachsen-Anhalt meldet Fortschritte beim Breitbandausbau. Ende 2025 hatten knapp 49 Prozent der Haushalte Zugang zu Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude oder in die Wohnung. Auch der Anteil gigabitfähiger Anschlüsse stieg deutlich. mehr...
Hessen: Dynamik beim Glasfaserausbau
[06.05.2026] Trotz herausfordernder topografischer Bedingungen ist Hessen Glasfaser-Spitzenreiter: 82,1 Prozent der Haushalte sind inzwischen gigabitfähig versorgt; auch bei FTTB/H legt das Land deutlich zu. Bis 2030 sollen rund 2,2 Millionen Glasfaseranschlüsse entstehen. mehr...
Baden-Württemberg: Der Gigabitausbau geht voran
[22.04.2026] Im Rahmen des kommunalen Breitbandausbaus fördert das Land Baden-Württemberg vier Projekte in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Bodenseekreis und Rottweil mit insgesamt rund 38,4 Millionen Euro. mehr...
Bayern: Breitband-Förderung wirkt
[02.04.2026] Zwei vbw-Studien sehen den Gigabitausbau in Bayern auf Kurs. Über 99 Prozent der Haushalte haben schnelles Internet, 83 Prozent sollen in naher Zukunft Gigabit nutzen können. Das Finanzministerium wertet die Zahlen als Bestätigung seiner Förderpolitik, von der vor allem der ländliche Raum profitiert. mehr...
Hessen: Mehr Masten, mehr Tempo, mehr Empfang
[06.03.2026] Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus hat gemeinsam mit den vier großen Mobilfunknetzbetreibern den neuen Masterplan Mobilfunk vorgestellt. Ziel ist eine nahezu flächendeckende Netzabdeckung bis 2030. Vorgesehen sind neue Standorte, schnellere Genehmigungen und Satellitenlösungen für Restgebiete. mehr...
Rheinland-Pfalz: Wie steht es um die digitalen Infrastrukturen?
[03.02.2026] Der neue Statusbericht zum Glasfaser- und Mobilfunkausbau in Rheinland-Pfalz liegt vor. Er zeigt eine deutliche Dynamik beim Glasfaserausbau und Fortschritte im Mobilfunkbereich. mehr...
Bundesnetzagentur: Konzept für die Kupfer-Glas-Migration
[26.01.2026] Die Bundesnetzagentur skizziert Bedingungen und Zeitpunkte für eine Abschaltung der Kupfernetze. So soll ein schneller, geordneter und wettbewerblicher Übergang auf flächendeckende Glasfaser ermöglicht werden. Stellungnahmen zum Konzept sind bis 16. März möglich. mehr...
Rheinland-Pfalz: Gigabitstrategie 2030 verabschiedet
[08.12.2025] Rheinland-Pfalz hat eine neue Gigabitstrategie. Angestrebt wird ein Glasfaserangebot für alle Haushalte und Unternehmen bis 2030 sowie die Sicherstellung eines lückenlosen Mobilfunknetzes der neuesten Generation. Dazu definiert die Strategie fünf Handlungsfelder. mehr...
Thüringen: Geld und Kooperation für den Glasfaserausbau
[24.11.2025] In Erfurt hat das Thüringer Glasfaserforum wichtige Weichen für den Glasfaserausbau gestellt: Das Land sagt mehr als eine Milliarde Euro an Fördermitteln zu und bereitet einen Glasfaserpakt für 2026 vor. Bis 2030 will der Freistaat zu den Ländern mit hoher Ausbauquote aufgeschlossen haben. mehr...
Baden-Württemberg: Breitbandbericht zeigt Fortschritte
[11.11.2025] Der neue Breitbandbericht für Baden-Württemberg liegt vor – erstmals rein digital. Demnach liegt das Land im Gigabit-Ranking auf Platz 4 von 13 bei den Flächenländern. Mit eigenen und Bundesmitteln sowie einem Glasfaserpakt will es einer flächendeckenden Verfügbarkeit näher kommen. mehr...
BMDS: Infrastrukturausbau ist Chefsache
[04.11.2025] Bundesdigitalminister Karsten Wildberger traf Vertreterinnen und Vertreter von Ländern, Kommunen und Telekommunikationsunternehmen zu einem Stakeholderdialog zum Ausbau digitaler Netze. Vereinbart wurde, in einem Memorandum of Understanding messbare Ziele für Glasfaser- und Mobilfunkausbau festzulegen. mehr...
BMDS-Studie: Weiße Flecken im Detail
[03.11.2025] Eine neue Studie des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung zeigt: Rund zwei Prozent der Fläche Deutschlands sind ohne 4G- oder 5G-Versorgung. Die Daten sollen helfen, Ursachen der Funklücken zu erkennen und Maßnahmen zum gezielten Netzausbau zu planen. mehr...













