Breitband-PortalTurbo beim Glasfaserausbau

[26.09.2024] Zehn Bundesländer setzen mittlerweile auf das von Hessen und Rheinland-Pfalz als EfA-Dienst entwickelte Breitband-Portal, mit dem sich Anträge auf Verlegung online stellen sowie digital bearbeiten und genehmigen lassen. Das elfte Bundesland folgt in Kürze.

Das von Hessen und Rheinland-Pfalz als EfA-Dienst entwickelte Breitband-Portal sorgt für Tempo beim Glasfaserausbau.

(Bildquelle: www.breitband-portal.de)

Waren früher mehrere Verwaltungsmitarbeitende monatelang mit der Bearbeitung von Anträgen auf Verlegung von Breitbandkabeln beschäftigt und sorgten zudem für einen Stapel von Aktenordnern, hat sich dies durch das von Hessen und Rheinland-Pfalz entwickelte Breitband-Portal grundlegend geändert. Neben Hessen und Rheinland-Pfalz haben sich auch Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein für eine Nutzung des Onlinedienstes und damit für die schnellere Bearbeitung von Antrags- und Genehmigungsverfahren zum Glasfaserausbau entschieden. Baden-Württemberg wird als elftes Bundesland in Kürze folgen, teilen Hessen und Rheinland-Pfalz mit.

Länderübergreifende Erfolgsgeschichte

„Das Breitband-Portal bietet nicht nur einen konkreten Mehrwert für den Glasfaserausbau in Deutschland, sondern ist gleichzeitig auch ein Best-Practice-Beispiel für erfolgreiche länderübergreifende Zusammenarbeit. Durch die Digitalisierung der Antrags- und Genehmigungsverfahren für die Verlegung von Glasfasertrassen entlasten wir kommunale Behörden, beschleunigen den Ausbau der Gigabitnetze und senken gleichzeitig die Kosten für alle Beteiligten“, sagt die rheinland-pfälzische Digitalisierungsministerin Dörte Schall.

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus berichtet: „Mit unserem innovativen Breitband-Portal haben wir schon jetzt eine echte Erfolgsgeschichte geschrieben, die den Mehrwert eines volldigitalisierten Prozesses in der Verwaltung aufzeigt und den Glasfaserausbau in Deutschland flächendeckend beschleunigen wird. Standardisierung und Digitalisierung haben die Qualität und Vollständigkeit der Anträge verbessert, die Transparenz im Verfahren erhöht und schnellere Genehmigungen zur Folge, in einfachen Fällen bereits innerhalb von zwei bis drei Werktagen.“

SaaS-Anwendung

Beim Breitband-Portal handelt es sich um eine Software-as-a-Service-Anwendung. Das bedeutet, der Dienst ist ohne Software-Installation nur mittels Internet und Browser online nutzbar. Betrieben wird das digitale Genehmigungsverfahren vom hessischen kommunalen IT-Dienstleister ekom21.

Der digitale Breitbandantrag zähle als Verwaltungsleistung von föderalem Interesse zu den 24 wichtigsten Projekten beim Onlinezugangsgesetz. Er sei zudem ein bedeutendes Element bei der Umsetzung der Gigabitstrategie des Bundes, deren Ziel es ist, bis 2030 flächendeckend Glasfaserinfrastruktur in Deutschland bereitzustellen. Die Entscheidung des IT-Planungsrates, die Betriebskosten für 2024 zentral zu übernehmen, trug ebenfalls maßgeblich zu den nun getroffenen Nachnutzungsentscheidungen bei, heißt es in der Pressemeldung von Rheinland-Pfalz und Hessen. Die übrigen Bundesländer griffen auf eigene Lösungen zurück oder stellten derzeit die Nachnutzungsvoraussetzungen her. Das im Zuge der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes entwickelte Breitband-Portal wurde als EfA-Leistung konzipiert.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Breitband
Die Marktanalyse 2020 des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) stellt eine positive Entwicklung des Glasfaserausbaus in Deutschland fest.

ANGA: Netzbetreiber nicht ausbremsen

[14.09.2026] Die ANGA sieht kommunale und mittelständische Netzbetreiber als zentrale Träger des Glasfaserausbaus. Der Verband warnt, das geplante Recht auf Vollausbau und neue Zugangspflichten für Gebäudenetze könnten deren Investitionsbereitschaft deutlich schwächen. mehr...

Nahaufnahme vom Ende eines mutmaßlichen Glasfaserkabels mit sehr geringer Tiefenschärfe.

Hessen: Glasfaserausbau im Ländervergleich vorn

[09.09.2026] Der Glasfaserausbau in Hessen kommt weiter voran: Rund 240.000 neue Anschlüsse sind innerhalb eines Jahres entstanden. Bei der Glasfaseranschlussquote liegt das Land mit 37,9 Prozent auf Platz 3 der Flächenländer. mehr...

Balkendiagramm Glasfaseranschlussquote

BREKO: Widersprüchliche Ergebnisse der Marktanalyse 2026

[03.09.2026] Die Glasfaserausbauquote in Deutschland ist laut der aktuellen Marktanalyse des Branchenverbands BREKO binnen eines Jahres um 9,2 Prozentpunkte auf 62 Prozent gestiegen. Dennoch werden die Investitionsbedingungen von den befragten Netzbetreibern deutlich negativ bewertet. mehr...

Im Neckar-Odenwald-Kreis kommt die Glasfaser bis ins Haus.

Breitbandatlas: FTTB/FTTH-Quote steigt stark

[11.06.2026] Neue Zahlen des Gigabit-Grundbuchs zeigen rasche Fortschritte beim Glasfaserausbau. Ende 2025 hatte fast jeder zweite Haushalt Zugang zu einem Anschluss bis ins Gebäude oder in die Wohnung. Binnen sechs Monaten stieg die Quote um sechs Prozentpunkte. mehr...

Nahaufnahme von Glasfaserkabeln.

Breitband: Gemeinsam für schnellen Netzausbau

[09.06.2026] Bund, Länder, Kommunen und Telekommunikationsbranche wollen den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen verbindlicher steuern. Das Memorandum setzt auf messbare Kenngrößen und einen fortgesetzten Stakeholderdialog. Der BREKO sieht dennoch weiteren Regulierungsbedarf. mehr...

Ktistina Sinemus auf der Bühne beim Gigabitgipfel 2026; roter Blazer, cyanfarbene Bühne

Hessen: Mehr Tempo für den Mobilfunkausbau

[05.06.2026] Das Land Hessen hat beim diesjährigen Gigabitgipfel einen Infrastrukturpakt mit sechs Mastinfrastrukturgesellschaften geschlossen, um den Bau neuer Mobilfunkstandorte zu erleichtern und digitale Genehmigungsprozesse voranzubringen. Auch beim Glasfaserausbau meldet das Land Fortschritte. mehr...

Nahaufnahme von Glasfaserkabeln.

Sachsen-Anhalt: Deutlicher Schub für schnelles Internet

[02.06.2026] Sachsen-Anhalt meldet Fortschritte beim Breitbandausbau. Ende 2025 hatten knapp 49 Prozent der Haushalte Zugang zu Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude oder in die Wohnung. Auch der Anteil gigabitfähiger Anschlüsse stieg deutlich. mehr...

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus stellt Fünf-Punkte-Arbeitsprogramm vor.

Hessen: Dynamik beim Glasfaserausbau

[06.05.2026] Trotz herausfordernder topografischer Bedingungen ist Hessen Glasfaser-Spitzenreiter: 82,1 Prozent der Haushalte sind inzwischen gigabitfähig versorgt; auch bei FTTB/H legt das Land deutlich zu. Bis 2030 sollen rund 2,2 Millionen Glasfaseranschlüsse entstehen. mehr...

Gruppenbild mit formell gekleideten Menschen inkl. Innenminister Thomas Strobl und Förderurkunden

Baden-Württemberg: Der Gigabitausbau geht voran

[22.04.2026] Im Rahmen des kommunalen Breitbandausbaus fördert das Land Baden-Württemberg vier Projekte in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Bodenseekreis und Rottweil mit insgesamt rund 38,4 Millionen Euro. mehr...

Mehrere Flaggen mit dem bayrischen blau-weißen Rautenmuster vor blauem Hintergrund.

Bayern: Breitband-Förderung wirkt

[02.04.2026] Zwei vbw-Studien sehen den Gigabitausbau in Bayern auf Kurs. Über 99 Prozent der Haushalte haben schnelles Internet, 83 Prozent sollen in naher Zukunft Gigabit nutzen können. Das Finanzministerium wertet die Zahlen als Bestätigung seiner Förderpolitik, von der vor allem der ländliche Raum profitiert. mehr...

Sechs in einer Reihe stehende Rednerpulte, alle bis auf eines mit dunkel gekleideten Männern besetzt, am 3. von links Kristina Sinemus in leuchtend rotem Blazer.

Hessen: Mehr Masten, mehr Tempo, mehr Empfang

[06.03.2026] Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus hat gemeinsam mit den vier großen Mobilfunknetzbetreibern den neuen Masterplan Mobilfunk vorgestellt. Ziel ist eine nahezu flächendeckende Netzabdeckung bis 2030. Vorgesehen sind neue Standorte, schnellere Genehmigungen und Satellitenlösungen für Restgebiete. mehr...

Offizielles Porträt von Alexander Schweitzer

Rheinland-Pfalz: Wie steht es um die digitalen Infrastrukturen?

[03.02.2026] Der neue Statusbericht zum Glasfaser- und Mobilfunkausbau in Rheinland-Pfalz liegt vor. Er zeigt eine deutliche Dynamik beim Glasfaserausbau und Fortschritte im Mobilfunkbereich. mehr...

Nahaufnahme einer Wiese, im Hintergrund eine Straße. Glasfaserkabel ragen aus der Erde.

Bundesnetzagentur: Konzept für die Kupfer-Glas-Migration

[26.01.2026] Die Bundesnetzagentur skizziert Bedingungen und Zeitpunkte für eine Abschaltung der Kupfernetze. So soll ein schneller, geordneter und wettbewerblicher Übergang auf flächendeckende Glasfaser ermöglicht werden. Stellungnahmen zum Konzept sind bis 16. März möglich. mehr...

Dank digitalem Antrags- und Genehmigungsverfahren sollen in Hessen und Rheinland-Pfalz Glasfaserinfrastrukturen künftig schneller verlegt werden können.

Rheinland-Pfalz: Gigabitstrategie 2030 verabschiedet

[08.12.2025] Rheinland-Pfalz hat eine neue Gigabitstrategie. Angestrebt wird ein Glasfaserangebot für alle Haushalte und Unternehmen bis 2030 sowie die Sicherstellung eines lückenlosen Mobilfunknetzes der neuesten Generation. Dazu definiert die Strategie fünf Handlungsfelder. mehr...

Thüringen: Geld und Kooperation für den Glasfaserausbau

[24.11.2025] In Erfurt hat das Thüringer Glasfaserforum wichtige Weichen für den Glasfaserausbau gestellt: Das Land sagt mehr als eine Milliarde Euro an Fördermitteln zu und bereitet einen Glasfaserpakt für 2026 vor. Bis 2030 will der Freistaat zu den Ländern mit hoher Ausbauquote aufgeschlossen haben. mehr...