BVADigitales Backoffice des Bundes

Das Bundesverwaltungsamt bringt die Digitalisierung voran.
(Bildquelle: sakkmesterke/123rf.com)
Das Corona-Jahr 2020 erweist sich vielerorts als Beschleuniger der Verwaltungsdigitalisierung, ebenso wie das Onlinezugangsgesetz (OZG). Dies zeigt sich auch im Fall des Bundesverwaltungsamts (BVA), das sich als „digitales Backoffice des Bundes“ versteht und nach eigenen Angaben IT-orientierte Leistungen für mehr als 300 Behörden und Institutionen erbringt. Die Leistungen des Amts reichen von der Beihilfe über das Dienstreise-Management bis hin zur Visabearbeitung. 2020 wurde das digitale Portfolio durch neue Aufgaben erweitert.
So entwickelte im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) die Projektgruppe „Corona-Überbrückungshilfe Sport“ innerhalb kurzer Zeit agil ein digitales Antragsverfahren, um Einnahmeausfälle der Profisportvereine auszugleichen. Die Vereine konnten ihre Ausfälle bei Ticketeinnahmen von April bis Dezember 2020 in einem digitalen Antragsverfahren beim BVA geltend machen, derzeit werden die Auszahlungen bearbeitet.
Schub durch das Onlinezugangsgesetz
Das BVA setzt 18 OZG-Leistungen um: Bündel aus zahlreichen einzelnen Verwaltungsleistungen, hinter denen jeweils ein Formular steht. Unter anderem arbeitet das BVA am Online-Antrag auf Berechtigungszertifikate für den elektronischen Personalausweis, die es anderen Behörden und Wirtschaftsunternehmen ermöglichen sollen, die eID-Funktion des Ausweises zu nutzen. Diese Leistung soll zukünftig über das zentrale Bundesportal beantragt werden, neben vielen weiteren Diensten.
IT-Konsolidierung bis Registermodernisierung
Im Zuge des Projekts „IT-Konsolidierung Bund“ baut das BVA derzeit die „Nachfrage-Management-Organisation“ (NMO) auf. Diese soll das Zusammenwirken von IT-Nachfrage und -Angebot koordinieren. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung, Pflege und Weiterentwicklung von ressortübergreifenden Basis-, Querschnitts- und Infrastrukturdiensten. Im Leuchtturmprojekt „Beihilfe.digital“ digitalisiert das BVA die komplette Beihilfebearbeitung, um die Kundenzufriedenheit, aber auch die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Nach dem erfolgreichen Launch der Beihilfe-App, die es erlaubt, Belege und Bescheide digital einzureichen und zu empfangen, soll nun eine neue Beihilfe-Software eingeführt werden.
BVA-Präsident Christoph Verenkotte verweist zudem auf die entscheidende Rolle der Registermodernisierung für die Verwaltungsmodernisierung: „Wir wollen die Datenqualität der Register verbessern, Prozesse effizienter gestalten, automatisieren und so insgesamt bürgerfreundlicher werden.“
Bundesnetzagentur: Daten zu Kurzzeitvermietungen
[27.05.2026] Die Bundesnetzagentur fungiert ab sofort als digitale Datendrehscheibe für Kurzzeitvermietungen. Länder und Kommunen können darüber künftig verlässliche Daten zu Buchungen auf Plattformen wie Airbnb oder Booking.com erhalten und diese etwa nutzen, um Tourismusströme zu steuern. mehr...
Hessen: Digital vernetzt für bessere Mobilität
[22.05.2026] In Frankfurt am Main wurde jetzt die Verkehrsmanagementzentrale RheinMain in Betrieb genommen. Diese soll unter anderem durch die Nutzung von Echtzeit-Mobilitätsdaten zur besseren Verkehrslenkung beitragen. Geplant ist der Ausbau zu einer Verkehrsmanagementzentrale für ganz Hessen. mehr...
Picture: Prozessmanagement-Ausbildung für alle
[18.05.2026] Der Softwarehersteller Picture öffnet sein Ausbildungsprogramm im Prozessmanagement für alle Verwaltungsebenen. Der zweite Durchgang startet im Oktober 2026. Die Teilnehmenden sollen in neun Monaten lernen, Verwaltungsprozesse zu erfassen, zu analysieren und zu verbessern. mehr...
Bitkom Länderindex 2026: Hamburg führt, Saarland holt auf
[12.05.2026] Der Digitalverband Bitkom hat die Bundesländer erneut nach ihrem Stand bei der Digitalisierung verglichen. Hamburg bleibt klar an der Spitze, Hessen rückt auf Platz drei vor. Besonders deutlich verbessert sich das Saarland, während ostdeutsche Länder bei digitaler Bildung stark abschneiden. mehr...
LGL Baden-Württemberg: Social Wall für Social Media
[06.05.2026] Das baden-württembergische Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung informiert auch in sozialen Medien über seine Arbeit – und bündelt diese Einträge seit Kurzem nutzer- und datenschutzfreundlich auf der eigenen Website. Zum Einsatz kommt die Social-Wall-Lösung Stage. mehr...
115: Behördennummer ab jetzt deutschlandweit
[05.05.2026] Die Behördennummer 115 ist seit Ende April in allen Bundesländern erreichbar. Mit der Freischaltung in Bayern ist der telefonische Zugang zu Verwaltungsinformationen bundesweit verfügbar; der konkrete Serviceumfang unterscheidet sich jedoch je nach Land und Kommune. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Führend beim Einsatz von BIM
[30.04.2026] Nordrhein-Westfalen nimmt im Bereich des BIM-basierten Bauantrags bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Das zeigt eine Studie der Ruhr-Universität Bochum, die dafür Bauvorhaben in mehreren Kommunen unter realen Bedingungen untersucht hat. mehr...
Berlin: Mehr Innovation in der Verwaltung
[27.04.2026] GovTech Deutschland erhält einen weiteren Satelliten: GovTech Berlin soll künftig die Bedarfe der Berliner Behörden bündeln und sie gemeinsam mit GovTech Deutschland in konkrete Lösungen übersetzen. mehr...
Berlin: Unruhe beim ITDZ
[24.04.2026] Im März hat Matthias Hundt die Rolle des Berliner CDO übernommen, jetzt wurde er auch zum Aufsichtsratsvorsitzenden des ITDZ Berlin berufen. Gleichzeitig zeichnet sich eine engere Steuerung des IT-Landesbetriebs durch die Senatskanzlei ab. Hintergrund sind anscheinend anhaltende finanzielle Herausforderungen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Besser gegen Wasser geschützt
[23.04.2026] Das Land NRW stellt eine App bereit, die Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien darin unterstützt, Gefährdungen durch Starkregen oder Hochwasser einzuschätzen. Mit der nächsten Ausbaustufe werden nun auch Schutzmaßnahmen direkt am Gebäude sichtbar und umsetzbar. mehr...
Building Information Modeling: Im Straßenbau wird digital zur Regel
[22.04.2026] Projekte im Bereich der Bundesfernstraßen sollen ab sofort nach einheitlichen digitalen Standards geplant, gebaut und betrieben werden. Die Methode Building Information Modeling (BIM) wird damit nach erfolgreichen Pilotprojekten künftig zum Regelprozess. mehr...
DigitalService des Bundes: Hotline für den Servicestandard
[16.04.2026] Nutzerfreundliche digitale Verwaltungsleistungen steigern die Zufriedenheit von Bürgern und Unternehmen, parallel entlasten sie die Verwaltung. Der Servicestandard hilft bei der Umsetzung. Eine Hotline liefert nun individuelle Unterstützung bei Fragen rund um diesen Kriterienkatalog. mehr...
ZenDiS: Wechsel an der Spitze
[16.04.2026] Beim Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung wechselt die Geschäftsführung: Leonhard Kugler übernimmt und folgt auf Alexander Pockrandt. Mit dem Wechsel soll die Aktivierung des Open-Source-Ökosystems stärker in den Fokus rücken. mehr...
Zoll/ITZBund: Anwendung zur Zentralen Zollabwicklung
[10.04.2026] Zoll und ITZBund haben eine neue Version des Zollsystems ATLAS in Betrieb genommen. Mit ATLAS-CCI startet eine zentrale Zollabwicklung für Einfuhren, die grenzüberschreitende Verfahren ermöglicht. Unternehmen können sich nun auf die zertifizierungspflichtige Nutzung vorbereiten. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Digital zum Mittelabruf
[08.04.2026] Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein umfangreiches Infrastruktur- und Investitionsprogramm für Kommunen auf den Weg gebracht. Der Antragsweg für die Kommunen sollte dabei möglichst glatt verlaufen: Über ein Portal können sie über ein rein digitales Verfahren auf die Mittel zugreifen. mehr...














