Nordrhein-WestfalenCybersicherheitsstrategie vorgestellt

[23.04.2021] Nordrhein-Westfalen hat eine neue Cybersicherheitsstrategie. Vorgesehen sind mehr Cyber-Cops, Warnungen vor Cyber-Attacken durch den Verfassungsschutz und eine Online-Plattform der im Innenministerium angesiedelten Koordinierungsstelle Cyber-Sicherheit.

In Nordrhein-Westfalen hat Innenminister Herbert Reul die Strategie der Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Internet-Kriminalität vorgestellt. Wichtige Bausteine sind mehr Cyber-Cops, gezielte Warnungen vor Cyber-Attacken durch den Verfassungsschutz sowie eine neue Online-Plattform der Koordinierungsstelle Cyber-Sicherheit, die am Innenministerium des Landes angesiedelt ist. Dies teilt das Innenministerium jetzt mit.
Reul sieht Sicherheit im Netz als übergreifende Aufgabe. Cyber-Sicherheit betreffe alle Ministerien, Organisationen und sei letztlich Aufgabe jedes einzelnen Bürgers, so der Minister. Für die ressortübergreifende Zusammenarbeit wurde die Koordinierungsstelle Cybersicherheit NRW bereits im Jahr 2020 gegründet. Als Vernetzungszentrale der Landesregierung bündelt sie Informationen und stellt sie Bürgern, Unternehmen und Institutionen zur Verfügung. Themen sind etwa die Passwortsicherheit, Daten-, Identitätsdiebstahl und Wirtschaftsspionage. Nordrhein-Westfalen ist laut Ministerium das erste Bundesland mit einer solchen Koordinierungsstelle.

Mehr Cyberkriminalität in der Pandemie

Um digitale Bedrohungen für die innere Sicherheit in Nordrhein-Westfalen besser abwehren zu können, will das Ministerium seine polizeilichen Maßnahmen und die des Verfassungsschutzes verstärken. Wie wichtig Cyber-Sicherheit ist, habe nicht zuletzt die Corona-Pandemie offenbart. Das Leben finde pandemiebedingt stärker online statt, die Computerkriminalität folge nach. Für 2020 war demnach ein Anstieg der Fälle um 20,8 Prozent zu verzeichnen und die nordrhein-westfälische Polizei habe bereits 78 neue Stellen in der Online-Sachfahndung geschaffen. 2021 sollen 31 Stellen hinzukommen.
Die Bedeutung des Verfassungsschutzes beim Thema Cyber-Sicherheit wird laut Ministerium auch in Bezug auf Bedrohungen aus dem Ausland deutlich: Allein im Jahr 2020 habe der Landesverfassungsschutz 110 Unternehmen und Institutionen in Nordrhein-Westfalen vor Angriffsversuchen fremder Nachrichtendienste gewarnt.





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