MessengerWire Bund sicher bis VS-NfD

Ein unberechtigter Zugriff auf Messengerkonten ermöglicht die Einsicht in vertrauliche Einzelkommunikation und kann potenziell ganze Chatgruppen kompromittieren.
(Bildquelle: peshkov/123rf.com)
Die Kommunikation per Messenger gehört fest zum privaten wie auch zum beruflichen Alltag. Um so wichtiger, dass die Nutzenden vor Phishing-Operationen und anderen schädlichen Angriffen geschützt werden. Die Kommunikationsplattform Wire des Herstellers Wire Swiss richtet sich an Organisationen mit hohen Sicherheitsanforderungen. Speziell für die Nutzung in der Bundesverwaltung wurde der Ende-zu-Ende-verschlüsselter Messengerdienst Wire Bund entwickelt. Nun hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) der Lösung Wire Bund die Zulassung für die Verarbeitung und Übertragung von Daten mit der Geheimhaltungsstufe „Verschlusssache – nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) erteilt. Dies stellt laut Hersteller Wire Swiss einen regulatorischen Meilenstein für Wire dar: Wire Bund kann nun in deutschen Behörden zur Verarbeitung dieser Daten eingesetzt werden.
Nach der Zulassung ist vor der Zulassung
Zwar ist der Geheimhaltungsgrad VS-NfD ist die niedrigste Stufe klassifizierter Informationen, doch auch sie bedarf hoher Sicherheitsvorkehrungen, weil die unbefugte Weitergabe dem nationalen Interesse schaden könnte. Die Wire-Bund-Technologie orientiert sich strikt an den BSI-Vorgaben zu Verschlüsselung, Authentifizierung und Architektur, die Anbieter auf Bundesebene mitbringen müssen. Auch andere Wire-Angebote können von den sicherheitstechnischen Verbesserungen profitieren, die im Zuge der Entwicklung und Evaluierung von Wire Bund in die zugrunde liegende Technologie eingeflossen sind. Die vom BSI erteilte Zulassung gilt zunächst bis Ende 2028 – unter anderem aufgrund fehlender kryptographischer Verfahren, die Daten auch vor Angriffen durch Quantencomputer schützen können.
Empfehlung von der Bundestagspräsidentin
Wie das IT-Nachrichtenportal heise online Ende April berichtete, hat die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner den Abgeordneten kürzlich in einem Schreiben den Wechsel zu Wire Bund ausdrücklich empfohlen. Der Hintergrund dieser Empfehlung ist anscheinend ist eine groß angelegte Phishing-Kampagne über Messengerdienste, vor allem Signal, die sich gegen hochrangige Ziele aus Politik, Militär und Diplomatie sowie gegen investigative Journalistinnen und Journalisten richtet. Klöckner selbst und möglicherweise auch zwei Ministerinnen waren betroffen. Bereits im Februar hatten das BSI und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor Phishing-Angriffen über Signal gewarnt. Vermutet wird, dass die weiterhin anhaltenden Angriffe durch einen staatlich gesteuerten Cyberakteur durchgeführt werden.
• Informationen von BSI und BfV über die Gefahr von Phishing-Angriffen über herkömmliche Messenger, inklusive Handlungsleitfaden
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