NiedersachsenSchutzschirm gegen Cyber-Angriffe

„Wir nutzen modernste Technologien für eine gründliche Prävention, eine zuverlässige Erkennung und eine schnelle Reaktion auf Cyber-Angriffe“, sagt Innenministerin Daniela Behrens.
(Bildquelle: MI Niedersachsen/Ole Spata)
Das niedersächsische Landeskabinett hat sich auf seiner Jahresauftaktklausur unter anderem mit der Abwehr von Cyber-Bedrohungen befasst. In diesem Rahmen wurde auch das Projekt Aegis vorgestellt, das seit rund eineinhalb Jahren läuft. Benannt nach einem Schutzschild aus der griechischen Mythologie, soll der niedersächsische Aegis einen Schutzschirm gegen Cyber-Angriffe bilden. Die staatliche Handlungsfähigkeit sei heute elementar von der digitalen Infrastruktur abhängig, betonte Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens. Mit Aegis wurden deshalb bei IT.Niedersachsen, dem IT-Dienstleister des Landes, die Aufgaben in der Cyber-Sicherheit weiterentwickelt und in den Bereichen Detektion, Reaktion, Schwachstellenmanagement und Stärkung des Sicherheitsverbundes neu geordnet. Insgesamt investiert das Land rund 30 Millionen Euro in die neue Technologie.
Schnell reagieren mit weniger Fachkräften
Die wichtigste technische Komponente von Aegis ist ein neu beschafftes System für Sicherheitsinformations- und Automatisierungsmanagement (XSIAM) des US-amerikanischen IT-Sicherheitsunternehmens Palo Alto Networks. Dabei handelt es sich laut einer Meldung des Innenministeriums um einen cloudbasierten Informationsabgleich und eine hochautomatisierte Fallbehandlung. IT.Niedersachsen verrät außerdem noch, dass dabei Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Damit soll die Zeit für eine Angriffserkennung erheblich reduziert werden – eine Interaktion durch menschliche Analysten sei nur noch in einem Bruchteil der Fälle erforderlich. Die Innenministerin sieht darin eine Chance, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Das Projekt Aegis sei jedoch mehr als nur ein technisches Upgrade, so Behrens: „Wir bündeln unsere Kräfte, schaffen Sicherheitszentren und vernetzen diese. Auf dem Weg zu mehr Sicherheit im digitalen Raum machen wir mit dieser Lösung einen großen Schritt nach vorn.“
Kommunen und Hochschulen kommen später dazu
Mit dem Projekt Aegis soll eine umfassende Sicherheitsinfrastruktur entstehen, die perspektivisch auch jenseits der unmittelbaren Landesverwaltung genutzt werden kann. So sollen die kommunalen IT-Dienstleister sowie die Hochschulen in Niedersachsen sukzessive in den Schutzschild einbezogen werden, heißt es vonseiten des Innenministeriums. Mit dem XSIAM-Einsatz über Verwaltungsgrenzen hinweg werde außerdem das niedersächsische Computernotfallteam N-CERT (Niedersachsen Computer Emergency Response Team) als Warn- und Meldeeinrichtung des Landes unterstützt, ein ganzheitliches Lagebild für Niedersachsen zu erstellen. Dies ermögliche es, Schlüsse für eine noch bessere Aufstellung des Schutzschildes und der sonstigen IT-Sicherheitssysteme zu ziehen.
ATHENE-Studie: Lücken beim Sicherheitsmonitoring
[17.09.2026] Knapp neun von zehn aktiven IP-Adressen der Bundesverwaltung fehlen laut einer ATHENE-Studie im Monitoring des BSI. Die Forschenden fanden zudem zahlreiche veraltete und kritische Schwachstellen. mehr...
Baden-Württemberg: Mehr Cyber-Angriffe registriert
[10.09.2026] Die Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) verzeichnet für 2025 eine deutlich gestiegene Zahl von Sicherheitsvorfällen. Besonders betroffen waren Kommunen und Hochschulen. Bei Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie kommunalen Unternehmen nahm die Zahl der erfassten Fälle um fast 50 Prozent zu. mehr...
Sachsen: Gemeinsam gegen Cyber-Angriffe
[04.09.2026] Mit der Cyberabwehr Sachsen vernetzt der Freistaat Sicherheitsbehörden und Ministerien in einem ressortübergreifenden Verbund. Ein gemeinsames Cyber-Lagebild soll den Informationsaustausch verbessern. Zudem ist die Anbindung an das Nationale Cyber-Abwehrzentrum vorgesehen. mehr...
Berlin: Neue Erkenntnisse nach Cyber-Angriff
[01.09.2026] Ab dem 7. August gab es einen Cyber-Angriff auf das Berliner Datennetz. Zunächst hieß es, dass dabei nur Daten erbeutet wurden, die ohnehin öffentlich zugänglich sind. Nun räumte der Senat ein, dass es „weitere Datenabflüsse“ gegeben habe. Die Hacker versuchen, das Land Berlin damit zu erpressen. mehr...
Sachsen-Anhalt: Mehr Informationssicherheit in der Verwaltung
[31.08.2026] Sachsen-Anhalts Landesbehörden können künftig über vier Rahmenverträge spezialisierte Unterstützung für ihre Informationssicherheit abrufen. Das Angebot umfasst strategische Beratung, Krisenvorsorge, Penetrationstests sowie Schulungen und Sensibilisierung. mehr...
LfD Niedersachsen: Datenschutzbeschwerden auf Rekordniveau
[28.08.2026] Die Zahl der Datenschutzbeschwerden in Niedersachsen ist 2025 um 70 Prozent gestiegen und steigt auch 2026 weiter. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz hat dafür eine überraschende Erklärung: KI-Chatbots machen die Beschwerdemöglichkeiten bekannter und erstellen Musterschreiben. mehr...
Berlin: Cyber-Angriff auf das Landesnetz
[19.08.2026] [mit Update] Nach einem IT-Vorfall wurden zwei Berliner Senatsverwaltungen vom Landesnetz getrennt und waren zeitweise arbeitsunfähig. Davon waren auch wichtige Leistungen wie etwa Wohngeldauszahlungen betroffen. Die IT-forensischen Untersuchungen dauern an. mehr...
Materna Virtual Solution: Kooperation mit Wire
[14.08.2026] Materna Virtual Solution und Wire wollen ihre Lösungen für mobiles Arbeiten miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Container-App SecurePIM und die Kommunikationsplattform Wire. Die gemeinsame Lösung soll je nach Anforderung Sicherheitsniveaus bis Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch (VS-NfD) unterstützen. mehr...
BMDS: Bundesverwaltung stellt Cyber-Schutz neu auf
[23.07.2026] Mit dem neuen Programm CyberGovSecure will der Bund den Schutz seiner Verwaltung zentraler steuern und dringende Sicherheitsmaßnahmen schneller umsetzen. Strategische Vorgaben soll ein neuer Lenkungskreis unter Führung des Digitalministeriums festlegen. mehr...
Berlin: Engere Zusammenarbeit mit dem BSI
[14.07.2026] Berlin und das BSI wollen bei der Abwehr von Cyber-Angriffen enger zusammenarbeiten. Die Vereinbarung setzt einen Punkt der Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland um. Ähnliche Kooperationen bestehen bereits mit mehreren Ländern. mehr...
Sachsen-Anhalt: Cyber-Sicherheitsstrategie vorgestellt
[08.07.2026] Sachsen-Anhalt kommt der Umsetzung der NIS2-Richtlinie einen Schritt näher. Die neue Cyber-Sicherheitsstrategie beschreibt, wie das Land verbindliche Vorgaben für Netz- und Informationssicherheit umsetzen und seine digitale Widerstandsfähigkeit stärken will. mehr...
Datenschutz: Amt des BfDI neu besetzt
[01.07.2026] Ab Oktober übernimmt Moritz Hennemann das Amt des BfDI. Der Freiburger Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt Informationsrecht folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die ihren Rückzug aus gesundheitlichen Gründen bereits im März angekündigt hatte. mehr...
Baden-Württemberg: Sicherheitsarchitektur im Fokus
[30.06.2026] Wie kann die Cyber-Sicherheit in Baden-Württemberg nachhaltig gestärkt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Antrittsbesuchs von CDO Ronja Kemmer bei der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg. mehr...
Brandenburg: Zugangsdaten-Klau erkennen
[26.06.2026] Entwendete Log-in-Daten gehören zu den wichtigen Einfallstoren für Cyber-Angriffe. Ist bekannt, dass dienstliche E-Mail-Adressen oder Passwörter in Datenlecks vorkommen, können Behörden Accounts sichern und Folgeschäden eingrenzen. Brandenburg führt nun ein Tool ein, das prüft, ob Zugangsdaten kompromittiert sind. mehr...
Bundestag: Mehr Befugnisse fürs BSI
[25.06.2026] Am Freitag wird der „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Cyber-Sicherheit“ erstmals in den Bundestag eingebracht. Unter anderem soll das BSI zusätzliche Möglichkeiten erhalten, die Resilienz der Informationstechnik der Bundesverwaltung im Cyber-Raum zu erhöhen und die Erkenntnislage zu verbessern. mehr...














