NIS2-RichtlinieUmsetzung in der Bundesverwaltung startet

BSI-Präsidentin Claudia Plattner spricht bei der Kick-Off-Veranstaltung zu CyberGovSecure in Berlin.
(Bildquelle: BSI)
Mit dem Kick-off des Programms CyberGovSecure hat die Bundesverwaltung den operativen Start für eine koordinierte Stärkung der Cyber-Sicherheit vollzogen. Dies berichtet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). CyberGovSecure ist ein zentraler Baustein zur Umsetzung der EU‑NIS2‑Richtlinie in der Bundesverwaltung. Das Programm soll die Informationssicherheit der Bundesbehörden schnell, wirksam und messbar verbessern und die Handlungsfähigkeit des Staates in einem zunehmend komplexen Bedrohungsumfeld dauerhaft sichern.
Unter der Koordination der Chief Information Security Officer (CISO) Bund und des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) sollen in den kommenden Jahren gezielt Maßnahmen für mehr Cyber-Resilienz umgesetzt werden. Die neue Rolle CISO Bund wurde durch das deutsche NIS2-Umsetzungsgesetz eingerichtet, wahrgenommen wird sie jeweils von der BSI-Leitung, derzeit also von Claudia Plattner. Das BSI begleitet das Vorhaben zudem fachlich.
Umsetzen statt konzipieren
„Cyber-Angriffe sind längst Teil der sicherheitspolitischen Realität. Mit CyberGovSecure schaffen wir in der Bundesregierung erstmals einen strukturierten, ressortübergreifenden Rahmen, um Cyber-Sicherheitsmaßnahmen koordiniert, praxisnah und ohne Umwege umzusetzen“, sagte Plattner. Als CISO Bund ist ihre Rolle zentral: Durch ihre Funktion bündelt der Bund erstmals Koordination und Steuerung für Cyber-Sicherheit über Ressortgrenzen hinweg. CyberGovSecure ist die operative Umsetzung dieses Anspruchs – ein ressortübergreifendes Programm, das Standards, Maßnahmen und Finanzierung strukturiert zusammenführt und so eine effizientere Umsetzung der steigenden Anforderungen ermöglicht.
Das Programm setzt bewusst auf umsetzbare Maßnahmen statt auf umfangreiche Vorarbeiten oder zusätzliche Konzeptpapiere. Alle Bundesbehörden sind in das Programm einbezogen. Die Umsetzung erfolgt in der Verantwortung der jeweiligen Behörden, die dabei fachlich und organisatorisch unterstützt werden. Ein zentrales Berichtswesen sorgt für Transparenz über Umsetzungsstände, Fortschritte und Handlungsbedarfe in der gesamten Bundesverwaltung.
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