BrandenburgStrategie und Testanwendungen für 5G
Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat in Potsdam jetzt die 5G-Strategie für das Land vorgestellt, die auch künftige zellulare Mobilfunktechnologien wie 6G adressiert. Laut einer Meldung des Wirtschaftsministeriums ist die 5G-Technologie aber kein Selbstzweck, sondern entfaltet ihre technologischen und wirtschaftlichen Potenziale erst im Zusammenspiel mit allen Ebenen digitaler Wertschöpfungsprozesse. Als Beispiele nennt das Ministerium autonome Fahrzeuge, Drohnenflug, virtuelle Realität, vernetzte Therapiegeräte im Gesundheitswesen und Industrie 4.0 sowie Brandbekämpfung mit Drohnen.
Bereits bei der Erstellung der 5G-Strategie wurden laut Ministeriumsangaben Projektvorhaben entwickelt, welche die Handlungsfelder und Maßnahmen der Strategie konkretisieren. In einem Anhang zur Strategie werden entsprechende Projektideen beschrieben.
Beteiligung von Kommunen, Forschung und Unternehmen
Die skizzierten Projektideen wurden auch genutzt, um das Förderprojekt 5G-Testbed-BB beim Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) einzuwerben. Der englische Begriff Testbed bedeutet so viel wie „wissenschaftliche Testumgebung“, im IT-Kontext wird damit die Erprobung realer Hardware unter echten Umgebungseinflüssen bezeichnet. An dem Projektantrag beteiligten sich das IHP Frankfurt (Oder), die BTU Cottbus-Senftenberg, die Kommune Welzow, die TH Brandenburg, die TH-Wildau sowie die Unternehmen DAKO Jena und INNOMAN Ilmenau.
Im Rahmen des Projekts sollen stationäre und mobile (nomadische) 5G-Netze sowie Use Cases entwickelt und erprobt werden, die dann aufbereitet als Blaupause für Unternehmen, Kommunen, und Institutionen im Land zur Verfügung gestellt werden sollen. Das Projekt 5G-Testbed BB wird im Beisein der Projektpartner gestartet, mit mehr als 6,5 Millionen Euro gefördert und durch 5G-Projekte in Brandenburg umgesetzt.
Für die 5G-Strategie und das 5G-Testbed-BB haben laut Ministerium bereits die Unternehmen BASF und GGS – Geotechnik, Geoinformatik & Service sowie der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVM) und das Brandenburger Zentrum für Digitalisierung im Mittelstand, Digitalwerk sowie Vodafone einen Letter of Intent unterzeichnet.
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