BSISachsen testet Telefonie-Lösung für Verschlusssachen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und BSI-Präsidentin Claudia Plattner.
(Bildquelle: BSI/Pawel Sosnowski)
Bei einem Besuch des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) an seinem Standort in Freital haben sich der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und Staatssekretär und Landes-CIO Thomas Popp über technische Lösungen zur Kommunikation von Verschlusssachen (VS) informiert. BSI-Präsidentin Claudia Plattner stellte eine hochsichere Telefonie-Lösung vor, für die ein Testbetrieb in Sachsen angedacht ist.
Showroom für sichere IT
Für die Handhabung von Verschlusssachen gelten besondere gesetzliche Anforderungen, die sich auch auf die IT-Systeme erstrecken, mit denen als Verschlusssachen eingestufte Informationen verarbeitet werden. An seinem Standort in Freital betreibt das BSI einen Showroom für solche IT-Systeme. Mit diesem Ausstellungsraum bietet das BSI Entscheidungsträgern, Geheimschutzberatenden, Endnutzenden, Administratoren und Betreibern von VS-IT-Systemen eine umfassende Informations- und Testmöglichkeit. Davon machte jetzt auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer Gebrauch. BSI-Präsidentin Claudia Plattner informierte bei einer Führung zu wesentlichen Aspekten der VS-IT und händigte dem Ministerpräsidenten im Anschluss eine hochsichere Telefonie-Lösung aus, die der Freistaat Sachsen im Rahmen eines Pilotprojektes testen wird.
Kooperation stärkt Cybersicherheit
Vor einem Jahr hatten das BSI und der Freistaat Sachsen eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Cybersicherheit in Sachsen und in ganz Deutschland zu stärken. Die Zusammenarbeit erstreckt sich über acht Handlungsfelder, etwa hinsichtlich Sensibilisierungsveranstaltungen, Cyber-Abwehrmaßnahmen und Unterstützungsleistungen bei IT-Sicherheitsvorfällen.
„Gegen die weltumspannende Cybergefahr müssen wir über Ländergrenzen hinweg eng zusammenarbeiten. Das BSI mit seiner ausgezeichneten Expertise ist daher für uns immer der erste Ansprechpartner, wenn wir unsere Cyberabwehr stetig ausbauen. Dazu gehören auch hochsichere Kommunikationswege“, sagte der Ministerpräsident.
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