Sachsen-AnhaltKI-Assistent für die Landesverwaltung

[16.09.2025] Sachsen-Anhalt testet erstmals den Einsatz generativer KI in der Verwaltung: Ein von Hamburg entwickelter Assistent wird als Pilotprojekt eingeführt. Mitarbeitende aus sieben Ressorts sollen das Tool bis 2026 im Arbeitsalltag erproben.
Niedersachsen gründet ein Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz (KI) in der Verwaltung.

Sachsen-Anhalts Verwaltung pilotiert eine von Hamburg entwickelte KI-Assistenz.

(Bildquelle: sdecoret/123rf.com)

Sachsen-Anhalt startet ein Pilotprojekt mit einem KI-Tool. Ziel sei es, erste Erfahrungen mit generativer Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung des Landes zu sammeln, so das Ministerium für Infrastruktur und Digitales. Einen entsprechenden Vertrag haben Landes-CIO Bernd Schlömer und der Dataport-Vorstandsvorsitzende Johann Bizer unterzeichnet. „Mit dieser KI-Anwendung setzen wir in der Landesverwaltung einen wichtigen Impuls für den digitalen Wandel. Bürgerinnen und Bürger profitieren direkt: Durch effizientere Prozesse und moderne Lösungen verbessern wir unsere Dienstleistungen spürbar. KI-Anwendungen sind dabei ein zentraler Hebel – sie treiben Innovation voran, und wir garantieren einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten“, betont Schlömer. Dabei setze man auf einen pragmatischen Ansatz, indem eine bewährte Anwendung aus Hamburg übernommen werde, so der Landes-CIO. Dies vermeide hohe Entwicklungskosten, und Ressourcen würden dort eingesetzt, wo sie den größten Nutzen entfalten.

Vielfach bewährte Lösung

Schlömer zufolge sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von insgesamt sieben Ressorts die Einsatzmöglichkeiten des KI-Assistenten zukünftig im Arbeitsalltag erproben. Das Tool, für das im Rahmen eines Ideenwettbewerbs noch ein Name gesucht werden soll, wurde speziell für die Anforderungen der öffentlichen Verwaltung konzipiert und hilft zum Beispiel beim Zusammenfassen oder Erstellen von Texten sowie bei Recherchen. Bereits rund 40.000 Mitarbeitende der Verwaltungen in Hamburg, Niedersachsen (wir berichteten), Bremen (wir berichteten) und Rheinland-Pfalz (wir berichteten) nutzen den von der Freien und Hansestadt Hamburg und Dataport entwickelten KI-Assistenten unter dem Namen LLMoin. Er basiert aktuell auf dem Large Language Model GPT-4.1, welches aus der Microsoft-Azure-Cloud eines Rechenzentrums in der EU bezogen wird. Alle Daten und Dokumente werden ausschließlich im grundschutzkonformen Rechenzentrum von Dataport gespeichert. Zudem werden eingegebene Daten nicht zu Trainingszwecken genutzt. Das Pilotprojekt in Sachsen-Anhalt soll bis 2026 laufen.





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