Auswärtiges Amt/ZenDiSContainerhärtung auf openCode

Um die Sicherheit von Software-Containern innerhalb der Cloud zu gewährleisten, müssen diese kontinuierlich auf Schwachstellen geprüft werden.
(Bildquelle: alionaursu/123rf.com)
Die Auslands-IT des Auswärtigen Amts (AA) und das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) starten eine neue Kooperation mit dem Ziel, ein Ökosystem an sicheren Basiskomponenten für die Softwareentwicklung der Verwaltung aufzubauen. Das ZenDiS wird mit der Office- und Kollaborationssuite openDesk beginnen, die Auslands-IT startet mit der Daten- und KI-Plattform PLAIN (kurz für: Platform Analysis and Information System). Für beide sollen gehärtete Basiskomponenten, sogenannte Container-Images, entstehen, die dann zur Nachnutzung auf openCode bereitgestellt werden. Es wird erwartet, dass Automatisierung und Zusammenarbeit Prüfaufwände verringern, Abhängigkeiten reduzieren und die Effizienz moderner Softwareentwicklung steigern. Wie das ZenDiS berichtet, sollen die gehärteten Container die Anforderungen der Deutschen Verwaltungscloud-Strategie (DVS) und des Cyber Resilience Acts (CRA) automatisiert und prüfbar erfüllen.
Der geplante Projektstart ist der 1. Oktober 2025. Ab November sollen bereits kontinuierlich gehärtete Container-Images zur Verfügung gestellt werden. Die beiden Projektinitiatoren laden weitere mögliche Partner ein, sich aktiv zu beteiligen. Interessierte können unter info@opencode.de oder plain-bund@zentrale.auswaertiges-amt.de Kontakt aufnehmen. Das langfristige gemeinsame Ziel ist es, eine breite gehärtete Containerlandschaft für die öffentliche Verwaltung aufzubauen.
Zentral und Open Source statt aufwendiger Eigenregie
Die Verwaltung setzt zunehmend auf Cloudtechnologie. Mit der Deutschen Verwaltungscloud-Strategie und dem Cyber Resilience Act wurden Vorgaben geschaffen, um Cloudlösungen sicher und transparent zu betreiben. Ihre Bausteine, die sogenannten Software-Container, müssen nachweislich sicher sein. Container müssen daher gehärtet werden – und zwar kontinuierlich, da täglich neue Schwachstellen entdeckt werden. Dieser Prozess geschieht bisher hauptsächlich in ressourcenintensiver Eigenregie des jeweilig Einsetzenden oder durch externe Dienstleister, die gehärtete Container als Produkt anbieten.
Die Auslands-IT des AA und das ZenDiS wollen das ändern: „Wir bauen einen Pool an gut dokumentierten und geprüften Containern für die öffentliche Verwaltung auf. Eine solche Infrastruktur gehört zum Fundament eines digital souveränen Staates“, sagt ZenDiS-Geschäftsführer Alexander Pockrandt. Künftig soll die Härtung durch einen automatisierten Prozess zentral auf der Plattform openCode stattfinden.
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