Dataport/IBMKI-gestützter Transkriptionsservice

[10.02.2026] Ob in der Justiz, im Amt oder im Bildungsbereich: In der öffentlichen Verwaltung wird viel besprochen, manuell transkribiert und dokumentiert. Das bindet Ressourcen. Dataport stellt eine KI-Lösung vor, die diese Arbeit erleichtert – und die speziell für den öffentlichen Sektor ausgelegt ist.
Nahaufnahme einer Hand eines futuristischen Roboters, der auf einer Tastatur tippt.

Das neue KI-gestützte Transkriptionstool formt nicht nur aus gesprochener Sprache Schrift, es erleichtert auch die weitere Arbeit mit dem Transkript.

(Bildquelle: zaywinhtal/123rf.com)

Die öffentliche Verwaltung muss immer mehr Verfahren und Aufgaben mit immer knapperen personellen Ressourcen bewältigen, auch infolge des demografischen Wandels. Eine der Aufgaben, die erhebliche Zeit und Fachkräfte bindet, ist die Transkription von Gesprächen, Sitzungen und Verhandlungen. Der öffentliche IT-Dienstleister Dataport und der IBM-Konzern haben nun ein neues, KI-gestütztes Transkriptionstool vorgestellt, das speziell auf die Anforderungen der öffentlichen Verwaltung ausgerichtet ist: Die Lösung dSprachKI soll die manuelle Erstellung von Wortprotokollen vereinfachen und auf diese Weise die Mitarbeitenden entlasten. „Das Beispiel dSprachKI demonstriert, wie wir mit innovativen Lösungen eine tatsächliche Arbeitserleichterung für die öffentliche Verwaltung schaffen“, so Torsten Koß, Vorstand Digitale Transformation bei Dataport. Dafür arbeite Dataport seit jeher strategisch mit Partnern zusammen.

Aus Sprache wird Schrift

dSprachKI ermöglicht laut Dataport die automatische Umwandlung von Sprache in Text und kann direkt aufgenommene Gesprächssituationen ebenso verarbeiten wie hochgeladene Audio- und Videodateien. Die KI erkennt verschiedene Stimmen und ordnet sie den jeweiligen Sprecherinnen und Sprechern zu. Mitarbeitende können sich künftig auf das Korrekturlesen der Transkripte konzentrieren, statt diese vollständig selbst zu erstellen. Darüber hinaus bietet das Tool Funktionen zur Zusammenfassung von Transkripten, zur Generierung relevanter Schlagworte und zur gezielten inhaltlichen Abfrage. Die parallele Verarbeitung mehrerer Transkripte erhöht die Effizienz zusätzlich.

Digital souverän und nachnutzbar

Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit IBM und ausgewählten Kunden, darunter Justizbehörden, um die konkreten Anforderungen aus der Praxis direkt zu adressieren. Das Tool wurde umfassend getestet und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Lösung läuft im BSI-zertifizierten Rechenzentrum von Dataport, die eingesetzten Open-Source-Sprachmodelle Whisper und Mistral werden dabei auf der data[port]ai KI-Plattform betrieben. Die Daten werden weder an externe Anbieter übermittelt noch für das Training von Sprachmodellen verwendet. „Die Kooperation mit IBM zeigt, dass die Entwicklung souveräner KI-Anwendungen wie dSprachKI möglich ist – und das nachnutzbar für verschiedene Verwaltungsressorts“,  sagt Dataport-Vorstand Koß.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Zwei lächelnde ältere Männer sitzen in einem historisch getäfelten Zimmer an einem polierten Holztisch, vor sich Dokumente.

Bremen: Dienstvereinbarung für den KI-Einsatz

[05.05.2026] In Bremen tritt eine neue Dienstvereinbarung zur Nutzung Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung in Kraft. Mit internen klaren Regeln gibt sie den Mitarbeitenden Rechtssicherheit im Umgang mit KI und sorgt für Transparenz und Beschäftigtenschutz. mehr...

Frau vor Laptop_LLMoin-pilot-SH

Schleswig-Holstein: LLMoin-Pilot für die Landesverwaltung

[29.04.2026] In der Landesverwaltung Schleswig-Holstein ist das Pilotprojekt LLMoin gestartet. Bei 1.000 Beschäftigten wird der KI-Assistent nun in den IT-Arbeitsplatz integriert. Das norddeutsche Bundesland nutzt erstmals eine von Dataport angepasste Produktversion von LLMoin. mehr...

Wolters Kluwer (hier der deutsche Hauptsitz in Hürth) liefert Diktier-Workflow-Lösung an rheinland-pfälzische Justiz.

Wolters Kluwer: Von der Idee zur Anwendung

[28.04.2026] Wolters Kluwer lädt zum dritten GovTech Prompt-a-thon ein. Am 18. Juni werden Expertinnen und Experten aus dem öffentlichen Sektor sowie aus IT, Recht und Projektmanagement gemeinsam an zukunftsweisenden KI-Lösungen für reale Verwaltungsherausforderungen arbeiten. mehr...

Graph Intelligence

Materna/Neo4j: Strategische Partnerschaft

[17.04.2026] Eine strategische Partnerschaft für Graph-Intelligence und erklärbare KI haben Materna und Neo4j geschlossen. Damit baut die Unternehmensgruppe Materna ihre Kompetenz für vernetzte Datenanalysen in sicherheitskritischen und regulierten Umfeldern aus. mehr...

Nahaufnahme einer Hand eines futuristischen Roboters, der auf einer Tastatur tippt.

BMDS: Open-Source-KI-Module für die Verwaltung

[08.04.2026] Im Projekt SPARK hat das BMDS in den vergangenen acht Monaten KI-Module entwickeln lassen, die komplexe verwaltungsrechtliche Planungs- und Genehmigungsverfahren als operative Assistenz unterstützen können. mehr...

Häne über Laptop-Tastatur, im Hintergrund ein Bildschirm mit Code, Lichtstimmung Türkis-Blau

Orientierungshilfe: KI in der Verwaltung – aber mit Datenschutz

[01.04.2026] Um Künstliche Intelligenz innerhalb der öffentlichen Verwaltung erfolgreich zu betreiben, müssen europäische und nationale Datenschutzverordnungen eingehalten werden. Der Bayerische Datenschutzbeauftragte hat jetzt eine Orientierungshilfe für die Umsetzung von KI-Projekten vorgelegt. mehr...

Ordner mit Namen Finanzamt und Steuererklärung

Bayern: Steuerverwaltung
 macht Tempo mit KI

[20.03.2026] Die bayerische Steuerverwaltung setzt für noch mehr Effizienz und Bürgerfreundlichkeit verstärkt auf KI-Lösungen. Entsprechende Pilotprojekte sind jetzt in den Finanzämtern Augsburg-Stadt und Regensburg gestartet. mehr...

Illustration: Mann sitzt mit freundlichem Roboter an Büroschreibtisch

Nordrhein-Westfalen: KI für schnellere Verwaltung

[04.03.2026] Der Verwaltungsassistent NRW.Genius ist das zentrale KI-Projekt in Nordrhein-Westfalen. Die Lösung wurde gezielt für alle Verwaltungsebenen entwickelt. Bald steht sie auch für die Finanzverwaltung zur Verfügung – aus Datenschutzgründen erfolgt der Betrieb im eigenen Rechenzentrum. mehr...

Vektorgrafik eines Laptops, im Hintergrund sind abgehakte Dokumente zu sehen.

Brandenburg: KI für Ausländerbehörden

[13.02.2026] Mit „Aufenthalt Digital“ verantwortet das Innenministerium Brandenburg ein bundesweit erfolgreiches Programm. Dieses erhält nun ein KI-Update: Eine neue Funktion prüft, ob digital eingereichte Dokumente die tatsächlich erforderlichen sind. mehr...

Blick über die Spree aufs Bundeskanzleramt

EU AI Act: Schlanke KI-Aufsicht für Deutschland

[12.02.2026] Das Bundeskabinett hat den Entwurf zum nationalen Durchführungsgesetz für den EU AI Act beschlossen. Ziel ist die Schaffung einer Aufsichtsstruktur für Entwicklung, Bereitstellung und Betrieb von KI-Systemen in der Verwaltung und Wirtschaft. mehr...

Männerhände auf Laptop-Tastatur, auf dem Screen sieht man ein KI-Eingabefeld

ÖFIT: Nachnutzung generativer KI-Systeme

[12.02.2026] Eine ÖFIT-Untersuchung zeigt: Die Nachnutzung bestehender generativer KI-Systeme in Bund, Ländern und Kommunen ist möglich, die Schaffung einer Plattform für alle Akteure aber schwierig. Stattdessen empfiehlt die Studie eine gemeinsame Referenzarchitektur, basierend auf den Nutzerbedarfen. mehr...

Oberkörper und Häne einer Person in einer Büroumgebung, die auf einem silbernen Laptop tippt.

CSBW: Neues Lernmodul zu KI

[09.02.2026] Das Lernangebot der Cybersicherheitsagentur Baden-Württemberg liefert in verschiedenen Formaten Wissen zu wichtigen Cybersicherheitsthemen. Verwaltungsmitarbeitende erhalten Hintergrundwissen, Praxistipps und Handlungsempfehlungen. Nun gibt es eine neue interaktive Schulungseinheit zum KI-Einsatz. mehr...

Nahaufnahme weibliche Hände an einer Tastatur

Berlin: Kein Behördendeutsch dank KI

[04.02.2026] Damit Behörden Texte automatisiert in bürgernahe Sprache sowie in Leichte Sprache übersetzen können, stellt die Berliner Senatskanzlei ab sofort und zunächst für drei Jahre eine KI-unterstützte Software zur Verfügung. mehr...

Montage: Schreibtisch, Laptops, Hände von Jacketttragenden Männern, Überlagerung mit diversen IT-Icons

Künstliche Intelligenz: KI-Marktplatz MaKI startet

[03.02.2026] Mit dem bundesweiten KI-Marktplatz MaKI startet eine zentrale Plattform für den Austausch von KI-Anwendungen in der Verwaltung. Der MaKI schafft erstmals einen ebenenübergreifenden Überblick über KI-Anwendungen in Bund, Ländern und Kommunen und erleichtert deren gemeinsame Nutzung. mehr...