MaternaSicherheitspolitik als digitale Aufgabe

Materna eröffnet neuen Standort für Defence und digitale Souveränität in Koblenz.
v.l.: Uwe Scariot, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Materna-Gruppe; David Follmann, Geschäftsführer IRM Immobilien Rhein-Mosel; Michael Hagedorn, CEO der Materna-Gruppe; Dr. René Rüdinger, CFO der Materna-Gruppe; Ulrich Bötzel, Senior Vice President Defence der Materna-Gruppe
(Bildquelle: Lorenz Finken)
Materna eröffnet neuen Standort für Defence und digitale Souveränität in Koblenz.
v.l.: Uwe Scariot, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Materna-Gruppe; David Follmann, Geschäftsführer IRM Immobilien Rhein-Mosel; Michael Hagedorn, CEO der Materna-Gruppe; Dr. René Rüdinger, CFO der Materna-Gruppe; Ulrich Bötzel, Senior Vice President Defence der Materna-Gruppe
(Bildquelle: Lorenz Finken)
Die Materna Information & Communications SE hat ihren neuen Standort in Koblenz offiziell eröffnet. Damit baut das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Zusammenarbeit mit Auftraggebern aus dem Umfeld von Bundeswehr und öffentlicher Verwaltung weiter aus. Ziel sei es, komplexe Digitalisierungsvorhaben enger vor Ort zu begleiten und gemeinsam mit Auftraggebern umzusetzen.
„Die sicherheitspolitische Zeitenwende ist auch eine digitale Aufgabe“, erklärte Michael Hagedorn, CEO der Materna Group, zur Eröffnung. „Staatliche Handlungsfähigkeit entsteht heute aus digitalen Architekturen, verlässlichen Datenlagen und der Fähigkeit, auch unter Druck fundierte Entscheidungen zu treffen. Wir investieren gezielt in diese Fähigkeiten und übernehmen Verantwortung dort, wo digitale Lösungen auch unter Belastung zuverlässig funktionieren müssen.“
Lösungen für sicherheitsrelevante Bereiche
Künftig werden laut Materna 23 Mitarbeitende am Standort Koblenz Lösungen für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen entwickeln und betreiben. Dazu zählen Lagebilder aus verteilten Datenquellen, geschützte Kommunikationswege sowie digitale Systeme für Führungs- und Logistikprozesse. „Wir entwickeln hier Lösungen, die auch unter Krisenbedingungen funktionieren – von Lagebildern bis hin zu stabilen Prozessen und sicherer Kommunikation“, fasst Ulrich Bötzel, Senior Vice President Defence zusammen, der seine Aktivitäten künftig ebenfalls vom neuen Standort aus verantworten wird. Die Entscheidung für Koblenz sei dabei ganz bewusst gefallen – die Nähe zu zentralen Einrichtungen von Bundeswehr und Verwaltung schaffe kurze Wege für Zusammenarbeit und Umsetzung.
Im Rahmen der Standorteröffnung hob Generalmajor a. D. Michael Färber in seiner Keynote die Bedeutung digitaler Souveränität für moderne Sicherheits- und Verteidigungsstrukturen hervor und betonte auch die Notwendigkeit interoperabler und belastbarer Systeme. „Die Digitalisierung sicherheitsrelevanter Strukturen wird zunehmend zur Grundlage digitaler Souveränität“, so Färber.
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