BremenBeweismittelnetz stärkt die Ermittlungsarbeit

Digitale Beweismittel müssen so gesichert werden, dass sie zur Auswertung und für die weitere Strafverfolgung leicht zugänglich sind.
(Bildquelle: marchenkooleksandr/123rf.com)
Findet die Polizei verdächtige Dateien auf einer sichergestellten Festplatte, braucht es für die Auswertung Zeit und die richtige Technik. In Bremen war beides bisher Mangelware: Das dazu bis dato genutzte System der Bremer Polizei ist veraltet und hat keine freien Kapazitäten mehr, heißt es in einer Pressemeldung der Innensenatorin. Doch das ändere sich jetzt, denn die Polizei Bremen sowie die Ortspolizeibehörde Bremerhaven treten der „Integrierten Untersuchungs- und Auswerteumgebung“ (IUA) des Bundeskriminalamts bei, einem sicheren digitalen Netz, das mehrere Bundesländer gemeinsam nutzen. „Kriminalität ist längst auch digital. Unsere Polizei braucht dafür die besten Werkzeuge. Mit dem Beitritt in das bundesweite Netz machen wir einen großen Schritt nach vorn – für schnellere Ermittlungen, sichere Beweise und mehr Gerechtigkeit“, so Bremens Innensenatorin Eva Högl.
Bessere Zusammenarbeit
Ermittlerinnen und Ermittler können digitale Beweismittel künftig schneller sichern, aufbereiten und auswerten. Spezialisierte Polizistinnen und Polizisten erhalten Zugriff auf das System und bleiben dabei örtlich flexibel – bis hin zum Homeoffice. Außerdem ist die Zusammenarbeit mit dem BKA und anderen Ländern erleichtert. Beweise und Ermittlungsergebnisse gelangen schneller an Staatsanwaltschaften und Gerichte, was Strafverfahren beschleunigt. Zudem spart das Land laut Innensenatorin langfristig Kosten für Wartung, Energie und den Betrieb eigener Serverinfrastruktur.
Die Finanzierung erfolgt aus Bundesmitteln des Infrastruktur-Sonderprogramms. Für Bremen stehen daraus insgesamt rund 941 Millionen Euro für öffentliche Investitionen zur Verfügung.
Berlin: Resilientere Kommunikationsnetze
[17.08.2026] Berlin will seine Mobilfunknetze besser gegen Stromausfälle wappnen. Ein neues Resilienz-Konzept bündelt zwölf Maßnahmen von optimierten Meldeketten und gesicherter Kraftstoffversorgung bis zu stabilem Mobilfunk an KAT-Leuchttürmen. mehr...
Schleswig-Holstein: Einheitliche Technik für große Schadenslagen
[03.08.2026] Schleswig-Holstein beschafft eine neue Software für die Bevölkerungsschutzbehörden von Land und Kommunen. Sie soll den Austausch von Lageinformationen nahezu in Echtzeit ermöglichen und vor allem bei großflächigen Schadenslagen eine bessere Koordination unterstützen. mehr...
Katastrophenhilfe: Das 5G-Netz kommt per Drohne
[24.07.2026] In der Nothilfe ist ein leistungsstarkes Kommunikationsnetz essenziell: Es ermöglicht gezielte Rettung durch ein detailliertes Lagebild und sorgt für die Sicherheit der Einsatzkräfte. Ein Forschungsbündnis hat nun eine 5G-Breitbandlösung entwickelt, die auf eine Drohne passt – und damit nahezu überall eingesetzt werden kann. mehr...
Hessen/Bayern: Kooperation bei VR-gestützter Tatortarbeit
[20.07.2026] Bayern und Hessen wollen das in Bayern entwickelte Holodeck künftig gemeinsam weiterentwickeln. Die VR-Technik bildet Tatorte dreidimensional nach und soll Ermittlungen, Rekonstruktionen und Dokumentationen unterstützen. Auch KI-Assistenzen sind vorgesehen. mehr...
Berlin: Komplexe Lagen schnell erfassen
[13.07.2026] Berlin steht als Hauptstadt und Austragungsort zahlreicher Großveranstaltungen vor hohen Sicherheitsanforderungen. Die Stadt und das DLR haben nun eine Kooperation vereinbart: In Zukunft sollen innovative Technologien gemeinsam mit den Berliner BOS praxisnah entwickelt und eingesetzt werden. mehr...
Sachsen-Anhalt: Neue Plattform für Polizeieinsätze
[23.06.2026] In Sachsen-Anhalt führt die Landespolizei die Leitstellensoftware eOCS landesweit ein. Das browserbasierte System verknüpft Einsatzinformationen von Notruf bis Dokumentation und bindet Einsatzkräfte über eine mobile Anwendung direkter ein. mehr...
Fraunhofer IGD: Digitale Technologien für Sicherheitsbehörden
[26.05.2026] Begrenzte personelle Ressourcen und komplexere Einsatzlagen erfordern neue Ansätze in der Inneren Sicherheit. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD zeigt, wie digitale Technologien Ermittlungen effizienter gestalten und Einsatzkräfte gezielt unterstützen können. mehr...
Materna: Sicherheitspolitik als digitale Aufgabe
[20.05.2026] Das Unternehmen Materna baut seine Präsenz nahe zentraler Auftraggeber aus Bundeswehr und Verwaltung aus und eröffnet einen neuen Standort für Defence und digitale Souveränität in Koblenz. Dort sollen künftig Lösungen für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen entwickelt werden. mehr...
Thüringen: Online-Wache bewährt sich
[17.03.2026] In Thüringen hat sich die Online-Wache – eine im Zuge der OZG-Umsetzung entwickelte Einer-für-Alle-Leistung – zu einem oft genutzten Service entwickelt. Im vergangenen Jahr wurden darüber über 20.000 Anzeigen erstattet. Eine Weiterentwicklung ist geplant. mehr...
Sachsen-Anhalt: Neue Einsatz-App für die Polizei
[26.01.2026] Die Landespolizei Sachsen-Anhalt setzt bei der Einsatzkommunikation künftig landesweit auf die App resQnect. Die mobile Anwendung vernetzt Einsatzkräfte mit Lage- und Führungszentren und wird nach einer Pilotphase nun im Streifendienst eingesetzt. mehr...
Bundeswehr: Megaprojekt D-LBO startet
[28.11.2025] Das Gefechtsfeld des 21. Jahrhunderts erfordert vernetzte Kommunikation, präzise Daten und schnelle Entscheidungen. Das Megaprojekt Digitalisierung Landbasierte Operationen (D-LBO) ist daher eines der großen Zukunftsvorhaben der Bundeswehr. mehr...
Bayern: Bericht zur Cybersicherheit 2025
[17.11.2025] Für Bayern liegt jetzt der diesjährige Bericht zur Cybersicherheit im Freistaat vor. Die Bedrohungslage ist demnach weiterhin hoch, mutmaßlich politisch motivierte Cyberangriffe nehmen zu. Bayern hat seine Schutzmaßnahmen angepasst und die Präventionsangebote für den Bereich Wirtschaft und Gesellschaft weiterentwickelt. mehr...
Hamburg: Videoüberwachung mit smarter KI
[11.11.2025] Hamburg führt die Erprobung KI-gestützter Videobeobachtung fort: Nach dem erfolgreichen Test am Hansaplatz soll die Technologie nun auch am Hauptbahnhof Gefahrensituationen früh erkennen und so ein schnelleres Eingreifen der Polizei ermöglichen. mehr...
Brandenburg: Internetwache mit neuen Funktionen
[10.10.2025] Die brandenburgische Internetwache ist jetzt mit dem bundesweiten Strafanzeigenportal P20-Onlinewache verbunden. Das Land verspricht sich davon Zeitersparnis für Nutzende und Polizei. mehr...












