JustizcloudITDZ Berlin übernimmt zentrale Aufgaben

[31.07.2026] Das ITDZ Berlin übernimmt zentrale Serviceprozesse für die bundesweite Justizcloud. Damit stärkt der Berliner IT-Dienstleister seine Rolle in einem länderübergreifenden Digitalisierungsprojekt der Justiz und übernimmt Aufgaben für den Betrieb der gemeinsamen Cloud-Infrastruktur.

Maria Borelli, Vorständin des ITDZ Berlin, auf dem dritten IT-Dienstleister-Forum, in dessen Rahmen bekannt gegeben wurde, dass das ITDZ Berlin zentrale Aufgaben für den Betrieb der bundesweiten Justizcloud übernimmt.

(Bildquelle: ITDZ Berlin)

Das ITDZ Berlin übernimmt zentrale Aufgaben für den Betrieb der bundesweiten Justizcloud. Wie der Berliner IT-Dienstleister mitteilt, verantwortet er künftig das Leistungspaket Ticketing und Configuration Management Database (CMDB) und bringt damit seine Erfahrung im IT-Service-Management in das gemeinsame Digitalisierungsprojekt der Justiz ein.

Die neue Aufgabe wurde beim dritten IT-Dienstleister-Forum zur bundesweiten Justizcloud vorgestellt. An der Veranstaltung nahmen Vertreter des Bundesministeriums der Justiz, des Aufbaustabs der bundeseinheitlichen Justizcloud sowie der Justiz-IT der Länder teil. Sie informierten sich über den Projektstand, tauschten Erfahrungen aus und berieten die nächsten Umsetzungsschritte.

Mit der Justizcloud sollen Anwendungen künftig nicht mehr in jedem Bundesland separat betrieben werden. Stattdessen ist eine gemeinsame Cloud-Infrastruktur vorgesehen, über die Fachverfahren länderübergreifend bereitgestellt und genutzt werden können. Ziel ist es, Entwicklungs- und Betriebsaufwand zu verringern, Software einfacher zu aktualisieren sowie einheitliche Standards für IT-Sicherheit und Datenschutz zu schaffen (wir berichteten).

Das vom ITDZ Berlin übernommene Ticketing bildet die zentrale Anlaufstelle für Störungsmeldungen, Serviceanfragen und Supportfälle. Alle Vorgänge werden dort erfasst, koordiniert und bearbeitet. Das soll die Serviceprozesse vereinheitlichen und Ausfallzeiten verkürzen.

Ergänzend übernimmt das ITDZ Berlin den Aufbau und Betrieb einer Configuration Management Database (CMDB). Die CMDB dokumentiert die technischen Komponenten der Justizcloud und ihre Beziehungen zueinander. Dadurch lassen sich Änderungen an der Infrastruktur besser planen, Abhängigkeiten schneller erkennen und die Auswirkungen von Störungen präziser bewerten. Ticketing und CMDB bilden zusammen eine zentrale Grundlage für den sicheren und stabilen Betrieb der Cloud-Plattform.

„Für das ITDZ Berlin ist die Mitwirkung an der bundeseinheitlichen Justizcloud ein bedeutender Schritt. Als IT-Dienstleister bringen wir unsere Expertise mit dem Leistungspaket Ticketing und Configuration Management Database (CMDB) ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer sicheren, leistungsfähigen und bundesweit einheitlichen IT-Infrastruktur der Justiz“, sagte Vorständin Maria Borelli.

Hans Kukemüller, Abteilungsleiter Service im ITDZ Berlin, verwies zudem auf den Nutzen des Projekts für den IT-Dienstleister selbst: „Es ist wichtig, dass das ITDZ Berlin auch im föderalen Kontext und außerhalb Berlins an Projekten mitwirkt. Zudem ist die Erfahrung mit ServiceNow mit der Justiz als Kunde wichtig für uns, um ServiceNow auch anderen Kunden innerhalb Berlins anbieten zu können.“





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