IT-PlanungsratDatenqualität im Fokus

[04.08.2026] Der Stellenwert qualitativ hochwertiger Verwaltungsdaten wird zwar anerkannt – systematisch gesichert wird ihre Qualität aber nur selten. Eine Umfrage des IT-Planungsrats zeigt Defizite bei Zuständigkeiten, Standards und automatisierten Prüfungen.
Rote Bildfläche mit erhaben dargestellten Zufallszahlen

Der viel zitierte „Datenschatz“ der öffentlichen Verwaltung wird in der Praxis erstaunlich wenig beachtet.

(Bildquelle: irochka/123rf.com)

Um die Verwaltung effizienter zu machen und das Angebot an staatlichen digitalen Leistungen für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu beschleunigen, müssen Daten erschlossen und nutzbar gemacht werden. Die Qualität der Daten gilt dabei als ein Schlüsselfaktor für gutes Verwaltungshandeln. Vor diesem Hintergrund hat das Kompetenzteam Data Governance im Schwerpunktthema Datennutzung des IT-Planungsrats einen Kurzbericht zur Datenqualität im öffentlichen Sektor veröffentlicht.
Dieser wertet eine Umfrage unter 1.459 Beschäftigten aus allen Ebenen der öffentlichen Verwaltung in Bund, Ländern und Kommunen aus. Fachlich kamen die Teilnehmenden vor allem aus den Bereichen Organisation und Digitalisierung, dem IT- und Informationsmanagement, aus den Fachverwaltungen sowie dem Geodatenbereich.

Es fehlt die Data Governance

Die Umfrage zeigt, dass rund drei Viertel der Befragten der Datenqualität in ihrem Aufgabenbereich einen hohen oder sehr hohen Stellenwert beimessen. In der Umsetzung sieht es jedoch anders aus: Nur sieben Prozent prüfen ihre Daten systematisch und automatisiert, ein Viertel prüft sie nie. Klare Verantwortlichkeiten bestehen nur in jeder zehnten Organisation. Als größte Hindernisse nennen die Befragten unklare Zuständigkeiten, fehlende Standards, eine zu geringe Priorisierung durch die Leitungsebene und Brüche zwischen IT-Systemen.

Handreichung geplant

Der Kurzbericht zieht daraus ein klares Fazit: Datenqualität braucht verbindliche Regeln, klar definierte Prozesse und automatisierte Prüfungen. Nur so könne ein Fundament für gute Automatisierungen und KI-Anwendungen von morgen entstehen, betont der IT-Planungsrat in seiner Meldung.
Im vierten Quartal 2026 will das Gremium eine ausführliche „Handreichung Datenqualität“ veröffentlichen. Darin sollen die Ergebnisse der Umfrage weiter vertieft sowie konkrete Empfehlungen für die Praxis gegeben werden.





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