BayernPrototypen für Verwaltungssoftware

[30.10.2026] Das bayerische Digitalministerium bringt in der Digitalschmiede Studierende und Digitalfachleute mit Verwaltungsbeschäftigten zusammen. Gemeinsam entwickeln sie digitale Anwendungen für Behörden. Nun wurden vier Prototypen vorgestellt, darunter ein KI-Prozesslotse.
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Das Innovationsprogramm Digitalschmiede Bayern bringt seit 2021 Tech-Talente und Verwaltungsprofis zusammen.

(Bildquelle: neyro2008/123rf.com)

Mit Methoden aus der Start-up-Welt neue Lösungen für den Behördenalltag entwickeln: Diesen Ansatz verfolgt die Digitalschmiede Bayern, ein Innovationsprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales. Studierende, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie Digitalfachleute arbeiten dabei mit Beschäftigten der Staatsverwaltung an konkreten Problemen aus deren Arbeitsalltag. Zum Abschluss des sechsten Durchgangs stellten nach Angaben des Ministeriums vier interdisziplinäre Teams die digitalen Prototypen vor, die sie innerhalb von zwölf Wochen entwickelt hatten. Als Beispiel nennt das Ministerium einen KI-gestützten Prozesslotsen: Er soll Verwaltungsbeschäftigte künftig sicherer und schneller durch komplexe IT- und Vergabeverfahren führen.

13 Projekte werden weiterverfolgt

Von den 20 Projekten aus den ersten fünf Durchgängen werden nach Angaben des Ministeriums 13 weiterverfolgt. Dazu gehört beispielsweise ein automatischer Schriftsatzgenerator, dessen Programmcode inzwischen als Open Source zur Verfügung steht. Weitere Lösungen unterstützen unter anderem landwirtschaftliche Kontrollen und die Evaluation von Behördenverlagerungen. „Entscheidend ist deshalb nicht, wie viele Prototypen wir präsentieren, sondern wie viele gute Ideen anschließend tatsächlich in der Praxis ankommen. Genau daran lassen wir uns messen“, erklärte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring.

Mehr als 100 Digitaltalente beteiligt

Das Digitalministerium rief die Digitalschmiede Ende 2021 ins Leben. Seit 2022 koordiniert die Bayerische Agentur für Digitales (byte) das Programm und setzt es mit Unterstützung des Ministeriums um. Mehr als 100 Menschen mit digitalen Fachkenntnissen haben seit dem Start zusätzlich zu den Verwaltungsbeschäftigten mitgewirkt. In den Innovationsprojekten kommen Design Thinking, agile Produktentwicklung und Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die entwickelten Lösungen sollen Beschäftigte von Routineaufgaben entlasten, Verfahren vereinfachen und einen gezielteren Einsatz von Ressourcen ermöglichen.



Stichwörter: Allgemein, Bayern, Start-ups


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