GAIA-X131 Vorhabenskizzen eingegangen

[21.05.2021] Für den GAIA-X Förderwettbewerb sind 131 Vorhabensskizzen bei der Bundesnetzagentur eingegangen. Die aussichtsreichsten Skizzen werden nun ausgewählt und sollen zwischen dem 9. und 11. Juli 2021 einem Gutachtergremium vorgestellt werden.
Domänenzuordnung der eingereichten Skizzen

Domänenzuordnung der eingereichten Skizzen

(Bildquelle: Bundesnetzagentur)

Für den GAIA-X Förderwettbewerb haben sich 131 Konsortien aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand mit Vorhabenskizzen in zehn Domänen beworben. Das teilt jetzt die Bundesnetzagentur (BNetzA) mit. Unter den eingegangenen Skizzen decken 30 gleich mehrere Domänen ab. Der Bundesnetzagentur zufolge beläuft sich die beantragte Fördersumme auf circa 1,2 Milliarden Euro. Durchschnittlich seien das etwa 9,16 Millionen Euro pro Skizze. Fristende für die Teilnahme am Förderwettbewerb „Innovative und praxisnahe Anwendungen und Datenräume im digitalen Ökosystem GAIA-X“ war der 7. Mai 2021 (wir berichteten).
„Die Anzahl der eingereichten Skizzen zeigt, wie groß das Interesse und der Bedarf an einer sicheren und vernetzten Dateninfrastruktur für eine souveräne Datenverarbeitung ist“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Mit dem Förderwettbewerb unterstützen wir das Projekt GAIA-X und treiben die digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Europas voran.“
Den GAIA-X Förderwettbewerb führt die Bundesnetzagentur im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durch. Dabei berate sie die Antragsteller, bewillige Förderanträge und führe eine Erfolgskontrolle der Vorhaben nach Abschluss durch.

Adressaten von GAIA-X

Laut Bundesnetzagentur soll der Wettbewerb die Anwenderseite von GAIA-X ansprechen. Gefördert werde die Entwicklung von Leuchtturmvorhaben in Form von so genannten Use Cases innerhalb der GAIA-X Domäne und domänenübergreifend. Dies umfasse unter anderem die Bereiche Industrie 4.0/KMU, Gesundheit, Finanzwesen, Öffentlicher Sektor, Geo-Informationen, Smart Living, Energie, Mobilität und Agrar.
Ein Datenökosystem wie GAIA-X sei besonders für kleinere und mittlere Unternehmen sowie Start-ups attraktiv. Diesen biete es die Chance, schnell und einfach auf geteilte Ressourcen zuzugreifen, wie etwa leistungsstarke Infrastrukturen oder KI-Dienstleistungen. Zudem ermögliche es den Austausch von Daten mit Kooperationspartnern. Insgesamt seien 314 KMU und 96 Start-ups an den eingereichten Vorhabenskizzen beteiligt, also durchschnittlich drei Akteure pro Verbundvorhaben.

Weitere Etappen und wesentliche Auswahlkriterien

Nach Prüfung der eingegangenen Skizzen will die Bundesnetzagentur die Interessenten mit den aussichtsreichsten Skizzen dazu einladen, ihre Ideen zwischen dem 9. und 11. Juni 2021 vor einem Gutachtergremium zu präsentieren. Die Konsortien, die sich dafür durchgesetzt haben, sollen anschließend vollständige Förderanträge bei der Bundesnetzagentur einreichen. Diese müssen eine ausführliche Vorhabensbeschreibung sowie eine Arbeits-, Finanzierungs- und Verwertungsplanung enthalten.
Als wesentliche Auswahlkriterien nennt die Bundesnetzagentur den Innovationsgehalt und die Originalität des Lösungsansatzes, seine technische Machbarkeit sowie sein Markt- und Anwendungspotenzial. Auch die Zusammensetzung des Konsortiums in Bezug auf die Abdeckung der Wertschöpfungskette finde Berücksichtigung. Eine finanzielle Förderung sollen dann solche Anträge erhalten, die den technologischen Bedarf und den wirtschaftlichen Nutzen von GAIA-X deutlich machen sowie gesellschaftlich relevant sind.





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