openDeskArbeitsfähig im Krisenfall

Die Open-Source-Lösung openDesk soll im Krisenfall die Kommunikationsfähigkeit von Sozialversicherungsträgern gewährleisten.
(Bildquelle: momius/123rf.com)
Digitale Dienste sind neben Wasser, Strom und Verkehrswegen zu einer Kritischen Infrastruktur geworden. Ist eine digitale Zusammenarbeit aufgrund eines Ausfalls oder einer Kompromittierung bestehender digitaler Systeme nicht mehr möglich, stehen Behörden zwangsweise still. Im Pilotprojekt „Cloudbasierte Kommunikation im Krisenfall“ (CKKI) erproben verschiedene Sozialversicherungsträger und deren IT-Dienstleister die Office- und Kollaborationssuite openDesk für die Kommunikation im Krisenfall. Dies meldet das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS), welches openDesk weiterentwickelt und hier die Projektsteuerung übernommen hat. Beteiligt sind die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV), die Bundesagentur für Arbeit (BA), der Digitalisierungspartner der gesetzlichen Krankenversicherung, Bitmarck und der IT-Dienstleister für die Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung, BG-Phoenics. An der Umsetzung wirken außerdem die Verbundpartner IONOS, STACKIT und T-Systems mit. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert.
Zusammenarbeiten per Browser
Im Rahmen des Projekts soll openDesk als Notfallarbeitsplatz etabliert werden. OpenDesk ist eine vollumfängliche digitale Arbeitsplatzlösung. Sie enthält klassische Funktionen wie E-Mail, Kalender, Kontakte, Aufgaben- und Projektmanagement, Video- und Chatfunktionen sowie Notizen- und Wissensdatenbanken – alles basierend auf Open Source. Da die Lösung außerdem komplett browserbasiert ist, können sich die Anwender ortsunabhängig über ein sicheres Log-in anmelden und dann miteinander arbeiten. Konkret werden vier openDesk-Instanzen für die Projektbeteiligten installiert. Dabei sollen Interoperabilität, Konnektivität und der übergreifende Nutzen unterschiedlicher Cloud-Infrastrukturen in verschiedenen Szenarien exemplarisch erprobt werden.
Skalierung angestrebt
Die Projektlaufzeit erstreckt sich von Januar bis April 2026. Die Beteiligten möchten das Projekt außerdem skalieren: Die Erkenntnisse fließen direkt in die 8ra Initiative ein. Diese hat zum Ziel, eine sichere und souveräne Cloud- und Edge-Infrastruktur in Europa aufzubauen, in der verschiedene Anbieter problemlos zusammenarbeiten können. Harald Joos, der Cloud-Beauftragte bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, führt aus: „Mit dem Einsatz von openDesk erhöhen wir unsere Resilienz und stärken gleichzeitig die Digitale Souveränität. Zugleich zeigen wir unseren europäischen Partnern, dass souveräne Cloud-Infrastruktur auch auf EU-Ebene erfolgreich eingesetzt werden kann.“
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