GovTech Campus DeutschlandBSI erarbeitet sichere Cloud

[09.04.2024] Cloud Computing gilt als Rückgrat und Treiber der Digitalisierung in vielen Bereichen, auch bei der Verwaltungsdigitalisierung. Nun ist das BSI dem GovTech Campus Deutschland beigetreten, wo es im Rahmen eines Reallabors die Sicherheit von Public Clouds untersuchen und verbessern will.
Zwei Männer in formaler Office-Kleidung stehen vor einer grauen Betonwand.

Das BSI will eine sichere Cloud-Nutzung ermöglichen und so Kritische Infrastrukturen krisenfest und zukunftsfähig machen.

v.l.: David Steinacker, GovTech Campus und Thomas Caspers, BSI

(Bildquelle: BSI)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist dem GovTech Campus in Berlin beigetreten. Dieser fördert die Kollaboration zwischen Verwaltung, Technologie-Szene, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Im Verbund mit Projektpartnern arbeitet das BSI dort in einem Cloud-Reallabor daran, Public-Cloud-Dienste für die Bundesverwaltung und Betreiber Kritischer Infrastrukturen sicher nutzbar zu machen.

Dabei geht es unter anderem darum, die Public Clouds großer Cloud-Serviceanbieter aus Deutschland und Europa und der so genannten Hyperscaler aus den USA systematisch so zu erweitern, dass auch sensible und als Verschlusssachen eingestufte Daten sicher dort abgelegt und verarbeitet werden können. Neben Technologieanbietern und deutschen Behörden wie dem BSI und dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) nehmen auch Sozialversicherungsträger wie die Deutsche Rentenversicherung (DRV Bund) an dem Projekt teil. Als Cloud-Beauftragter der DRV Bund leitet Harald Joos die gemeinsamen Arbeiten im Reallabor.

Schutz bis zu VS NfD

Cloud-Plattformen bieten technologiebedingt wesentlich weitreichendere Detektionsmöglichkeiten für Cyber-Risiken als andere Architekturen. Um die damit verbundenen Chancen adäquat zu adressieren, entwickelt das BSI unter Anwendung von Angreifer- und Bedrohungsmodellen Empfehlungen zur wirksamen Nutzung dieser Möglichkeiten.

Transparente Sicherheitsbewertungen, Empfehlungen und Regulierungen für den Einsatz von Cloud-Technologien in der Bundesverwaltung und Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) machen zudem die verbleibenden Risiken beherrschbar. Ziel ist es zunächst, Daten und Dokumente bis zum Geheimhaltungsgrad VS NfD / EU RESTRICTED / NATO RESTRICTED in Public Clouds angemessen schützen zu können. Im Reallabor des GovTech Campus werden Cloud-Technologien mehrerer Anbieter unter realen Bedingungen auf Herz und Nieren geprüft.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Nahaufnahme einer Straßenbaustelle aus der Froschperspektive, im Vordergrund rauer Asphalt, im Hintergrund unscharf orange gekleidete Arbeiuter und ein Walzenfahrzeug

Sachsen-Anhalt: Gemeinsame Datenumgebung für BIM

[09.06.2026] Sachsen-Anhalt führt bei der Landesstraßenbaubehörde eine gemeinsame digitale Datenumgebung für Straßen- und Brückenbauprojekte ein. Die Plattform soll BIM-Prozesse bündeln, aktuelle Projektdaten bereitstellen und Abstimmungen im Bauablauf nachvollziehbarer machen. mehr...

Person mit hellem Hemd hält virtuelle Deutschlandkarte in schwarz-rot-gold in den Händen.

Registermodernisierung: Pilotprojekte für den NOOTS-Anschluss

[29.05.2026] Die NOOTS-Umsetzung vollzieht den nächsten Schritt: Der IT-Planungsrat stellt 35 Millionen Euro für 16 Pilotvorhaben der Länder bereit. Sie sollen Register und Online-Dienste an das System anbinden und Erkenntnisse für die Umsetzung des Once-Only-Prinzips liefern. mehr...

T Cloud Public KI-generiert

Deutsche Telekom: Souveräne Cloud für die Verwaltung

[22.05.2026] Die souveräne Cloud-Infrastruktur T Cloud Public wird offizieller Bestandteil des Rahmenvertrags für Cloud- und KI-Leistungen für Bund, Länder und Kommunen. Das Angebot der Deutschen Telekom hat sich im Live-Betrieb bereits bewährt: In Baden-Württemberg dient es 1,5 Millionen Schülerinnen und Schülern als Lernplattform. mehr...

Ein Mann und einbe Frau in Business-Kleidung sitzen nebeneinander an einem Holztisch, vor sich haben sie Papiere, die sie gerade unterzeichnen.

Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen

[18.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...

MODUL-F: Baukasten für Fachverfahren.

NEGZ: Fachtagung „Deutschland-Stack decoded“

[13.05.2026] Der Deutschland-Stack soll als gemeinsamer technischer Baukasten für die Verwaltungsdigitalisierung Basiskomponenten und Standards bündeln, damit Bund, Länder und Kommunen digitale Leistungen nicht mehr doppelt entwickeln. Das NEGZ will im Juni im Rahmen einer Fachtagung offene Fragen zu dem Großvorhaben klären. mehr...

Vier Personen an zwei Podien, mit Dokumenten, die gerade unterschrieben werden. Im Hintergrund eine nicht erkennbare Projektion, im Vordergrund eine Deutschlandflagge im Anschnitt.

BMDS: Digitalpartnerschaft mit Brasilien

[22.04.2026] Seit 2019 existiert ein Digitaldialog mit der größten Volkswirtschaft Südamerikas – nun haben Deutschland und Brasilien eine vertiefte KI-Zusammenarbeit vereinbart. Im Fokus stehen industrielle KI und digitale Infrastruktur. Zudem wollen die Länder Ansätze erproben, die staatliche Dienstleistungen effizienter machen. mehr...

IT-Planungsrat: Ist eine föderale Antragsplattform machbar?

[15.04.2026] Eine neue Studie des IT-Planungsrats zeigt, warum Online-Dienste von Bürgern zu wenig genutzt und von Kommunen kaum nachgenutzt werden. Sie schlägt eine föderale Antragsplattform mit kommunalen Marken, Ende-zu-Ende-Digitalisierung und einer Cloud-Infrastruktur vor. mehr...

starke Wellen, Wind, Sonnenaufgang

Schleswig-Holstein: Sicher kommunizieren auch bei Sturmflut

[07.04.2026] Schleswig-Holstein hat ein eigenes 5G‑Campusnetz in Betrieb genommen. Das neue Mobilfunknetz stellt sicher, dass Behörden wie der Küstenschutz künftig auch bei schweren Sturmfluten oder Stromausfällen kommunizieren und Einsätze koordinieren können. 
 mehr...

Angeschnittenes Bild eines Mannes in weißem Arztkittel, der an einem Tisch in einem hellen Büro auf seinem Laptop tippt.

Mecklenburg-Vorpommern: ÖGD wird digital fit

[07.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat eine zentrale Maßnahme zur Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes abgeschlossen. Über sechs Millionen Euro aus dem Programm NextGenerationEU flossen in Strategieentwicklung, Technik und Schulungen. mehr...

FITKO/IT-Planungsrat: Konsultation zur föderalen API-Autorisierungsinfrastruktur

[31.03.2026] Föderale Basisdienste sollten idealerweise leicht in Online-Dienste und Fachverfahren integrierbar sein. Ein vom IT-Planungsrat beauftragtes Vorhaben entwickelt die dazu notwendige gemeinsame Autorisierungsinfrastruktur. Erste Projektergebnisse können jetzt kommentiert werden. mehr...

Laptop auf dem der Marktplatz Deutschland Digital aufgerufen ist

IT-Planungsrat: Marktplatz startet Produktivbetrieb

[20.03.2026] Öffentliche Organisationen von Bund, Ländern und Kommunen sowie öffentliche IT-Dienstleister finden ab sofort auf dem Marktplatz Deutschland Digital ein umfassendes Angebot an IT-Lösungen für die Verwaltung. mehr...

BVA/Hessen: Erste Melderegister an IDA angeschlossen

[18.03.2026] Der Abruf von Identitätsdaten ist ein zentrales Element bei der Umsetzung des Once-Only-Prinzips. Das BVA hat dafür das IDA-Fachverfahren entwickelt. Nun hat Hessen als erstes Bundesland den Anschluss einzelner Melderegister an IDA realisiert. mehr...

Bremen: Digitalisierungsschub für die Steuerverwaltung

[05.03.2026] Der Senat der Freien Hansestadt Bremen stellt 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der Steuerverwaltung bereit. Neue Hardware und ein moderneres Datennetz sollen künftig dazu beitragen, die Bearbeitung von Steuererklärungen zu beschleunigen. mehr...

Diagramm mit den Modulen der digitalen Antragsstrecke

Hessen: Das Ende der Papierwirtschaft

[03.03.2026] Mit der digitalen Antragsstrecke hat die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung eine All-in-One-Lösung geschaffen, bei der verschiedene selbst entwickelte Komponenten nahtlos ineinandergreifen und die den gesamten Prozess der Antragsverarbeitung durchgängig digitalisiert. mehr...

Symbolbild für Cloud-Technologie: eine Hand greift nach mehreren gerenderten Cloud-Icons.

Berlin: Multi-Cloud-Strategie beschlossen

[02.03.2026] Cloud-Lösungen haben das Potenzial, die Arbeit von Behörden zu verbessern und den Kontakt zwischen Verwaltung und Bürgern erheblich zu vereinfachen. Der Berliner Senat hat nun eine Multi-Cloud-Strategie für das Land beschlossen. Details zu Anbietern und Diensten wurden zunächst nicht bekannt gegeben. mehr...