Initiative D21Deutschlands Zukunftsfähigkeit sichern

Vor der Bundestagswahl fordert die Initiative D21 konkrete Schritte, um die Zukunftsresilienz von Staat und Gesellschaft zu stärken.
(Bildquelle: Initiative D21)
Die Initiative D21, nach eigenen Angaben Deutschlands größtes Netzwerk für die digitale Gesellschaft, hat ihre digitalpolitischen Forderungen für die kommende Bundesregierung vorgestellt. Mit einem inklusiven „Digital only“-Leitbild für die Verwaltung, einer digitalen Kompetenzoffensive und einer zentralen Koordinierungsstelle für Cybersicherheitskompetenzen in der Bevölkerung solle Deutschland digital zukunftsfähig gemacht werden, so der Verband. Die Forderungen richten sich an alle politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger. „Die digitale Transformation ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Wir brauchen eine mutige, entschlossene Digitalpolitik, die alle Menschen mitnimmt – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status – und auch diejenigen aktiviert, die bisher bei der Digitalisierung gewollt oder ungewollt abseits stehen“, betont der D21-Präsident Marc Reinhardt. Um die digitale Spaltung in Deutschland nachweisbar zu verkleinern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken, müsse Politik entschlossener handeln.
Gesamtgesellschaftliche Aufgabe
D21 versteht die digitale Transformation nicht als eine rein technologische Herausforderung, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Diese müsse durch entschlossene digitalpolitische Maßnahmen aktiv gestaltet werden. Der Verband stellt drei zentrale Forderungen. Deren erste ist eine konsequent digitale Verwaltung – aber für alle. An die Stelle aufwendiger analoger Parallelstrukturen müsse ein „Digital Only“-Leitbild treten. Verwaltungsprozesse müssten durchgängig digital und für alle Bevölkerungsgruppen intuitiv nutzbar sein. Unterstützungsangebote sollen digitalfernen Personen den Zugang zu digitalen Angeboten erleichtern und so Ausgrenzung verhindern. Dieser Aufwand werde durch verwaltungsseitige Einsparungen kompensiert, so D21, und sei eine Investition in digitale Weiterqualifizierung und den Abbau der digitalen Spaltung.
Digitale Kompetenzen – auch für Cybersicherheit
Digitale Fähigkeiten sind Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts. D21 fordert daher eine umfassende Digitale Kompetenzoffensive nach österreichischem Vorbild, um das europäische Ziel der Digitalen Dekade zu erreichen. Demnach sollen bis 2030 mindestens 80 Prozent der Bevölkerung über grundlegende digitale Kenntnisse verfügen und der Anteil der IKT-Fachkräfte deutlich steigen. Die Verantwortung dafür liege bei allen föderalen Ebenen und werde durch die enge Zusammenarbeit dieser getragen, so D21.
Angesichts wachsender Cyberbedrohungen fordert die Initiative außerdem – als Ergänzung zum BSI – eine zentrale Koordinierungsstelle für Cybersicherheitskompetenzen. Diese solle bestehende Initiativen bündeln, nationale Standards für die Cybersicherheitsbildung entwickeln und Aufklärungsprogramme umsetzen. Werden Bürgerinnen und Bürger befähigt, sich aktiv vor digitalen Gefahren zu schützen, nutze dies der gesamten Gesellschaft. Cybersicherheitskompetenz müsse fester Bestandteil der digitalen Bildung werden – von der Schule bis zur beruflichen Weiterbildung.
AKDB-Kommunalforum: Digitalisierung als Dienst an der Demokratie
[30.10.2026] Bayerns Digitalminister Fabian Mehring hat sich auf dem AKDB-Kommunalforum dafür ausgesprochen, digitale Technologien und Künstliche Intelligenz konsequent in den Verwaltungen einzusetzen. Dabei gehe es nicht nur um effizientere Verwaltungsabläufe, sondern auch um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat. mehr...
Rheinland-Pfalz: OZG-Umsetzung beschleunigen
[27.10.2026] Rheinland-Pfalz will die Digitalisierung der Verwaltung gemeinsam mit den Kommunen weiter voranbringen. Im Mittelpunkt stehen die flächendeckende Bereitstellung und stärkere Nutzung digitaler Verwaltungsleistungen sowie die Ende-zu-Ende-Digitalisierung. mehr...
Sachsen: Fünf Online-Dienste landesweit
[27.10.2026] Der Freistaat Sachsen und der Bund haben vereinbart, fünf Online-Dienste bis Ende Juni 2027 in allen zuständigen Kommunalbehörden bereitzustellen. Der Bund finanziert die technische Anbindung, die govdigital gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister Lecos übernimmt. mehr...
Nationale Digitaloffensive: Bayern meldet erste Erfolge
[26.10.2026] Bayern hat ein erstes Ziel der Nationalen Digitaloffensive vorzeitig erreicht: Alle 96 Ausländerbehörden im Freistaat sind an den Online-Dienst „Aufenthalt Digital“ angeschlossen. Damit ist die Beantragung eines Aufenthaltstitels landesweit digital möglich. Auch bei der elektronischen Wohnsitzanmeldung kommt der Ausbau voran. mehr...
Baden-Württemberg: Schneller Roll-out statt vieler Einzellösungen
[15.10.2026] Baden-Württemberg hat mit dem Bund vereinbart, fünf bestehende Online-Dienste innerhalb von neun Monaten bei allen zuständigen Behörden im Land verfügbar zu machen. Ein zentral organisierter Anschlussprozess soll die Kommunen bei der Umsetzung unterstützen. mehr...
Thüringen: Gemeinsame Standards vereinbart
[14.10.2026] Thüringen und die kommunalen Spitzenverbände haben ihre Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung neu vereinbart. Gemeinsame Standards und eine stärkere Nutzung der Verwaltungscloud sollen die IT-Systeme von Land und Kommunen besser verbinden. mehr...
OSBA: Vorrang für Open Source
[13.10.2026] Die EU-Kommission hat einen Entwurf für eine neue Vergabeverordnung vorgestellt, womit die bisherigen EU-Richtlinien zur Vergabe öffentlicher Aufträge ersetzt werden sollen. Die Open Source Business Alliance sieht in dem Entwurf verpasste Chancen. mehr...
NKR-Jahresbericht 2026: Bürokratieabbau kommt kaum voran
[12.10.2026] Der Nationale Normenkontrollrat zieht in seinem Jahresbericht 2026 eine gemischte Bilanz zum Bürokratieabbau und zur Staatsmodernisierung. Zwar ist der jährliche Erfüllungsaufwand um 6,8 Milliarden Euro gesunken, gleichzeitig steigen jedoch die Bürokratiekosten. mehr...
Schleswig-Holstein: Schrödter offen für Cyber-Sicherheitsgremium
[12.10.2026] Digitalisierungsminister Dirk Schrödter unterstützt die Prüfung eines nationalen Cyber Incident Review Boards, das schwerwiegende Cyber-Angriffe systematisch untersuchen und daraus Handlungsempfehlungen ableiten soll. In einer Landtagsrede verwies er auf die wachsende Bedrohung digitaler Infrastrukturen und stellte die bereits ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen Schleswig-Holsteins vor. mehr...
Schleswig-Holstein: Neuer Datenschutzbeauftragter
[12.10.2026] Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat Jens Ambrock einstimmig zum neuen Landesbeauftragten für Datenschutz gewählt. Er tritt die Nachfolge von Marit Hansen an, deren zweite Amtszeit im Januar 2027 endet. Ambrock bringt langjährige Erfahrung im Datenschutzrecht und in der behördlichen Datenschutzaufsicht mit. mehr...
Deutschland-App: Zentrale Projektdetails bleiben offen
[09.10.2026] Die Modernisierungsagenda föderal sieht unter anderem die Umsetzung einer KI-unterstützten Deutschland-App vor, die einen zentralen, komfortablen Zugang zu digitalen Verwaltungsverfahren bieten soll. Mit dem aktuellen Umsetzungsstand, der Vergabe und Auftragsvolumina befasste sich jetzt der Bundestag. mehr...
BMDS: Zwischenbilanz zur Staatsmodernisierung
[08.10.2026] Ein Jahr nach dem Beschluss ihrer Modernisierungsagenda zieht die Bundesregierung Bilanz. Sie meldet Fortschritte bei digitalen Verfahren und mehr als zehn Milliarden Euro weniger jährlichen Erfüllungsaufwand. Fünf von 23 zentralen Projekten sind abgeschlossen. mehr...
EUDI-Wallet: Anhörung im Bundestag
[08.10.2026] Die geplante EUDI-Wallet stößt bei Sachverständigen grundsätzlich auf Zustimmung, zugleich sehen sie Nachbesserungsbedarf beim Digitale Identitätengesetz. Vor allem die Einbindung der Kommunen, die Verarbeitung digitaler Nachweise sowie Datenschutz und Sicherheit gelten noch als offene Punkte. mehr...
Hessen: Positive Halbzeitbilanz
[05.10.2026] Hessen zieht eine positive Halbzeitbilanz seines Pilotprojekts mit dem Bundesdigitalministerium zur flächendeckenden Einführung digitaler Verwaltungsleistungen. Bei der An- und Ummeldung sind bereits mehr als 90 Prozent der Kommunen angeschlossen. mehr...
Saarland: Fünf Leistungen schneller in die Fläche
[05.10.2026] Fünf weitere Verwaltungsleistungen sollen im Saarland innerhalb von neun Monaten flächendeckend digital verfügbar sein. Der Ministerrat hat grünes Licht für die Teilnahme des Saarlandes am Bundesprogramm „Flächendeckung digitale Verwaltungsleistungen“ gegeben. mehr...









