IT-PlanungsratVorsitzjahr 2026 unter Bundesführung

Luise Hölscher, Staatssekretärin im BMDS, sieht 2026 als Schlüsseljahr der Möglichkeiten, um den Föderalstaat in der Zukunft handlungsfähiger zu machen.
(Bildquelle: Bundesministerium der Finanzen)
Mit dem turnusgemäßen Wechsel übernimmt der Bund im Jahr 2026 den Vorsitz im IT-Planungsrat. Das Vorsitzjahr fällt in eine Phase zentraler Weichenstellungen für die föderale Digitalisierung und Staatsmodernisierung. „2026 ist ein Schlüsseljahr der Möglichkeiten, um unseren Föderalstaat in der Zukunft handlungsfähiger zu machen“, sagte Luise Hölscher, Staatssekretärin im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). „Technologie allein verändert keinen Staat. Digitalisierung stellt Werkzeuge bereit. Staatsmodernisierung sorgt dafür, dass wir sie wirksam, verantwortungsvoll und zum Nutzen von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen einsetzen.“
Digitalisierung und Staatsmodernisierung aus einem Guss
Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die föderale Zusammenarbeit wirkt, so der IT-Planungsrat. Mit der Föderalen Digitalstrategie, der Deutschland-Architektur, einem strategischen Portfoliomanagement sowie der Stärkung der Umsetzungsorganisation für den IT-Planungsrat, der Föderalen IT-Kooperation (FITKO) seien entscheidende Grundlagen geschaffen worden. Diese Elemente sollen nun näher zusammengeführt werden. Angestrebt wird eine föderale Governance samt Portfoliosteuerung des IT-Planungsrats, die Entscheidungen ermöglicht und Verbindlichkeit schafft. Eine gemeinsame strategische Sitzung von Bund und Ländern soll diesen Kurs entwickeln.
Technologisches Rückgrat
Als zentralen Schwerpunkt des Vorsitzjahres 2026 benennt der IT-Planungsrat den Deutschland-Stack (D-Stack). Als technologisches Rückgrat der Verwaltung sollen bestehende Bausteine fokussiert und gezielt weiterentwickelt werden – als Grundlage für ein userfreundliches digitales Front End der Verwaltung für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen. „Es geht nicht um möglichst viel Technologie, sondern um Lösungen, die im Alltag funktionieren“, so Staatssekretärin Hölscher. „Digitale Services müssen konkret entlasten, verständlich sein und tatsächlich genutzt werden können.“
Registermodernisierung auf allen Ebenen
Ein weiteres zentrales Thema soll die Registermodernisierung sein. Diese soll nicht nur auf Bundesebene weiter vorangebracht, sondern auch in den Ländern und Kommunen wirksam verankert werden. Außerdem soll eine weitere Profilschärfung der FITKO erfolgen. „Um unser Potenzial auszuschöpfen, muss die FITKO in die Lage versetzt werden, wirkungsorientiert zu arbeiten. Gemeinsam müssen wir die föderale IT-Zusammenarbeit zukunftsfest aufstellen, um Deutschland in einer komplizierten Zeit einfacher zu machen,“ so FITKO-Präsident André Göbel. Zum Ende des Vorsitzjahres 2026 soll eine klare Perspektive stehen: eine gemeinsame Plattform für staatliche Leistungen, eindeutige Zuständigkeiten im föderalen System und eine Verwaltung, die moderner und handlungsfähiger ist.
Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung
[29.05.2026] Niedersachsen sieht seinen Roll-out-Ansatz für Online-Dienste durch erste Ergebnisse bestätigt. Mit Unterstützung des Bundes soll eine neu gegründete „Taskforce Digitalisierung Niedersachsen“ fünf Fokusleistungen bis Ende 2026 landesweit verfügbar machen und medienbruchfreie Prozesse vorbereiten. mehr...
Berlin: Hauptstadt ohne CDO
[28.05.2026] Berlins oberster Verwaltungsmodernisierer, der Dresdner IT-Unternehmer Matthias Hundt, ist nach weniger als drei Monaten auf eigenen Wunsch aus seinem Amt ausgeschieden. Übergangsweise übernimmt Staatssekretär Florian Hauer seine Aufgaben. mehr...
re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern
[22.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...
Nordrhein-Westfalen / Bayern: Steuerdaten besser schützen
[21.05.2026] Gemeinsam mit Bayern treibt Nordrhein-Westfalen eine länderübergreifende Kooperation bei der Betriebsinfrastruktur der Steuer-IT voran. Damit soll die Informationssicherheit der Finanzverwaltungen gestärkt und speziell Steuerdaten besser geschützt werden. mehr...
Hessen: Neuer Staatssekretär im Digitalministerium
[19.05.2026] In Hessen soll Nicolas Sölter als neuer Staatssekretär im Digitalministerium die Digitalisierung in dem Bundesland weiter vorantreiben. Ein Schwerpunkt liegt dabei unter anderem auf Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz. mehr...
Digitalministerkonferenz: Alle ziehen an einem Strang
[15.05.2026] Die Digitalministerkonferenz hat in Hamburg Beschlüsse zur Umsetzung der föderalen Modernisierungsagenda gefasst. Die Vereinbarungen betreffen unter anderem die DeutschlandID, die Registermodernisierung und ein länderübergreifendes Reallabor für Law-as-Code. mehr...
Kooperation: Gemeinsame KI-Plattform für drei Länder
[11.05.2026] Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg wollen beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung enger zusammenarbeiten. Eine gemeinsame Plattformarchitektur soll Standards, Schnittstellen und Pilotanwendungen bündeln. mehr...
Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit
[08.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...
Sachsen: Bündeln, straffen, digitalisieren
[05.05.2026] Das sächsische Landeskabinett hat eine umfassende Modernisierungsagenda beschlossen. Ein großer Teil der Maßnahmen betrifft die digitale Transformation der Verwaltung und die erforderlichen Umsetzungsstrukturen. mehr...
Saarland: Zehn Minuten für die digitale Zukunft
[04.05.2026] Im Saarland wird derzeit die Digitalstrategie „Digitales Saarland 2035“ erarbeitet. Diese soll sich nah an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen im Land ausrichten. Daher läuft nun bis 20. Mai eine landesweite Online-Bürgerbeteiligung, deren Ergebnisse in die Strategie einfließen sollen. mehr...
Bayern/Bund: Kooperation besiegelt
[30.04.2026] Bayern und der Bund haben die Vereinbarung für eine Pilotkooperation zur Verwaltungsdigitalisierung unterzeichnet. Damit ist der im Januar angekündigte Ansatz nun vertraglich fixiert. Bis Jahresende sollen wichtige Fokusleistungen in allen Kommunen des Landes angeboten werden können. mehr...
Bitkom: Bilanz nach einem Jahr BMDS
[28.04.2026] Ein Jahr nach Start des Digitalministeriums zieht der Bitkom Bilanz zur Digitalpolitik der Bundesregierung. Demnach sind neun Prozent der Vorhaben abgeschlossen, mehr als die Hälfte läuft. Rund ein Drittel ist noch nicht gestartet. mehr...
Politik: Neuer Digitalausschuss im Bundesrat
[23.04.2026] Im Bundesrat wurden Digitalisierungsthemen bisher überwiegend in anderen Fachausschüssen – etwa für Verkehr oder Inneres – „mitbehandelt“. Dies wird nun anders: Gestern tagten die Digitalminister von Bund und Ländern erstmals in einem eigenen Ausschuss der Länderkammer. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Schub für die Registermodernisierung
[17.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat bis zu 150 Millionen Euro für Registermodernisierung und Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit freigegeben. Land und Kommunen betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit bei der Verwaltungsdigitalisierung. mehr...
BMDS/Niedersachsen: Fokusleistungen in die Fläche
[15.04.2026] Mit einem neuen Ansatz will das BMDS digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen. Kernstück ist die Beauftragung eines Generalunternehmers, der die Ende-zu-Ende-Verantwortung für den Roll-out in den Kommunen übernimmt. Nach Bayern und Hessen hat nun Niedersachsen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. mehr...














