ThüringenWichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[12.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (l.) und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt haben eine Verwaltungsvereinbarung zur flächendeckenden Bereitstellung wichtiger Online-Dienste im Freistaat getroffen.

(Bildquelle: BMDS)

Bund und Länder wollen digitale Verwaltungsleistungen gemeinsam schneller in die Kommunen bringen und gehen dazu seit Jahresanfang 2026 neue Wege. Nach Hessen, Bayern und Niedersachsen hat nun auch Thüringen eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Wie das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) berichtet, haben Bundesdigitalminister Karsten Wildberger, Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt und Thüringens Digitalminister Steffen Schütz am 10. Juni 2026 in Berlin eine Verwaltungsvereinbarung zur flächendeckenden Verwaltungsdigitalisierung in Thüringer Kommunen unterzeichnet. Vorbereitet wurde diese im Februar beim Thüringen-Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs Philipp Amthor.

Enge Zusammenarbeit

Der Bund und der Freistaat werden beim flächendeckenden Roll-out von fünf Verwaltungsleistungen in den Thüringer Kommunen eng zusammenarbeiten. Die vereinbarten Leistungen umfassen die Wohngeldbeantragung, die Wohnsitzummeldung, die Eheschließung, die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises sowie die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. Bis zum 31. März 2027 sollen diese Leistungen in ganz Thüringen digital verfügbar sein. „In ihren Heimatorten spüren die Menschen direkt, wie effizient unser Staat arbeitet und ob Service und Bürgerfreundlichkeit gegeben sind. Die fünf ausgewählten Online-Dienste des Pilotprojekts sind Verwaltungsleistungen, die besonders oft in Anspruch genommen werden“, so Steffen Schütz.

Bis zur Betriebsfähigkeit

Der Bund zeichnet laut BMDS für die strategische Steuerung und übergreifende Fortschrittskontrolle des Projekts verantwortlich. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auf andere Länder übertragen werden. Der vom Bund beauftragte und finanzierte Dienstleister govdigital übernehme in enger Kooperation mit dem IT-Dienstleister Kommunale Informationsverarbeitung Thüringen (KIV Thüringen) die technische Integration der Online-Dienste in den Kommunen bis zu deren vollständigen Betriebsfähigkeit.





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