Schleswig-HolsteinDigitalisierter Straßenbau als bundesweites Pilotprojekt

[30.07.2024] Das Land Schleswig-Holstein erprobt Building Information Modelling – kurz BIM – im Straßenbau. Zum Einsatz kommt das Verfahren beim Umbau der Bundesstraße 5 nahe Husum, wo besonders schwierige Untergrundverhältnisse anzutreffen sind.
Digitale Abbildung eines Straßenabschnitts mit Leitungen.

Die BIM-Methode kann auch für den Straßenbau genutzt werden. In Schleswig-Holstein wird sie jetzt pilotiert.

(Bildquelle: LBV.SH)

In Schleswig-Holstein wird die Bundesstraße 5 zwischen Tönning und Husum dreistreifig ausgebaut. Der Bauabschnitt eins zwischen Tönning und Rothenspieker ist dabei Teil eines Pilotprojektes: Wie das Land berichtet, wird dort der komplett digitalisierte Straßenbau erprobt. Nun informierte sich Verkehrsstaatssekretär Tobias von der Heide gemeinsam mit Geschäftsbereichsleiter Christoph Köster vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) bei der Baufirma Bunte über den Fortschritt. „Die B 5 ist eine der großen Verkehrsachsen im Westen Schleswig-Holsteins. Wir wollen den Ausbau also so schnell und effizient wie möglich vorantreiben. Deswegen testen wir hier das so genannte Building Information Modeling. Es ist spannend zu sehen, wie digitaler Straßenbau funktionieren kann“, so der Staatssekretär. Köster ergänzte: „Dieses Bauprojekt ist wegen der Untergrundverhältnisse sehr anspruchsvoll. Dank der Digitalisierung der einzelnen Prozessschritte wickeln wir es gemeinsam mit der Baufirma trotzdem in hoher Qualität ab. Wir können Risiken frühzeitig erkennen und rechtzeitig gegensteuern. Auch deshalb liegen wir mit der Maßnahme sowohl im Termin- als auch im Kostenplan.“

BIM bündelt relevante Informationen

Building Information Modeling – kurz BIM – ist ein digitaler Prozess, der den gesamten Lebenszyklus einer Infrastruktur, vom Entwurf über den Bau bis zur Betriebs- und Wartungsphase und letztendlich Erneuerung, abbildet und optimiert. Das Ziel ist, sämtliche relevanten Informationen und Daten digital zu bündeln, wodurch sowohl der Bau als auch das Betreiben effizienter und kostengünstiger werden sollen. Bereits im Oktober 2021 hatte das Bundesverkehrsministerium den Masterplan BIM Bundesfernstraßen eingeführt. Damit wird auch den Auftragsverwaltungen der Länder die Anwendung der Methode BIM für neue Infrastrukturprojekte vorgeschrieben.

Der Bau des ersten Abschnitts der B5 zwischen Tönning und Rothenspieker soll voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen sein. Auch die Knotenpunktverlegung bei Husum, der 5. Bauabschnitt, läuft bereits. Die drei anderen Bauabschnitte befinden sich derzeit im Planfeststellungsverfahren.





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